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Meistens harmlos, immer lästig: Volkskrankheit Rückenschmerzen

 width=Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden, etwa 80 Prozent der Menschen haben mehr oder weniger regelmäßig heftig damit zu tun: Neben Infekten sind Rückenschmerzen in Deutschland der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen.

Die Ursachen sind vielfältig,

meistens aber sind Rückenschmerzen eher harmlos und verschwinden oft nach wenigen Tagen von selbst und ohne Behandlung. Deshalb suchen viele bei kurzen Rückenschmerz-Episoden keinen Arzt auf. Während manche Betroffene jedoch nur gelegentlich unter Rückenschmerzen leiden, treten sie bei anderen immer wieder oder länger auf. Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Symptome länger als zwölf Wochen anhalten.

Für Rückenschmerzen gibt es viele Ursachen,

und nicht immer lässt sich die eigentliche Ursache der Schmerzen eindeutig feststellen. Die Schmerzen können körperliche, durchaus aber auch psychische Ursachen wie z.B. Stress haben – und nicht selten beeinflussen sich diese Komponenten gegenseitig. In vielen Fällen ist zu wenig Bewegung in Kombination mit einer schwachen Rücken- und Bauchmuskulatur die Ursache der Rückenschmerzen. Auch ständige einseitige Körperhaltungen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, können Rückenschmerzen auslösen und fördern. Eine mögliche Folge sind Muskelverspannungen im Rückenbereich, die früher oder später zu den eigentlichen Rückenschmerzen führen. Verspannte, harte Muskeln können benachbart liegende Nerven reizen und sich schließlich als Schmerz äußern.

Gelegentliche Rückenschmerzen kennt fast jeder. Aber auch chronischer Rückenschmerz ist für viele kein Unbekannter:

In Deutschland sind etwa jede fünfte Frau und jeder siebte Mann betroffen. Die Häufigkeit von Rückenschmerzen nimmt mit steigendem Alter zu. Akute Rückenschmerzen treten weitaus häufiger auf als chronische Rückenschmerzen. Deutlich mehr als die Hälfte aller Rückenschmerzen entstehen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), also im unteren Rücken, seltener sind Rückenschmerzen im mittleren oder oberen Rücken, also im Bereich der Brust- oder der Halswirbelsäule.

Mögliche Ursachen für Rückenschmerzen sind unter anderem:

  • Bewegungsmangel bzw. schwache Rücken- und Bauchmuskulatur
  • Zugluft
  • Übergewicht
  • Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule
  • Arthrose (Gelenkverschleiß)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Schleudertrauma nach Verkehrsunfall
  • Bandscheibenvorfall
  • eingeklemmter Nerv

Fehlhaltungen und Fehlbelastungen der Wirbelsäule können zu Rückenschmerzen führen:

Treten Rückenschmerzen auf, neigen Betroffene dazu, die auftretenden Schmerzen unbewusst zu kompensieren: Sie versuchen die Fehlhaltung dadurch auszugleichen, dass sie andere Muskeln anspannen und diese dann auf Dauer verspannen. Und das wiederum  verursacht weitere Fehlhaltungen, die zu erneuten Rückenschmerzen führen können. Als Empfehlung für die Selbsttherapie raten Ärzte deshalb auch zur Einnahme von frei verkäuflichen Schmerzmitteln wie  Ibuprofen oder Paracetamol – denn wenn der primäre Schmerz uns nicht belastet, umgehen wir die Falle des Fehlhaltungen.

Außerdem wird die Zufuhr von Wärme empfohlen – zum Beispiel mittels Wärmflasche, Körnerkissen oder auch mit einem Thermopflaster aus der Apotheke. Und auch Bewegung hilft, die Verspannung zu lösen – sich mit Rückenschmerzen ins Bett oder auf das Sofa zu legen, unterstützt den Heilungsprozess normalerweise nicht. Und eine lange Bettruhe schwächt die Muskulatur zusätzlich und kann Rückenprobleme dadurch sogar verschlimmern.

Besser ist es, so bald wie möglich wieder den gewohnten Tätigkeiten nachzugehen und so weit es geht aktiv zu bleiben. Eine Ausnahme sind körperlich stark belastende Tätigkeiten, die zum Beispiel mit schwerem Heben verbunden sind.

In vielen Fällen sind Rückenschmerzen harmlos und verschwinden in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst. Dauern die Rückenschmerzen aber länger als zwei Wochen an, sollte ein Arzt einbezogen werden – das gilt vor allem dann, wenn zusätzlich zu den Rückenschmerzen auch eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

  • Schwächegefühl
  • Taubheitsgefühle in den Beinen oder Armen
  • Kribbeln
  • Lähmungserscheinungen in den Beinen oder Armen
  • Schmerzen in den Beinen oder im Genitalbereich
  • Stuhl oder Urin kann nicht gehalten werden
  • Schmerz verstärkt sich bei Bewegungen, beim Niesen oder Husten

Diese Symptome gelten als Warnhinweise, die ein Arzt abklären muss – dasselbe gilt, wenn die Schmerzen besonders intensiv sind oder sich auch nach ein paar Tagen nicht bessern.

