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Tier oder Tofu: Vegetarisch gesund?

 width=Zugegeben – wir haben eine Weile überlegt, ob wir zum Thema Vegetarismus etwas beitragen sollten. Denn kaum ein Thema wird so kontrovers und leidenschaftlich diskutiert, die Gräben zwischen den Hardlinern auf beiden Seiten sind tief. Während die einen im Verzicht auf Fleisch und/oder tierische Produkte den Schlüssel zur Rettung der Welt erkennen, berufen sich hartgesottene Grillfans auf die Ernährungsgewohnheiten der Höhlenmenschen. Wir wollen versuchen, so wertfrei wie möglich ein wenig Licht in die Sache zu bringen und dabei ganz bewusst ethische oder makroökonomische Aspekte außen vor zu lassen: Hier soll es um die Gesundheit gehen, und um die Frage, ob und wie viel Fleisch der Mensch zum Leben braucht.

Fleisch, was sonst?

Kein Fleisch, keine Wurst, kein Fisch – was kann man denn dann noch essen außer Beilagen und Salat? Viele Menschen haben zunächst etwas irrige Vorstellungen vom Vegetarismus.

Erste Frage: Braucht der Mensch überhaupt Fleisch?

Aus wissenschaftlicher Sicht kann man derzeit nur sagen: Nein. Der menschliche Körper verträgt einen rein vegetarischen Speiseplan offenbar recht gut. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen leben Vegetarier sogar ein klein wenig länger, und eine Studie hat ergeben, dass eine vegetarische Ernährungsweise oft gesünder ist als eine Fleischmischkost. Das liegt vermutlich auch daran, dass Fleisch viele gesättigte Fettsäuren enthält, die sich bei übermäßigen Fleischverzehr in den Zellen ablagern und so zu einer Insulinresistenz führen können, einer Vorstufe der Zuckerkrankheit. Vegetarier haben dieses Problem nicht, sie nehmen hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren zu sich. Allerdings müssen bei fleischloser Ernährung einige Dinge beachtet werden.
Vieles hängt dabei vom Kenntnisstand des jeweiligen Vegetariers über seine Nahrungsmittel ab. Für eine ausgewogene Ernährung sind zum Beispiel verschiedene Getreide notwendig. Wer auf rein vegetarisches Essen umsteigt, sollte sich also vorher gut über solche Grundsätze informieren. Und auch besondere Umstände wollen berücksichtigt werden: Frauen, die sich vegetarisch ernähren, sollten während ihrer Periode darauf achten, dass sie zusätzlich Eisen und Zink zu sich nehmen. Denn obwohl beispielsweise Sonnenblumenkerne, Eier und Linsen viel davon enthalten, können wir sie durch die ebenso enthaltenen Ballaststoffe nicht optimal aufnehmen. Streng vegetarischen Frauen in den Wechseljahren wird empfohlen, zusätzlich Vitamin D3 einzunehmen, um einer Osteoporose vorzubeugen.

Macht vegetarisches Essen überhaupt satt?

Auch wenn viele Vegetarier behaupten, ihr Essen mache genauso satt wie Fleischkost, ist das nicht ganz richtig. Erhitztes Eiweiß nämlich bleibt länger im Magen, der Körper braucht lange, um es zu verdauen. Ein Schnitzel kann bis zu sechs Stunden im Magen bleiben, bis es vollständig verdaut ist. Aus diesem Grund hält das Sättigungsgefühl denn auch länger an als bei Reis und Gemüse.

Ist vegetarisches Essen besser für die Figur?

Das ist so formuliert ein Irrtum – denn Schokolade, Pudding, Sahne und Käse sind zwar vegetarisch, jedoch hat der einseitige Verzehr von „Käse-Makkaroni-Auflauf“ drastische Auswirkungen auf die Figur. Da ist mageres Fleisch deutlich besser. Unterm Strich bleibt die Binsenweisheit: Bei allen Ernährungsformen kommt es immer auf die Menge an, in der man etwas isst.

Ist der plötzliche Verzicht auf Fleisch schädlich?

Das ist in jedem Fall ein Irrtum – der Mensch war immer schon ein Allesfresser, und schon vor 20.000 Jahren haben die Menschen sich in schwierigen Zeiten nur von Wurzeln und anderem Wintergemüse ernährt. Der Mensch ist aus früheren Zeiten also daran gewöhnt, auch für längere Zeit auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten.

Manche mögen’s heiß: So gesund ist schwitzen!

 width=Manche mögen’s heiß – dieser Satz ist uns als Titel des genialen Billy-Wilder-Films aus den 50ern bekannt. Aus medizinischer Sicht sollte er allerdings heißen: Alle sollten es heiß mögen: Nicht so eingängig, dafür aber wahr – denn schwitzen ist ausgesprochen gesund.
Klar, manchmal ist es unangenehm, wenn der Körper Schweiß produziert, und fast jeder hat wohl schon mal im unpassenden Moment feuchte Flecken unter den Achseln gehabt. Nicht schön, aber aus körperlicher Perspektive mehr als sinnvoll. Denn über das Schwitzen regelt der Körper eine ganze Reihe von Aufgaben, die für sein reibungsloses Funktionieren wichtig sind.

Zunächst einmal:

Schwitzen ist ein natürlicher Prozess des Körpers. Neben der Wärmeregulation wirkt sich Schwitzen positiv auf unser Immunsystem, die Haut und unsere allgemeine Gesundheit aus. Beim Schwitzen gibt der Körper überschüssige Wärme ab und reguliert damit die Körpertemperatur. Pro Tag produziert unser Körper im Schnitt bis zu einem Liter Schweiß, selbst bei angenehmen Temperaturen und auch ohne große körperliche Aktivität verliert der Mensch 100 bis 200 ml Schweiß am Tag.

Wie funktioniert Schwitzen?