 

Die Firewall gegen Heuschnupfen – elektronische Helfer für Allergiker

Der Winter geht und der Frühling steht endlich vor der Tür. Doch während sich Viele freuen,
beginnt für so manchen Allergiker eine höchst strapaziöse Zeit – die Pollen-Hochsaison.
Während Heuschnupfen-Geplagte den Atem anhalten, sobald es wieder grünt und blüht,
fiebern Menschen mit Hausstaub-, Tierhaar- oder Milben-Allergien frischem Wind entgegen, wenn die Fenster endlich wieder häufiger geöffnet werden können. Da ist es wichtig zu wissen, dass Technik in beiden Fällen helfen kann: Viele Unternehmen entwickeln hilfreiche
Gadgets, die Allergikern das Leben einfacher machen – fünf davon stellen wir hier vor.

Davon haben Sie nie die Nase voll

Inhalatoren waren gestern – zahlreiche Anbieter bieten heute tragbare Anti-Allergie-Geräte. Bei diesen werden zweimal täglich für je drei Minuten zwei Dioden in die Nase eingeführt.
So wird die Nase von innen heraus mit einer Rotlicht-Therapie behandelt (und: nein, das Rezept kann NICHT auf der Reeperbahn eingelöst werden). Das soll laut Hersteller dazu führen, dass Allergie-Symptome – wie tränende Augen, ständiges Niesen und eine laufende Nase – eingedämmt werden – beinahe unabhängig vom Auslöser und ohne Medikamente.
Ein Traum, sofern es wirkt. Da diese Form der Behandlung individuell unterschiedlich gut anschlägt, lohnt ein Versuch, denn die Geräte sind mit unter 30 Euro recht günstig.

Die Waschmaschine für frische Luft

Alles Mögliche waschen wir, damit wir unsere Umgebung allergiefrei bekommen. Doch haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihre Luft zu waschen? Die meisten Allergie-Erreger sind schließlich dort zu finden, bevor sie auf unserer Kleidung, im Bett oder im Teppich landen.
Mit ihren ausgeklügelten Filtersystemen befreien Luftreiniger die Luft
schnell und leise von bis zu 99,97% aller Schadstoffe wie Staub, Pollen, Bakterien und vielem mehr – sogar unangenehme Gerüche wie Zigarettenrauch werden eingehegt. Je nach Modell gibt es sogar einen eingebauten Luftbefeuchter, um die Schleimhäute zu schonen und das Raumklima zu verbessern. Und dank des praktischen Designs und des
leichten Gewichts sind sie die ideale Allergie-Lösung für Zuhause, im Büro oder im Urlaub.
Natürlich nur, solange Sie nicht vor die Tür gehen.

Saugen Sie die Allergie einfach weg

Allergiker können ihre Wohnungen gar nicht oft genug von lästigen Allergie-Quellen befreien. Dieses Problem hat auch der Staubsauger-Hersteller Dyson erkannt und bietet ein Staubsauger-Set speziell für Allergie-Geplagte an. Die Mini-Elektrobürste soll laut Hersteller
Tierhaare aus Polstermöbeln und tiefsitzenden Staub aus Teppichböden entfernen. Für rund 50 Euro können sich Allergiker so eine kleine Erleichterung verschaffen.
Also: Auf die Bürsten…Fertig…Los!

Allergiefrei in Schallgeschwindigkeit

Wenn die Luft gereinigt, die Wohnung gesaugt und die Nase therapiert ist, könnten Allergiker beinahe gut schlafen. Wer jedoch im Bett dank Juckreiz und Konsorten kein Auge zu bekommt, für den ist vielleicht ein Ultraschall-Milbencontroller die Lösung. Einfach in die Steckdose eingesteckt oder mit Batterie betrieben, sollen die elektronischen Helfer mit einer
Frequenz zwischen 40 und 42 kHz Milben und Bettwanzen an der Fortpflanzung hindern und so deren Anzahl reduzieren – ganz ohne Chemie! Die Tonfrequenzen sind dabei unhörbar für Menschen und Haustiere. Zudem bieten die Controller oft noch eine
Nachtlicht-Funktion und sind daher auch gut geeignet für den Einsatz im Kinderzimmer.

Apps für Heuschnupfen-Geplagte

Knapp jeder Fünfte in Deutschland leidet mittlerweile an Heuschnupfen. Damit diese Millionen Menschen ebenfalls Frühling und Sommer genießen können, gibt es neben der vorgestellten Hardware viele digitale Helfer, die das Leben erleichtern. So informieren Apps wie Husteblume oder Pollen über alle Allergene und zeigen die jeweilige Tagesbelastung an
– so erwischt Sie keine Polle mehr unvorbereitet. Und wer noch stärker betroffen ist und unter Asthma leidet, der findet in der App AsthmaCheck den idealen Begleiter durch die Allergie-Saison.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Tipps heute ein wenig Erleichterung in Ihren Alltag bringen konnten und wünschen all unseren Lesern eine gute und allergiefreie Frühlingszeit!

 

So machen Sie sich… Frühlingsfrisch!

 width =Das Schlimmste ist vorbei: Der März ist rum, und der Winter macht sich nur noch selten und eher halbherzig bemerkbar. Der Frühling kommt und bringt uns mit wärmeren Temperaturen, hellen Tagen und mehr Sonnenstunden Lebensfreude und gute Laune ins Haus. Um fit und frisch in die schönste Zeit des Jahres zu starten, haben wir ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt:

Bewegung

Die Natur um uns herum grünt und blüht, doch wir fühlen uns trotzdem müde? Mediziner sagen: Normal. Denn nach den Wintermonaten ist die Konzentration des Schlafhormons Melatonin in unserem Blut noch hoch, gleichzeitig fehlt das oft als Gute-Laune-Hormon bezeichnete Serotonin. Das einfachste Rezept: Bewegung an der frischen Luft. Schon 30 Minuten zügiges Spazierengehen am Tag behebt das Ungleichgewicht der Hormone, ebenso wie Radfahren, Joggen oder eine Runde Federball im Garten oder im Park.

 

Sonnenschutz

Draußen sein ist toll nach einem langen Winter – gerade in den Frühlingsmonaten ist die schützende Ozonschicht aber noch recht dünn, weshalb die UV-Strahlung bereits eine hohe Stärke hat. Passender UV-Schutz sollte deshalb bereits bei den ersten Sonnenstrahlen wieder zum Pflichtprogramm gehören. Um die Augen vor der ungewohnten Helligkeit zu schützen, sollten besonders empfindliche Augen rechtzeitig mit einer zertifizierten Sonnenbrille geschützt werden – ein wenig Sonne allerdings kann hilfreich sein, denn der Körper muss Licht auch über die Netzhaut der Augen aufnehmen, um Serotonin herstellen zu können.

Kräuter-Tee

Auch wenn es jetzt draußen schon warm ist: Erkältungs-Viren sind unverändert aktiv. Gestärkt wird das Immunsystem mit ausgewogener, vitaminreicher Ernährung. Außerdem schützt Cystus-Tee aus der Apotheke vor Infekten. Studien beweisen: Bereits eine Tasse täglich steigert die Anzahl der Abwehrzellen und kann dabei helfen, den Frühling erkältungsfrei zu genießen.

Ernährung

Die Zeit der Gewächshausnahrung ist passé – jetzt gibt es wieder frische Erdbeeren, Kräuter aus Topf und Beet und natürlich Spargel. Besonders die weißen Sprossen haben es in sich, wenn es um einen gesunden Stoffwechsel geht: Sie enthalten besonders viele wertvolle Mineralien, Ballaststoffe und Vitamine. Der hohe Gehalt an Kalium und Asparagin-Säure regt die Entwässerung an und fördert die Ausscheidung von Stoffwechsel-Giften aus dem Körper.

Peeling

Kälte draußen, Heizungsluft drinnen – unsere Haut hat über die Winterzeit gelitten. Deshalb ist unser Schutz-Organ jetzt anfällig für Entzündungen. Da hilft ein pflegendes Körper- und Gesichts-Peeling: Dazu etwas Natur-Joghurt mit 1 EL Honig und 2 EL Mandelkleie (Drogerie oder Apotheke) verrühren und kurz einmassieren. Dann abwaschen und die Haut gründlich eincremen.

Vitamin D

Der einzige Vitalstoff, den wir kaum ausreichend über die Nahrung aufnehmen können, ist Vitamin D. Unser Körper stellt es selbst her, vorausgesetzt, wir bekommen genug UV-Licht. Zumindest Gesicht und Oberarme sollten täglich mindestens zehn Minuten Frühlingssonne gegönnt werden – das hellt gleichzeitig die Stimmung auf.

Neben viel Bewegung und gesunder Ernährung ist der Frühling auch die klassische Zeit für das große Reinemachen. Er eignet sich ganz vorzüglich, um ein bisschen auszumisten und das eine oder andere Päckchen Ballast abzuwerfen. Das mag bei dem einen mit einem klassischen Frühjahrsputz getan sein, bei vielen darf es aber ruhig etwas weiter gehen: Ruhig mal durch durch den Kleiderschrank schauen oder all den lang gelagerten Kram aus dem Keller holen – und ab damit zum Flohmarkt, zur Caritas oder im Zweifelsfall auch zur Kippe.
Und auch für das seelische Gleichgewicht kann man jetzt etwas tun: Was immer uns quer liegt, der Wechsel der Jahreszeiten ist ein guter Anlass, um alle Steine aus unserem Bauch räumen. Ein klärendes Gespräch, eine grundsätzliche Veränderung im Leben, die Erfüllung eines langgehegten Traumes – jetzt ist die richtige Zeit dafür.