Jeder Mensch wird mit 2.000.000 bis 4.000.000 Schweißdrüsen geboren, die bestimmen, an welchen Körperteilen wir schwitzen. Überall am Körper sind diese Schweißdrüsen verteilt und erstmal so konzipiert, dass sie geruchlosen Schweiß ausscheiden, der zum größten Teil aus Wasser, Salzen und Elektrolyten besteht.
Vor allem die Drüsen an den Achseln, Leisten und an der Kopfhaut allerdings produzieren zusätzlich ein Sekret, das sich aus Fetten, Proteinen und anderen Substanzen zusammensetzt. Diese Drüsen werden vor allem bei emotionalem Stress aktiv, und das Sekret wird nach dem Austritt von Hautbakterien verarbeitet. Dieser Schweiß (genauer: die Stoffwechselprodukte der Bakterien) sorgt dann für den typischen, unangenehm schweißigen Geruch. Sobald unsere Körpertemperatur steigt, wird das vegetative Nervensystem alarmiert, dem Körper werden Signale gesendet, die zum Schwitzen führen. Dieser Prozess läuft unbewusst ab und wird auch bei Angst, Wut und Nervosität angeregt. Folge dieses Impulses: Das wässrige Sekret wird ausgeschieden und auf die Körperoberfläche abgegeben, über die Verdunstung wird Kälte erzeugt und der Körper dadurch gekühlt.

Schwitzen senkt Hautinfektionen

Mit dem Schweiß produzieren die Drüsen ein antimikrobielles Peptid. Dieses sogenannte Dermcidin hilft, die Anzahl der lebensfähigen Bakterien auf der Hautoberfläche zu verringern. Daraus resultiert die Fähigkeit des Körpers, schädliche Bakterien zu bekämpfen und das Risiko von Hautinfektionen zu senken.

Schwitzen entgiftet den Körper

Genauso wie die Nieren, die Leber und der Dickdarm führt unsere Haut schädliche Gift- und Schlackenstoffe aus dem Körper ab. Wenn wir Schwitzen, öffnen sich die Poren und ein Teil angefallenen Schlackenstoffe wird aus dem Körper transportiert.

Schwitzen senkt das Risiko von Nierensteinen

Wenn Sportler regelmäßig schwitzen, wird das Calcium der Knochen besser gespeichert, es werden vermehrt Salze und Wasser ausgeschieden. Weil Nierensteine aber fast immer aus einem Gemisch aus Calcium und Salzen bestehen, wird so das Risiko von Nierensteinen gesenkt. Durch das Schwitzen und den starken Flüssigkeitsverlust neigen viele Sportler außerdem dazu, viel zu trinken – auch dadurch werden die Nieren gereinigt und entlastet.


Schwitzen reduziert Körpergeruch

Klingt erstmal paradox, ist aber langfristig so: Unangenehmer Körpergeruch ist meist ein Hinweis auf aus dem Körper ausgeschiedene Giftstoffe. Schwitzen regt die Ausschwemmung dieser Giftstoffe an und hilft mit der Zeit, den Bestand an Giftstoffen im Körper abzubauen und so mit der Zeit den unangenehmen Körpergeruch zu reduzieren.
Bei einer nährstoffreichen und gesunden Ernährung ist der Körper darüber hinaus nur einer geringen toxischen Belastung ausgesetzt, was den Schweiß wiederum fast geruchlos macht.

Schwitzen steuert Stimmungsschwankungen

Schwitzen beeinflusst neuronale, temperaturempfindliche Schaltkreise im Gehirn, die Einfluss auf unsere Stimmung haben. So kann Schwitzen gegen Stimmungsschwankungen helfen und zu Entspannung und psychischem Wohlbefinden beitragen. Auch wegen des Schwitzens fühlen wir uns deshalb nach dem Sport oft angenehm entspannt und glücklich.

Lass die Sonne rein! Sonnenenergie für Elektronik ist mehr als ein Gadget

 width=Endlich ist es soweit: Kälte und Dauerregen geben sich geschlagen und ziehen sich bis zum November zurück; es wird wieder angegrillt, Eis gegessen und unter freiem Himmel gelacht. Elektronische Begleiter dürfen dabei nicht fehlen – das Smartphone ist sowieso immer dabei, doch auch für Musik, frisches Essen, Licht für die abendliche Party will gesorgt sein. Und mit einem Fitness-Tracker am Arm kann man gesund und munter in den Tag starten. Damit haben Sie alles unter Kontrolle.

Sonnenenergie

Was läge näher, als die Sonnenenergie nicht nur für die gute Stimmung zu nutzen und als Vitamin D Spender..… schließlich hat keiner Lust auf Kabelsalat auf dem Balkon oder Batteriemüll am Badesee.

Bevor das spontane Augenrollen einsetzt: klar, Gadgets mit Solarzellen gibt es schon seit den frühen 90ern (wer denkt da nicht an die albernen Baseball-Caps mit solarbetriebenem Ventilator fürs Eurodance-überhitzte Hirn). Doch was lange eben nicht mehr als eine Spielerei war, ist heute eine wirklich ernstzunehmende Hilfe, um die warme Jahreszeit ohne Sorge um Strom und mit gutem Umweltgewissen zu erleben. Denn Solarzellen werden immer leistungsfähiger, kleiner und billiger.

So tummeln sich bereits etliche solarbetriebene Ladegeräte und Powerbanks für Smartphones auf dem Markt, von Creative Edge bis Hiluckey. Doch eigentlich sind die Zeiten, in denen man extra Geräte zum Laden mit sich herumschleppen musste, schon vorbei: ob Birksun oder SunnyBag – immer mehr Rucksäcke, Hand- und Tragetaschen kommen in den Handel, die die Sonnenkraft bereits eingebaut haben und stets bereit sind, Phone & Co aufzuladen.