Alle Jahre wieder: Zeckenalarm!

 width =Falls Ihnen gerade etwas bekannt vorkommt, dann haben Sie recht: So oder ähnlich haben wir das Thema an dieser Stelle schon behandelt – allerdings aus gutem Grund: Denn jedes Jahr in Frühjahr und Sommer ist das Thema Zecken wieder brandaktuell. Das Problem mit den kleinen Nervensägen ist nicht der eigentliche Biss, denn der ist auch nicht schlimmer als zum Beispiel ein Mückenstich. Und klar, manche ekeln sich ein wenig vor den unansehnlichen Mini-Vampiren, auch das ist aber nicht der eigentliche Punkt, der Zeckenbisse zum Problem macht. Denn gefährlich sind sie, weil Sie Krankheiten übertragen können.

Zunächst ein paar Fakten:

Zecken lassen sich, entgegen landläufiger Meinung, üblicherweise nicht von Bäumen oder Sträuchern auf Ihre Opfer fallen, um diese dann als Zapfstelle zu missbrauchen. Vielmehr fangen sich Menschen oder Tiere Zecken im Gras ein oder streifen sie von Sträuchern ab.

Die Zecke ist ein weit verbreiteter Plagegeist aus der Familie der Spinnentiere, unschwer zu erkennen an ihren acht Beinen. Sie ernährt sich von Blut, das sie ihren Spendern per Stich durch die Haut absaugt. Dabei ist der Blutverlust für den Wirt kein echtes Problem – auch eine wirklich hungrige Zecke benötigt kaum mehr als einen halben Milliliter Blut. Das Problem mit den kleinen Vampiren ist denn auch ein anderes: Die Zecke ist ein berüchtigter Überträger von bestimmten Krankheitserregern und hat so eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt.

Vor allem, wenn auch nicht ausschließlich zwei Krankheiten werden in unseren Breiten von Zecken übertragen, und mit beiden ist nicht zu spaßen. Zum einen ist es die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, die zu allem Übel keinesfalls nur im Frühsommer übertragen werden kann, sondern fast das ganze Jahr über. Die Folgen können gravierend sein – auch wenn nicht jeder Infizierte erkrankt, können dauerhafte neuronale Funktionsstörungen aus einer FSME resultieren, und bei ungünstigem Verlauf kann man sogar daran sterben. Wer also in den Risikogebieten (vor allem in Süddeutschland) in Feld und Wald unterwegs ist, sollte sich schützen. Kleidung, Sprays und diverse Hausmittel helfen dabei nicht – gegen die FSME bildet nur eine rechtzeitige Impfung einen wirksamen Schutz.

Die zweite häufig übertragene Krankheit ist die Borreliose. Borrelien sind die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger in Deutschland,  schätzungsweise mehrere zehntausend Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr daran. 

Borreliose-Symptome können vielseitig sein, und das macht es nicht leichter, eine Infektion zu diagnostizieren. Ein typisches Borreliose-Symptom ist die Wanderröte, also eine ringförmige Hautrötung rings um die Einstichstelle, die einige Tage oder Wochen nach einem Zeckenstich auftreten kann.
Aber nicht bei allen Borreliose-Patienten lässt sie sich beobachten, ihr Ausbleiben bedeutet also keine zwingende Entwarnung. Weitere Symptome sind außerdem Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. Bei all diesen Symptomen sollten unbedingt Arzt oder Apotheker gefragt werden – denn mit rechtzeitiger Diagnose ist dem Spuk durch ein Antibiotikum schnell ein Ende gesetzt, während bei einem zu spätem Erkennen langwierige, zum Teil chronische Folgen auftreten können.

Generell gilt außerdem:

Je früher eine Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Auf zum Teil skurrile Geheimtipps vom Abbrennen der Zecke bis zum Beträufeln mit Öl sollte dringend verzichtet werden, weil sie im Zweifelsfall eher schaden als nutzen. Am besten eignet sich eine Zeckenzange aus der Apotheke, die in jede gut ausgestattete Reiseapotheke gehört und zu deren fachgerechter Anwendung ihr Apothekenteam gern Auskunft gibt. 

Die gute Nachricht:

Keine Panik, lassen Sie sich Zeit – denn die Übertragung der Erreger erreicht erst nach mehreren Stunden ein kritisches Niveau. Und im Zweifelsfall gehen Sie lieber zum Arzt, um die Zecke entfernen zu lassen, als eine hektische Not-OP im Wald vorzunehmen.