So wichtig es ist, für die Freunde erreichbar zu sein – wenn man sich trifft, soll ja auch etwas passieren. Während der Ghetto-Blaster noch nicht mal mehr retro ist, bieten fette Soundsysteme mit Sonnenenergie wie z.B. Soultra oder eton den Beats vom Smartphone die ganz große Bühne. Und weil Party auf nüchternen Magen bei warmen Temperaturen erst Recht keine gute Idee ist, brutzeln Solarkocher und -grills von HIOSUN bis CafeSol inzwischen auch unterhalb der Profi-Preis-Liga leckere Speisen, ohne dass es Kohle oder Stromkabel bräuchte.

Wenn es dann nach Hause geht und hektisch Schlüssel, Portemonnais oder der als Sitzkissen missbrauchte Pullover gesucht werden, helfen solarbetriebene Lampen wie Sonnenglas oder Secur Solar, die Kraft unseres Zentralgestirns auch noch Stunden später über Nachtschwärmer auszuschütten.

Klarer Fall also für diesen Sommer: einmal Energiewende und bleiben Sie immer schön gesund.

 

 

Ab nach draußen: Tipps für ein vitales Frühjahr!

 width=Die Natur erwacht allmählich aus Ihrer Winterruhe – und genauso geht es uns auch. Auch wenn sich der Körper mitunter nur langsam an die veränderten Temperaturen, das hellere Licht und das ungewohnte Leben im Freien anpasst: Nach ein paar Tagen, manchmal auch einigen Wochen der berühmten Frühjahrsmüdigkeit lassen wir den Winter-Modus hinter uns und gewöhnen uns wieder an den leichteren, fröhlichen Rhythmus des Sommers. Wie und womit Sie sich den Übergang vom Winter zum Sommer erleichtern können – wir haben ein paar einfache Tipps, mit denen Sie jetzt neue Energie tanken können.

Bewegung gegen Frühjahrsmüdigkeit

Die Natur um uns herum grünt und blüht, doch wir fühlen uns trotzdem müde? Mediziner sagen: Normal. Denn nach den Wintermonaten ist die Konzentration des Schlafhormons Melatonin in unserem Blut noch hoch, gleichzeitig fehlt das oft als Gute-Laune-Hormon bezeichnete Serotonin. Das einfachste Rezept: Bewegung an der frischen Luft. Schon 30 Minuten zügiges Spazierengehen am Tag behebt das Ungleichgewicht der Hormone, ebenso wie Radfahren, Joggen oder eine Runde Federball im Garten oder im Park.

Nicht leichtsinnig werden: Sonnenschutz

Draußen sein ist toll nach einem langen Winter – gerade in den Frühlingsmonaten ist die schützende Ozonschicht aber noch recht dünn, weshalb die UV-Strahlung bereits eine hohe Stärke hat. Passender UV-Schutz sollte deshalb bereits bei den ersten Sonnenstrahlen wieder zum Pflichtprogramm gehören. Um die Augen vor der ungewohnten Helligkeit zu schützen, sollten besonders empfindliche Augen rechtzeitig mit einer zertifizierten Sonnenbrille geschützt werden.

Kräuter-Tee stärkt die Abwehr

Auch wenn es jetzt draußen schon warm ist: Erkältungs-Viren sind unverändert aktiv. Gestärkt wird das Immunsystem mit ausgewogener, vitaminreicher Ernährung. Außerdem schützt Cystus-Tee aus der Apotheke vor Infekten. Studien beweisen: Bereits eine Tasse täglich steigert die Anzahl der Abwehrzellen und kann dabei helfen, den Frühling erkältungsfrei zu genießen.

Peeling gegen trockene Haut

Kälte draußen, Heizungsluft drinnen – unsere Haut hat über die Winterzeit gelitten. Deshalb ist unser Schutz-Organ jetzt anfällig für Entzündungen. Da hilft ein pflegendes Körper- und Gesichts-Peeling: Dazu etwas Natur-Joghurt mit 1 EL Honig und 2 EL Mandelkleie (Drogerie oder Apotheke) verrühren und kurz einmassieren. Dann abwaschen und die Haut gründlich eincremen.

Gesundheit aus der Sonne: Vitamin D

Der einzige Vitalstoff, den wir nicht ausreichend über die Nahrung aufnehmen können, ist Vitamin D. Unser Körper stellt es selbst her, vorausgesetzt, wir bekommen genug UV-Licht. Zumindest Gesicht und Oberarme sollten täglich mindestens zehn Minuten Frühlingssonne gegönnt werden – das hellt gleichzeitig die Stimmung auf.

Gesundheit geht durch den Magen

Die Zeit der Gewächshausnahrung ist passé – jetzt gibt es wieder frische Erdbeeren, Kräuter aus Topf und Beet und natürlich Spargel. Besonders die weißen Sprossen haben es in sich, wenn es um einen gesunden Stoffwechsel geht: Sie enthalten besonders viele wertvolle Mineralien, Ballaststoffe und Vitamine. Der hohe Gehalt an Kalium und Asparagin-Säure regt die Entwässerung an und fördert die Ausscheidung von Stoffwechsel-Giften aus dem Körper.

Homo Sedens: Dein Stuhl und Du!

 width=Früher (also so richtig früher, vor etwa drei oder vier Millionen Jahren) hatten unsere Urahnen eine glänzende Idee: Statt sich auf allen vieren fortzubewegen und durch’s tropische Geäst zu hangeln, richteten sie sich auf und durchstreiften die afrikanische Savanne fortan auf zwei Beinen. Vorteile dieser Masche: Man konnte besser und weiter sehen,
über das hohe Gras hinweg Freund und Feind erkennen, und man hatte die Hände frei, um damit allerlei nützliche Dinge zu fassen und der örtlichen Fauna nun auch mit Speer und Schleuder zuleibe zu rücken. Die Konservativen von damals, die im Wald zurückblieben und sich auf ein schlichtes „weiter wie immer“ beschränkten, sind die Vorfahren
der Primaten von heute, die sich immer noch von Früchten und Insekten ernähren, während wir beim Italiener sitzen und uns zu den Scampi in Knoblauchöl noch ein GläschenVerdicchio bestellen. Bei allem Kulturpessimismus: Unterm Strich irgendwie kein schlechter Deal.