Draußen warm und trotzdem schlapp? Tipps zur Früh­jahrs­mü­dig­keit

 width=Die Sonne scheint, die Tage werden länger, die Natur gibt Gas – es ist Frühling! Eigentlich ein Grund zur Freude, aber nicht wenige von uns fühlen sich mit dem Beginn des Frühlings schlapp und müde, manchmal kommen weitere Symptome wie Schwindel und Kopfschmerzen dazu. Während die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und die Blumen zu blühen beginnen, haben wir mit der so genannten mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen. Auch wenn es sich dabei im engeren Sinn nicht um eine Krankheit handelt, können die Symptome manchmal sehr stark und auch sehr lästig sein: Neben einer ausgeprägten Schläfrigkeit am Tag und Schlafstörungen in der Nacht gehören dazu auch Kreislaufprobleme, Gereiztheit oder depressive Verstimmungen.

Lange Zeit glaubte man,

dass wir unter Frühjahrsmüdigkeit leiden, weil wir im Winter nicht genug Obst und Gemüse essen, mittlerweile vermutet man jedoch, dass das Ungleichgewicht zweier Hormone uns müde macht:

Bei den beiden Botenstoffen handelt es sich um das „Schlafhormon“ Melatonin und das „Glückshormon“ Serotonin.

Serotonin ist für die Aktivierung des Körpers und für gute Stimmung zuständig. Dieser Neurotransmitter wird vor allem unter Lichteinfluss produziert. Melatonin hingegen sorgt dafür, dass wir in der Nacht erholsam schlafen können. Im Frühjahr gerät das Verhältnis dieser beiden Komponenten leicht  ins Wanken, mit mehr Licht und Sonne wird vermehrt Serotonin gebildet, der Körper aber braucht etwa zwei bis vier Wochen, um sich daran zu gewöhnen und ein neues Gleichgewicht herzustellen. Und bis das geschehen ist, sind manche Menschen eben besonders müde, haben Kreislaufprobleme oder leiden unter Kopfschmerzen. Sobald die innere Uhr wieder justiert ist, sollte die Frühjahrsmüdigkeit nachlassen.

Das hilft gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Wir brauchen aber nicht einfach darauf zu warten, bis der neurobiogische Haushalt wieder in Balance ist. Ganz im Gegenteil: Je aktiver wir sind, desto schneller können wir die Frühjahrsmüdigkeit hinter uns lassen. Das heißt vor allem: Bewegen, Sonne tanken, draußen aktiv sein. Wann immer sich also die Möglichkeit bietet, mit dem Rad zur Arbeit fahren, in der Mittagspause draußen einen Spaziergang machen, Balkon und Garten auf Vordermann bringen – so gewöhnen wir uns schnell an den aktiveren Modus der warmen Jahreszeit.
Ratsam ist, Gesicht, Dekolletee und auch die Arme direkter Sonnenbestrahlung auszusetzen. Zwanzig Minuten am Tag sind dabei ein guter Zielwert. Sonnenschutz für die Haut ist natürlich ratsam, aber eine Sonnenbrille muss nicht immer sein: Der Körper muss Licht nämlich auch über die Netzhaut der Augen aufnehmen, um Serotonin herstellen zu können.

Weitere Tipps:

Wechselduschen und Saunabesuche trainieren die Blutgefäße
Frisches Obst und Gemüse unterstützen die Stoffwechselprozesse 
Ausreichend trinken, um Müdigkeit und Konzentrationsstörungen zu verhindern.
Nützlich ist auch die richtige Einstellung zur Frühjahrsmüdigkeit, denn auch der Kopf spielt eine wichtige Rolle. Nicht jeder fühlt sich dem Frühjahr mit all seinen neuen Herausforderungen und Aktivitäten gewachsen, nachdem man sich es in den Wintermonaten zu Hause bei reichhaltiger Kost gemütlich gemacht hat.
Auch wenn wir wirklich müde sind, ist ein Mittagsschlaf keine gute Idee. Denn dadurch produziert der Körper wieder Melatonin und verbraucht gleichzeitig Serotonin – und das macht die Müdigkeit dann nur noch größer.

Und nicht zuletzt:

Bei langanhaltender Müdigkeit sollte man zum Arzt gehen. Wenn die (in manchem Fall vermeintliche) Frühjahrsmüdigkeit länger als zwei bis vier Wochen andauert oder nicht nur im Frühjahr auftritt, sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Denn unter Umständen hat die Müdigkeit andere Ursachen: Erkrankungen wie Depressionen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen können sich ähnlich bemerkbar machen.