Die Evolution des Menschen

In den folgenden Jahrmillionen passte sich unser Organismus immer mehr der neuen Lebensweise an, aus dem Australopithecus afarensis entstand langsam, aber sicher der Homo sapiens,
der so ziemlich dem Menschen von heute entspricht. Oder sagen wir: Dem Menschen von vor hundert Jahren, denn inzwischen hat sich so etwas wie eine neue Art entwickelt – der Homo sedens, der sitzende Mensch also. Für die Evolution allerdings ist eine Spanne von einigen Jahrzehnten schlicht nicht existent, so schnell geht’s halt nicht mit der Anpassung. Während wir also mit einem für die Jagd in der Savanne optimierten Körper unterwegs sind, verbringen wir den Großteil des Tages im Sitzen – bei der Arbeit im Büro,
beim Essen und Autofahren, beim Fernsehen oder vor dem Computer.

Ist Sitzen ungesund?

Das Sitzfleisch ist der wichtigste Körperteil des Büromenschen geworden, zumindest der am intensivsten genutzte (wenn wir das Gehirn im Einzelfall mal außen vor lassen).
Eine aktuelle Studie zielte auf die erwartbaren Gesundheitsgefahren von dauernder körperlicher Inaktivität: Die bewegungsärmsten der fast 5000 Studienteilnehmer verbrachten
21,8 Stunden pro Tag auf Sesseln, Sofas, Stühlen oder im Bett. Die agilsten Probanden saßen hingegen nur 1,8 Stunden am Tag mehr oder weniger still – und waren deutlich gesünder,
was zum Beispiel Infarktrisiko, Blutwerte oder Rückenbeschwerden angeht. Beim permanent sitzenden Menschen fließt das von Nährstoffen übersättigte Blut langsam und zäh durch die Arterien, bildet verengende Ablagerungen, die einst elastischen Aderwände versteifen. So erhöht sich der Blutdruck anfangs partiell, bald meist chronisch.

Weniger sitzen also?

Teilweise ist das kaum zu ändern: In der Nacht sollten natürlich auch Büromenschen sieben bis acht Stunden schlafend im Bett verbringen, und viele von uns müssen tatsächlich mit Auto oder U-Bahn, also eher sitzend, den Weg zur Arbeit antreten. Und auch am Arbeitsplatz und am Besprechungstisch, in der Kantine und in Meetings wird ja normalerweise gesessen – und, ganz ehrlich, das meiste unseres sitzenden Alltags können wir gar nicht ernsthaft beeinflussen, eine Sitzung im Stehen wäre
doch merkwürdig. Wenn wir das Sitzen selbst also nur bedingt vermeiden können, dann sollten wir umso mehr darauf achten, WORAUF wir sitzen. Ein guter Bürostuhl kann vor  Rückenschmerzen schützen und sollte, unabhängig vom Preis.

Grundsätzlich gilt:

Die Sitzhöhe eines rückenfreundlichen Bürostuhls ist verstellbar. Idealerweise bilden Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel, beide Fußsohlen
liegen vollständig auf dem Boden auf. Beim Sitzen sollte der Rücken Kontakt zur Rückenlehne haben. Günstig ist darüber hinaus eine verstellbare Sitzflächenneigung, so dass das Becken leicht nach vorn gekippt ist. So kann die Wirbelsäule ihre natürliche Doppel-S-Form einnehmen. Die Rückenmuskulatur wird dadurch entlastet.

Für besonders große oder besonders kleine Menschen empfiehlt sich außerdem eine Sitzfläche, die sich in der Tiefe verstellen lässt, also nach vorn und hinten bewegbar ist.
Dadurch ist für Menschen über etwa 1,90 m gewährleistet, dass nicht nur der halbe Oberschenkel auf der Fläche aufliegt und komplett gestützt ist, für die unter 1,70er kann die Sitzfläche nach hinten gestellt werden, so dass man sich wirklich anlehnen kann und der Rücken nicht einige Zentimeter vor der Rückenlehne bleibt.

Die Rückenlehne sollte außerdem flexibel sein, wobei der durch sie ausgeübte Gegendruck auf den Rücken den Oberkörper nur aufrichtet, nicht jedoch nach vorn drückt.
Außerdem sollte die Höhe der Rückenlehne verstellbar sein, so dass das Becken beim Sitzen fixiert ist. Die Rückenlehne am Bürostuhl einer Frau sollte weich und flexibel sein und vor allem den unteren Rücken stützen. Für Männer wird dagegen eine festere Rückenlehne empfohlen, die in erster Linie die Muskeln im Schulter- und Nackenbereich stützt.

Die Armlehnen des Bürostuhls entlasten Schultergürtel und Oberkörper. Idealerweise sind sie in Höhe und Tiefe verstellbar und unterstützen nicht nur den Ellenbogen,
sondern den gesamten Unterarm. Auch das trägt dazu bei, Rückenschmerzen zu verhüten.

Alkohol und Selbstdisziplin: Eins geht doch noch!

 width=Die Sonne lacht, die Temperaturen locken uns ins Freie – zum Grillen, zur Gartenparty oder zu einem ausgedehnten Bummel durch die Stadt. Und zur Bratwurst gibt es dann schon mal ein Bier, zur Pasta ein Glas Wein oder einen Aperol-Spritz ganz einfach so. Alles klar soweit – und dann treffen wir überraschend Jens und Katrin, mensch – lange nicht gesehen, setzt euch doch dazu, … na okay, dann nehm ich auch noch ein Glas, das Leben ist kurz und man muss die Feste schließlich feiern, wie sie fallen. Ach ja, wer fährt denn überhaupt?

Das Problem bei Alkohol

Auch, wenn er natürlich nicht allzu gesund ist, ist Alkohol an sich gar nicht das primäre Problem – man trinkt halt ein Gläschen und beim nächsten sagt man cool „Nein, danke.“ Aber genau so einfach ist es eben nicht: Unser Körper folgt beim Genuss von alkoholischen Getränken nämlich einer einfachen Formel, die lautet: Geht’s mir nach einem Glas gut, dann geht es mir nach zweien noch besser. Und was bei zweien klappt, das geht doch auch bei drei oder vier. Hier ist also ein wenig Willensstärke gefordert – genau die aber schwindet mit dem Genuss von Alkohol, und der kleine Teufelskreis fängt an, sich zu drehen.

Alkohol am Steuer: Wie viel Promille sind erlaubt?

Muss man mit dem Auto nach Hause, trinkt man natürlich am besten überhaupt nichts. Allerdings ist der Gesetzgeber in Maßen tolerant, wenn es um die Fahrtüchtigkeit geht: In Deutschland gibt es für Kraftfahrer drei verschiedene Grenzwerte:

ab 0,3 ‰ Alkohol im Blut
Eine Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) oder wegen Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c Abs. 1 StGB) ist möglich, wenn die (relative) Fahruntüchtigkeit die Ursache für einen Unfall oder eine gefährliche Verkehrssituation war.

ab 0,5 ‰ Alkohol im Blut
oder ab 0,25 mg/l Alkohol in der Atemluft wird ein Kraftfahrer wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a Abs. 1 StVG verfolgt, selbst wenn es zu keinerlei alkoholbedingten Ausfallerscheinungen gekommen ist. Die „0,8 ‰-Grenze“ gibt es seit dem 1.4.2001 nicht mehr.

ab 1,1 ‰ Alkohol im Blut
beginnt der Bereich der absoluten Fahruntauglichkeit. Ein Kraftfahrer macht sich ab diesem Alkohol-Spiegel wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) oder – wenn ein Unfall passiert oder beinahe passiert wäre – wegen Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c Abs. 1 StGB) strafbar.

 

Wann ist der Alkohol wieder abgebaut?

Wenn man denn schon was getrunken hat, wie lange dauert es, bis der Alkohol wieder abgebaut und der Mensch wieder nüchtern ist? Das Hauptorgan zum Abbau von Alkohol im menschlichen Körper ist die Leber. Hier finden etwa 95 bis 98 % des Alkoholabbaus im Körper statt. Zusätzlich wird auch über Haut, Lungen und Nieren der Alkohol in schwachen Mengen ausgeschieden.

Der Alkoholabbau durch die Leber dauert eine bestimmte Zeit. Dabei werden pro Stunde im Körper etwa 0,1 bis 0,2 Promille abgebaut. Die Geschwindigkeit des Abbaus hängt allerdings auch von unterschiedlichen Faktoren ab wie zum Beispiel vom Gewicht und vom Geschlecht der Person. So erreichen Männer schneller einen hohen Promillewert als häufig angenommen. Ein 80 kg schwerer Mann kommt beispielsweise beim Konsum von 0,3 Liter Bier auf 0,21 Promille Blutalkoholgehalt. Die gleiche Menge Alkohol führt beim Verzehr durch eine Frau zu einer höheren Konzentration von Blutalkohol. Frauen erreichen also eher einen hohen Promillewert als Männer, weshalb Alkoholabbau bei Frauen auch etwas länger als bei Männern dauert.

Der Vorgang des Alkoholabbaus im Körper lässt sich, anders als häufig behauptet, nicht beschleunigen. Es helfen also weder Schwitzen, kalte Duschen noch Bewegung an der frischen Luft oder starker Kaffee, um den Abbau zu anzutreiben. Mehr als 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde schafft eine Leber einfach nicht.

Limits setzen!

Wie oben schon gesagt: Mit dem Alkohol werden Hemmschwellen niedriger  und dadurch wird eben auch die Stimme der Vernunft leiser, die uns mahnt, nicht noch mehr zu trinken. Um diesen Mechanismus auszuhebeln, muss man sich vorher (also nüchtern) ein Limit setzen, das dann eisern einzuhalten ist.

 

Was fliegt denn da? Wirksame Tipps gegen Heuschnupfen

 width=Wenn draußen endlich wieder die Sonne lacht, die Schmetterlinge flattern und die Natur sprießt, dann ist das für die meisten von uns der Start in die schönste Jahreszeit – der Frühling ist da! Gleichwohl gilt das nicht für alle – zwischen 15 und 25 der Deutschen (die Angaben in verschiedenen Quellen schwanken) nämlich leiden unter Heuschnupfen, und mit dem einsetzenden Pollenflug beginnt für viele eine echte Leidenszeit. Wir haben ein paar Tipps für Betroffene – einige werden Sie vielleicht kennen, andere können vielleicht helfen, sich wenigstens einigermaßen durch die Pollenzeit zu schlagen.

Zunächst mal:

Heuschnupfen ist kein niedliches Wehwehchen, nehmen Sie die Allergie nicht auf die leichte Schulter. Bei 30 Prozent der Pollenallergiker wandern die Beschwerden tiefer, sie entwickeln im Laufe der Jahre chronisches Asthma. Die Allergie sollte deshalb vom Arzt untersucht und gegebenenfalls therapiert werden.

Richtig lüften:

In der Innenstadt lüftet man am besten zwischen 6 und 8 Uhr. Dann herrscht die geringste Pollenkonzentration in der Luft. Auf dem Land ist die beste Zeit zwischen 20 und 24 Uhr. Bei starkem Wind fliegen Pollen rund um die Uhr. Dann auf das Lüften verzichten.