Thermometer rauf, Kilos runter: 5 häufige Diät-Fehler

 width=Mit dem Frühjahr wird es nicht nur endlich wärmer, auch all die kleinen Sünden kommen ans Licht, die wir im Winter locker unter dicker Kleidung verstecken konnten: Ein Pölsterchen hier, ein bisschen zu viel dort werden uns mit dem kommenden Sommer ein wenig unangenehm. Also wird es Zeit für die Frühlingsdiät, und mit frischem Elan achten wir auf unsere Ernährung, finden uns häufiger am Gemüsestand als beim Fleischer und vermeiden Zucker und Fett, wo immer es geht. Und tatsächlich – nach ein paar Tagen oder Wochen stellen sich erste Erfolge ein, nur leider sind sie allzu oft nur von recht kurzer Dauer. Das ist zwar erst mal enttäuschend, aber nicht unvermeidlich – denn jedes Jahr werden die gleichen Fehler gemacht. Die fünf häufigsten haben wir einmal unter die Lupe genommen: 

Je schneller, desto besser

Das ist eine falsche Annahme, denn wer mit einer Crash-Diät schnell abnimmt, nimmt auch schnell wieder zu. Viele kennen und fürchten diesen Jojo-Effekt. Der Stoffwechsel schaltet bei stressigen Hungerkuren auf Sparflamme. Das gefährdet zum einen auf längere Zeit die Gesundheit und zum anderen werden Fettdepots angelegt, sobald wieder normal gegessen wird. Nehmen Sie besser langsam Schritt um Schritt ab und schränken Sie Ihre Nahrungszufuhr nicht zu stark ein. Denken Sie auch daran, dass Abnehmen bereits im Kopf beginnt. Weiterer Nachteil einer Crash-Diät: Der Körper verliert nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse.

Kalorien-Zählen bringt Erfolg

So einfach ist es nicht: Kohlenhydrate mit vielen ihren Kalorien werden mittlerweile von Ernährungsexperten nicht mehr unbedingt zu den schlimmsten Dickmachern gezählt. Anstatt bei jedem Essen streng die Kalorien zusammen zu zählen, sind Kartoffeln, Reis und Nudeln durchaus erlaubt, am besten in Form von Vollkornprodukten wie Brot, Naturreis oder dunklen Nudeln. Sie enthalten viele Ballaststoffe, die für ein langes Sättigungsgefühl sorgen. Wichtig ist, fettige Soßen, Mayonnaise, fette Wurst und Käse wegzulassen oder nur sparsam zu verwenden – denn in der Kombination sind Fett und Kohlenhydrate tatsächlich gefährlich.

Wenig Fett und Zucker sind entscheidend

Natürlich wird ein maßvoller Umgang mit Fett und Zucker im Essen empfohlen, doch ebenso ist  regelmäßige Bewegung entscheidend. Ohne sportliche Aktivitäten verbrennt der Körper zu wenig Kalorien, und in Form kommt er dabei auch nicht. Jeder Schritt zu Fuß ist ein Fortschritt, auch Treppensteigen verbrennt Kalorien. Ideal sind außerdem zwei bis drei Bewegungstage in der Woche, immer mit einem Tag Pause dazwischen. Am besten eine Runde Schwimmen, flotte Spaziergänge, Radfahren, langsames Joggen mit Gehstrecken und Dehnungsübungen dazwischen.

Entwässerungstabletten machen schlank

Eindeutig nein, denn mit Entwässerungstabletten werden nur Wasser und damit auch noch Mineralsalze ausgeschwemmt – die Fettpolster bleiben aber bestehen. Besser ist eine ausgewogene, fett- und zuckerarme Ernährung mit ausreichend Mineralstoffen und Vitaminen. Als kleiner Tipp gilt: Vor dem Essen ein großes Glas Mineralwasser trinken, damit füllt sich schon etwas der Magen und zugleich wird der Stoffwechsel angeregt.

Normalgewicht gleich Körpergröße in Zentimetern minus 100

Bestenfalls eine ganz grobe Faustregel, denn die Berechnung berücksichtigt nicht die Individualität des Menschen und kann deshalb nicht allgemein gültig sein. Besser: Mit Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte am Bauch greifen und leicht zusammendrücken. Wenn die Falte dicker als drei Zentimeter ist, sollte man über mehr Bewegung und eine Ernährungsumstellung nachdenken. Ein weiteres Hilfsmittel kann der Body-Mass-Index (BMI) sein, der sich aus dem Körpergewicht in Kilo geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern errechnet. Als zusätzliche Komponenten sollte beim BMI das Alter betrachtet werden. Der BMI-Wert ist jedoch nur ein Anhaltspunkt, und Ansprechpartner für sinnvolle Diäten sollten immer Arzt oder Apotheker sein.

Lästig, schmerzhaft – und oft einfach zu lindern: Sodbrennen

 width=Sodbrennen ist eigentlich keine Krankheit, sondern ein Symptom – allerdings kein seltenes. Es zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden und entsteht immer dann, wenn Magensäure durch den Magenmund zurück in die Speiseröhre steigt. Dieser Rückfluss, auch Reflux genannt, greift dort die empfindliche Schleimhaut an und verursacht Schmerzen.

Wie kommt es zum Sodbrennen?