Keine Pollen im Schlafzimmer:

Halten Sie ihr Schlafzimmer möglichst frei von Pollen, die Kleidung ist oft voll davon. Ziehen Sie sich deshalb nicht im Schlafzimmer aus. Funktionieren Sie z.B. ihr Badezimmer zum Ankleideraum um. Und bitten Sie Ihren Partner, es Ihnen gleich zu tun.

Abends duschen und Haare waschen:

Allergiker sollten am besten abends duschen und die Haare waschen. Sonst fallen nachts die Pollen aufs Kopfkissen und werden eingeatmet.

Nutzen Sie den Regen:

Der Regen spült die Pollen aus der Luft, vorausgesetzt es regnet länger als 15 Minuten. Nutzen Sie die Zeit danach für einen ausgiebigen Spaziergang.

Vorsicht vor Kreuzallergien:

Wer z.B. auf Birke und Haselnuss allergisch reagiert, verträgt in dieser Zeit oft auch keine Möhren, Äpfel oder Nüsse. Gräserpollen-Allergiker reagieren zudem auf Paprika und Petersilie. Erhitzen oder Einfrieren zerstört die Allergene. Außerdem wissen Ihr Arzt und Ihr Apotheker Näheres zum Thema Kreuzallergien – fragen Sie danach.

Nicht draußen trainieren:

Auch wenn es lockt – Sport im Freien ist für Allergiker schädlich. Schwere körperliche Anstrengungen im Freien sind in der Zeit des Heuschnupfens tabu. Sie atmen sonst zu viele Allergene ein und riskieren Atemnot und heftige allergische Reaktionen. Gehen Sie lieber in ein Fitness-Studio oder Hallenbad.

Reisen Sie den Pollen davon:

Wer kann, der sollte in der Hochsaison des Pollenflugs auf Reisen gehen. Im Gebirge oberhalb von 2000m ist die Luft praktisch pollenfrei. Auch die Luft am Meer oder in der Wüste ist pollenarm. Und im Süden ist der Pollenflug oft schon vorbei, wenn es in nördlicheren Gegenden erst richtig losgeht.

Rechtzeitig Medikamente einnehmen:

Antihistamina lindern die Symptome der Allergie wie Augenbrennen, Nasenfluss und Atembeschwerden. Am besten nehmen Sie die Medikamente schon vorbeugend, kurz bevor die Pollen zu fliegen beginnen, auf die Sie allergisch reagieren.

Nutzen Sie Pollenkalender:

Am Pollenkalender können Allergiker erkennen, wann bestimmte Blütenpollen am stärksten fliegen und sich entsprechend verhalten. Durch den Klimawandel und die wärmeren Winter in unseren Breitengraden beginnt die Blüte allerdings immer früher – und dauert auch länger. Aktuelle Pollenkalender finden Sie zum Beispiel auf vielen Internetseiten von Apotheken.

Jetzt wird’s Licht: So gesund ist Sonne!

 width=Sonnenbaden ist ja etwas in Verruf geraten: Steigendes Hautkrebs-Risiko und schnelleres Altern sind belegte Folgen übermäßigen Sonneneinflusses. Und natürlich ist da etwas dran – Sonnenbrände sind Gift für die Hautgesundheit, und auch in unseren Breiten sollte die Sonne mit Vorsicht und in Maßen genossen werden. Andererseits: Eine Langzeitstudie aus Schweden hat nun neue Erkenntnisse darüber gebracht, wie eng Licht und Gesundheit zusammenhängen. Das ist in den vergangenen Jahren intensiv erforscht worden, mit zum Teil überraschenden Erkenntnissen – Sonnenlicht kann womöglich sogar helfen, Herzleiden zu verhindern.

 

Zu den Fakten:

Pflanzen wachsen schneller, wenn sie genug Sonne bekommen, Hühner legen mehr Eier, wenn man sie hellem Licht aussetzt – das ist alles schon lange bekannt. Dass jedoch auch beim Menschen ein enger Zusammenhang zwischen Licht und Gesundheit besteht, ist eher neu. Das neue Wissen wird von der Medizin zum Beispiel erfolgreich in der Behandlung depressiver Verstimmungen eingesetzt.

Was genau bewirkt das Licht?

Es steuert zunächst einmal unsere innere Uhr, die den Schlaf-Wach-Zyklus, die Körpertemperatur und den Hormonhaushalt regelt. Helles Licht wirkt auf den Hypothalamus und unterdrückt dort die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin – also den Stoff, der nachts ausgeschüttet wird, müde machen und die Stimmung drücken kann.
Helles Licht hingegen drosselt die Produktion von Melatonin und hellt die Stimmung auf. Und weniger Melatonin bedeutet gleichzeitig ein Mehr an Serotonin, dem „ vom Gute-Laune-Hormon“. Licht sorgt also für bessere Stimmung und steigert den Antrieb.

Die Sonne steigert darüber hinaus offenbar die geistige Leistungsfähigkeit:

In einem Versuch wurden hundert etwa gleich begabte Studenten in zwei Gruppen aufgeteilt, um zwanzig Aufgaben aus verschiedenen Wissensgebieten zu lösen. Der Unterschied war nur: Eine Gruppe arbeitete an sonnigen Tagen, die andere ausschließlich bei Regen. Nach zehn Tagen fiel das Ergebnis eindeutig aus: Die Sonnengruppe machte im Schnitt 50 Fehler weniger und war mit den Lösungen 18 Stunden schneller fertig als die Regenleute.