Zwischen Speiseröhre und Magen sorgt ein Schließmuskel dafür, dass das Essen zwar von oben nach unten durchrutscht, aber nicht wieder zurückfließen kann. Wenn dieses Ventil nicht richtig schließt, kann der saure Mageninhalt in die empfindliche Speiseröhre gelangen und die schmerzhaften Symptome verursachen. Dieser Muskel kann, wie andere Muskeln auch, im Laufe des Lebens verschleißen, seine Funktion nicht mehr so recht erfüllen und so zum Reflex führen.

Aber nicht nur Verschleiß, zum Beispiel auch Übergewicht und Schwangerschaft begünstigen den Rückfluss – dann nämlich, wenn die Enge im Bauchraum den Mageninhalt wieder nach oben zurückdrückt. In der Schwangerschaft kommen außerdem hormonelle Veränderungen hinzu, die den Schließmuskel der Speiseröhre erschlaffen lassen können und so den Rückfluss der Magensäure begünstigen. 

Und wie so oft spielt auch hier die Ernährung eine wichtige Rolle:

Eilige Mahlzeiten zwischen Tür und Angel, zu viel Alkohol und Nikotin und auch fette, stark gewürzte oder gebratene Speisen sind Auslöser von Sodbrennen. Sehr süße wie auch saure Lebensmittel können die Produktion der Magensäure ankurbeln und sind deshalb für empfindliche Menschen nicht ratsam. Der übermäßige (und im Einzelfall gar nicht unbedingt sehr hohe) Genuss von Fruchtsäften, Softdrinks, Kaffee oder Schwarztee kann ebenfalls Ursache für einen Reflux sein.

Und nicht zuletzt,

 kann auch Stress Sodbrennen auslösen, weil sich der Magen verkrampfen und dadurch die Produktion von Magensäure ansteigen kann. Außerdem erschlafft in Stresssituationen gern mal der Schließmuskel, sodass das Aufsteigen von Säure in die Speiseröhre erleichtert wird. 
Darüber hinaus gibt es organische Ursachen von Muskelschwäche über Reizmagen bis zu anatomischen Störungen. Häufigster organischer Auslöser ist der Zwerchfellbruch: Der Übergang von der Speiseröhre zum Magen verläuft durchs Zwerchfell. Wenn die Durchtrittsstelle erweitert ist, spricht man von einem Bruch. Ein Zwerchfellbruch entsteht zum Beispiel durch Übergewicht und kann dazu führen, dass die Cardia sich öffnet und Mageninhalt nach oben fließt.

Die gute Nachricht ist:

Oft lassen sich die Beschwerden schon durch ein paar Änderungen des eigenen Verhaltens oder durch einfache Hausmittel lindern. Da sind zum Beispiel:

Kaugummi: Durch intensives Kauen von Kaugummi wird die Speichelbildung angeregt und die Speiseröhre so von aggressiver Säure befreit. 

Trinken: Ein Glas lauwarmes Wasser ohne Kohlensäure oder Kräutertee (Fenchel,- Kümmel- oder Kamillentee) nach dem Essen spült die Magensäure herunter. Außerdem wird der Magensaft verdünnt.

Kartoffeln und Kartoffelsaft: In akuten Fällen hilft ein Stück gekochte Kartoffel oder Presssaft aus Kartoffeln. Der Saft bindet überschüssige Magensäure und lindert das Sodbrennen

Haferflocken: Einige Esslöffel des Getreides nehmen die überschüssige Säure auf.

Bananen sind reich an Schleimstoffen und können eine zarte Schutzschicht gegen die Säure bilden. Bei Bedarf eine Banane in kleinen Bissen essen und gut kauen. 

Heilerde: Dabei handelt es sich um ein mineralhaltiges Pulver, das ebenfalls überschüssige Magensäure bindet. Rühren Sie einfach ein bis zwei Teelöffel Heilerde in ein Glas Wasser ohne Kohlensäure ein und trinken Sie es. Heilerde erhalten Sie in der Apotheke oder Drogerie.

Backpulver: Eine ähnliche Wirkung wie Heilerde hat Backpulver bzw. Natron. Natriumhydrogencarbonat neutralisiert den Magensaft. Einfach einen Teelöffel Backpulver in einem Glas mit stillem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken. Dieses Hausmittel sollte allerdings nicht zu oft verwendet werden. Und am besten fragt man ohnehin beim Arzt oder Apotheker nach – denn Sodbrennen kann unter Umständen auch Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung sein, die medizinisch therapiert werden muss. Wenn also ein Reflux permanent, regelmäßig oder intensiv auftaucht, dann sollte die Selbsttherapie enden und ein Besuch beim Arzt oder Apotheker erfolgen.

Luft im Bauch: Das hilft gegen Blähungen

 width=Kinder finden es lustig, Erwachsene eher peinlich: Blähungen hat jeder mal. Was dahinter stecken kann, welche Medikamente, Hausmittel und Tipps helfen können und wann man den Arzt fragen sollte – dazu hier ein kurzer Überblick.

Wie enstehen Flatulenzen?