Das Sonnenlicht möbelt aber nicht nur Geist und Psyche auf:

Es hat auch auf das Immunsystem belegbare Auswirkungen. Die Sonnenstrahlen fördern die Bildung des wichtigen Vitamin D in der Haut und vermindern damit die Anfälligkeit gegen Infekte. Ein Mangel an Vitamin D kann zu schwerwiegenden Störungen führen.

Indizien legen einen weiteren erstaunlichen Schluss nahe:

Der Einfluss des Lichtes auf das Immunsystem könnte sogar bei der Verhütung von Herzkrankheiten eine Rolle spielen. Übers Jahr gesehen tritt nämlich der Tod bei Herz- und Lungenkranken am häufigsten im Winter ein. Auf unserer nördlichen Halbkugel in den Monaten Januar und Februar, südlich des Äquators dagegen im Juli. Ein weiterer Anlass zum Nachdenken: Die Bewohner sonniger Länder erliegen weit seltener einem Herzinfarkt als Menschen in sonnenarmen Gegenden.

Damit die innere Uhr richtig tickt:

Braucht der Mensch täglich etwa zwei Stunden helles, weißes Licht, das wie das Sonnenlicht alle Wellenlängen enthält. Schwermütige Patienten, die mit einer entsprechenden Lichttherapie behandelt werden, berichten über eine angenehme, beruhigende und entspannende Wirkung und über eine Besserung der Stimmung.
Ach ja, und dann ist da ja noch die berühmte Frühjahrsmüdigkeit: Das beste und natürlichste Heilmittel dagegen scheint offenbar wiederum das Licht. Man sollte sich in den ersten Wochen des Frühjahrs daher möglichst viel im Freien aufhalten, vor allem dann, wenn die Sonne zu sehen ist. Wer schlapp auf der Couch bleibt, hat deutlich länger mit der Mattigkeit zu kämpfen.

Die beliebtesten Ernährungsirrtümer: Iss doch toll!

 width=Vor zwanzig, dreißig Jahren war noch alles klar: Die Renten waren sicher, Margarine war gesünder als Butter, Spinat hatte viel Eisen und Pilze durfte man nicht aufwärmen. Und, naja, das Waldsterben ist heute irgendwie auch nicht mehr das, was es mal war. Die Liste lässt sich fast beliebig verlängern: Eier erhöhen die Cholesterinwerte und somit das Infarktrisiko, Schnaps hilft beim Verdauen, Lesen im Dunkeln verdirbt die Augen … all das entspricht nicht oder zumindest nicht so ganz der Wahrheit. Die häufigsten Legenden zum Thema Ernährung haben wir uns mal etwas näher angeschaut:

Nudeln und Kartoffeln machen dick

Generell macht natürlich so ziemlich alles dick, wenn man es in ausreichender Menge zu sich nimmt – im Vergleich aber schneiden Kartoffeln und Nudeln gar nicht schlecht ab. Kartoffeln bringen es pro 100 Gramm gerade einmal auf gut 70 Kalorien und sind damit eher kalorienarm, es sei denn, man brät oder frittiert sie – durch die fettreiche Zubereitung steigt der Kaloriengehalt auf über 350 Kalorien.
Nudeln sind mit circa 150 Kalorien pro 100 Gramm zwar etwas kalorienreicher, dafür machen sie aber auch lange satt. Generell sind kohlenhydratreiche Lebensmittel eher empfehlenswert, weil Kohlenhydrate nur halb so viele Kalorien wie Fett haben. Nicht gut ist eine Kombination aus beidem.

Steinobst verträgt sich nicht mit Wasser

Das wurde uns als Kind von allen Seiten eingetrichtert – nach Kirschen und Co. kein Wasser trinken, dann gibt es anschließend Bauchweh. Richtig ist: Auch nach Kirschen, Aprikosen, Pflaumen etc. kann man unbesorgt ein Glas Wasser trinken – vorausgesetzt, das Obst wurde vorher sorgfältig gewaschen. Verantwortlich für die Magenbeschwerden nämlich sind am Obst haftende Bakterien. Normalerweise werden aufgenommene Bakterien von der Magensäure bekämpft. Gelangt aber gleichzeitig mit dem Obst viel Wasser in den Magen, wird die Säure so stark verdünnt, dass die Bakterien überleben können.

Margarine ist gesünder als Butter

Margarine galt lange als gesünder, weil sie aufgrund ihrer pflanzlichen Fette weniger Cholesterin enthält. Zudem stecken in Margarine auch etwas weniger Kalorien als in Butter. Allerdings handelt es sich bei Margarine im Gegensatz zu Butter nicht um ein reines Naturprodukt. Wie gesund das Streichfett ist, hängt wesentlich von dem verwendeten Öl und dem Anteil an Transfettsäuren ab.
Bei Butter wird oftmals der hohe Cholesterin-Gehalt kritisiert. Heute vermuten Wissenschaftler jedoch, dass Cholesterin aus Milchfetten für gesunde Menschen ungefährlich ist. Positiv ist, dass Butter neben gesättigten Fettsäuren auch viele ungesättigte und damit tendenziell gesunde Fettsäuren liefert. Generell gilt, dass wer bei Butter und Margarine auf qualitativ hochwertige Produkte achtet und das Streichfett nur in Maßen verzehrt, erst einmal nichts falsch macht.

Fett ist ungesund

Fett ist mit neun Kalorien pro Gramm zwar das energiereichste Lebensmittel, aber auch hier sind Menge und Qualität entscheidend. Fett ist grundsätzlich ein elementar wichtiger Stoff, ohne den wir nicht leben können. Deswegen sollten etwa 30 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr über Fette erfolgen. Wer allerdings jeden Tag große Mengen an fettreichen Lebensmitteln zu sich nimmt, wird mit der Zeit zwangsweise an Gewicht zulegen. Achten sollte man also darauf, nicht zu fettreich zu essen und auf qualitativ hochwertige Fette zu setzen.

Spinat ist besonders eisenhaltig

Die Behauptung, dass Spinat besonders viel Eisen enthält, gehört wohl zu den größten Ernährungsirrtümern. Zwar ist getrockneter Spinat mit 35 Milligramm pro 100 Gramm ziemlich eisenhaltig – im gekochten Zustand verringert sich der Eisengehalt von 100 Gramm jedoch auf ein Zehntel. Zudem kann Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln schlechter verwertet werden als aus tierischen Produkten. Spinat sollte deswegen nicht als eine Hauptquelle für Eisen angesehen werden – auch wenn er im Vergleich zu anderen Gemüsesorten relativ eisenhaltig ist.

Kaffee ist ein Flüssigkeitsräuber

Kaffee wirkt durch das enthaltene Koffein harntreibend, so dass wir nach einer Tasse Kaffee häufiger auf die Toilette müssen. Er entzieht dem Körper jedoch kein Wasser. Nach dem Genuss von Kaffee wird also nicht mehr Flüssigkeit ausgeschieden, als durch das Getränk aufgenommen wurde. Deswegen wird Kaffee im Gegensatz zu früher mittlerweile auch zum täglichen Flüssigkeitspensum dazu gerechnet.

Schnaps ist gut für die Verdauung

Schön wär’s – ist aber nicht richtig. Zwar behauptet der Volksmund, dass ein Schnaps nach einem üppigen Essen die Verdauung ankurbelt, tatsächlich ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Denn durch Alkohol wird die Fettverbrennung gehemmt, das Essen liegt uns also noch länger schwer im Magen als zuvor. Trotzdem lässt durch den Schnaps das Völlegefühl kurzzeitig nach. Das liegt daran, dass der Alkohol die Magenmuskulatur lockert und uns somit kurzzeitig Erleichterung verschafft.

Alles psycho? Was „gesunde“ Gedanken bewirken

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Mens sana in corpore sano – in einem gesunden Körper wohnt eine gesunder Geist. Das sagten im Prinzip schon die alten Römer, auch wenn das Zitat des Satirikers Juvenal heute oft falsch und das dem Zusammenhang gerissen wieder gegeben wird und in der Vergangenheit nur allzu oft missbraucht wurde: Denn natürlich kann in einem Körper,der nicht gesund ist, durchaus ein gesunder oder gar brillanter Geist leben. Aus psychologischer Sicht interessant ist heute denn auch eher der Umkehrschluss – dass nämlich unsere Art zu denken und die Dinge wahrzunehmen durchaus Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit haben kann.

Das bevorzugte Organ

Tatsächlich sind die Stoffwechselvorgänge eines gesunden Menschen so beschaffen, dass sich Defizite erst sehr spät auf die Versorgung des Gehirns auswirken, das Gehirn besitzt bezüglich des Stoffwechsels eine bevorzugte Stellung unter den Organen. Der Körper muss also erst einmal gar nicht besonders gesund sein, dass Gehirn funktioniert trotzdem recht ordentlich. Beeinträchtigungen des Gehirns wiederum haben oft unmittelbar verheerende Auswirkungen auf das Überleben des Individuums.

Gesund durch Sport

Andererseits ist recht gut belegt, dass zum Beispiel regelmäßige sportliche Betätigung das Risiko, im Alter an Alzheimer zu erkranken, um bis zu 50 Prozent senken kann. Und körperliche Mängel können durchaus geistige Beeinträchtigungen nach sich ziehen, allein schon mangelnde Fitness kann spürbare Beeinträchtigungen des Wohlbefindens nach sich ziehen – zum Beispiel chronische Überlastungs- und Schmerzzustände, die zumindest aus Sicht des Betroffenen erhebliche Konzentrationsstörungen verursachen können. Offenbar gibt es auch hier, je nach Veranlagung und individueller Vorgeschichte, eine gewisse Streuung: Der eine Mensch fühlt sich durch körperliche Defizite stärker in seiner geistigen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, der andere weniger.

Optimismus hilft!

Festzuhalten ist: Positive Gedanken haben durchaus eine gewisse heilende Kraft. Auch wenn die Wirkungsweise und der Grad des Einflusses nicht ganz unumstritten sind, haben Wissenschaftler heute erkannt, dass unser Denken unsere Gesundheit zumindest mitbestimmt. Optimisten sind demzufolge um einiges gesünder als Pessimisten – und zwar auch nach objektiven Kriterien, es geht dabei nicht eben nur um „gefühlte“ Werte. 

Aber Warum?

Studien haben dafür unterschiedliche Erklärungen:
Optimisten gehen meist gelassener mit Stress um, Sie schütten weniger Stresshormone wie Adrenalin aus, ihr Herzschlag bleibt ruhiger, ihr Blutdruck niedriger, sie bekommen seltener Herzleiden. Ihr Immunsystem bildet mehr Abwehrzellen, nach Impfungen produziert es mehr Antikörper. Optimisten erholen sich, wie es scheint, außerdem schneller von Operationen als pessimistische Zeitgenossen. Sie spüren weniger Schmerz (oder konzentrieren sich weniger darauf, was auf dasselbe hinaus läuft), sie stecken sich seltener mit Erkältungsviren an und ihre Wunden heilen oft schneller. Außerdem werden optimistisch auf die Welt blickende Menschen seltener dement oder depressiv.

Zum Optimisten werden

Die gute Nachricht ist: Optimismus hat zwar eine gewisse genetische Komponente, ist aber nur zu einem eher geringen Teil wirklich angeboren. Das meiste schauen wir uns ab – von unseren Eltern, unseren Freunden und den Menschen, mit denen wir auf dem Lebensweg zu tun haben. Und  damit wären wir dann wieder bei Juvenal, nur etwas differenzierter: Ein gesunder (in diesem Fall eben optimistischer) Geist ist Mit-Voraussetzung für einen gesunden Körper.