Es ist uns allen schon mal passiert, und während die wissenschaftlich als Flatulenz bezeichneten Winde aus dem Darm in Schule und Kindergarten seit Menschengedenken für Erheiterung sorgen, sind wir als Erwachsene meist eher peinlich berührt, wenn sich unser Bauch womöglich hörbar Luft macht. 
Blähungen, das sei vorweg gesagt, hat fast jeder Mensch von Zeit zu Zeit. Dabei befindet sich zu viel Luft im Darm, die drückt und zwickt. Luft gelangt zum Beispiel in den Magen-Darm-Trakt, wenn wir essen oder trinken und dabei Luft schlucken. Ebenso entstehen während der Verdauung Gase. Meist haben Blähungen keinen Krankheitswert und verschwinden von allein. Sie entstehen oft durch falsche Ernährung, schnelles Essen oder auch Stress. 

Wenn weitere Beschwerden auftreten, können diese jedoch auf eine Erkrankung hinweisen:

Manche Menschen leiden vermehrt oder über längere Zeit Blähungen, ihr Bauch ist aufgetrieben, verkrampft sich, sie fühlen sich voll. Gründe dafür gibt es viele. So wirken bestimmte Lebensmittel häufig blähend. Zuckerarten wie Lactose und Fructose lassen den Darm rumoren, wenn sie nur unzureichend verdaut werden. Auch ein Mangel an Verdauungsenzymen oder ein Reizdarmsyndrom können schuld sein. Deshalb ist es wichtig, bei länger andauernden  Beschwerden zum Arzt zu gehen.
Wie Menschen Blähungen wahrnehmen, ist unterschiedlich. Mancher empfindet schon geringe Gasmengen im Bauch als störend, andere sind in dieser Hinsicht weniger empfindlich. Blähungen, die sporadisch und ohne weitere begleitende Beschwerden auftreten, haben meist keinen Krankheitswert, können im Einzelfall jedoch Symptome einer Erkrankung sein.

Erste Regel: Richtig Essen

Ein Übermaß an Luft im Bauch lässt sich oft schon verhindern, wenn man in Ruhe isst: Gründlich kauen, kleine Bissen, sich Zeit nehmen, in kleinen Schlucken trinken und nicht zu viel reden – mit diesen paar Regeln ist den meisten oft schon geholfen. Außerdem sollte man überschaubare Portionen zu sich nehmen, abends auf Rohkost wie Salat verzichten und generell stark blähende Lebensmittel meiden – dazu gehören zum Beispiel Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Kohl. Manche Menschen reagieren darüber hinaus auch auf kohlensäurehaltige Getränke, auf zu viel Zucker oder auf sehr ballaststoffreiches Essen empfindlich.

Erste Hilfe: Hausmittel

Gewürze machen Speisen bekömmlicher, weil sie die Verdauung anregen, Gasen entgegenwirken und Krämpfe lindern können: Fenchel, Anis, Kümmel, Koriander, Pfefferminze, Salbei, Zimt, Rosmarin, Ingwer, Wacholder, Liebstöckel gehören dazu.
Wichtig: Enthalten diese ätherische Öle, dann am besten leicht rösten oder in einem Mörser anstoßen, um die Öle freizusetzen. Alternativ die Heilpflanzen in Form eines hochwertigen Arzneitees aus der Apotheke trinken.
Bitterstoffe fördern ebenfalls die Magen-Darm-Tätigkeit. Wer sich mit dem Geschmack anfreunden kann, verwendet entweder bitter schmeckende Lebensmittel wie Chicoreé oder nimmt ein paar Tropfen eines Bittermittels aus der Apotheke kurz vor dem Essen ein.

Welche Medikamente lindern die Beschwerden?

Pflanzliche Mittel enthalten oft Inhaltsstoffe der oben genannten Gewürze, aber in konzentrierter Form. Extrakte aus pflanzlichen Arzneien in Kapsel- oder Zäpfchenform wirken daher intensiver als die naturbelassenen Wirkstoffe. Je nachdem, welche Beschwerden im Vordergrund stehen, kommen unterschiedliche Heilkräuter zum Einsatz. Pfefferminze ist beispielsweise für ihre krampflösende Wirkung bekannt, Fenchel und Kümmel für die entblähende.
Die chemischen Wirkstoffe Simeticon und Dimeticon lösen Gasbläschen und Schäume, die in Magen und Darm rumoren, auf physikalischem Weg auf. Sie werden nicht vom Körper aufgenommen und rufen daher normalerweise kaum Nebenwirkungen hervor. Wie schnell die Mittel helfen, hängt unter anderem davon ab, wo sich die Gase und Schäume im Verdauungstrakt gebildet haben. Wer wegen der Luft im Bauch zu starken Bauchkrämpfen neigt, kann auch spezielle Arzneistoffe anwenden – jedoch nur bei Bedarf und für kurze Zeit. Wichtig: Zu Einnahme, Wirkung und Nebenwirkungen in der Apotheke beraten lassen!

Alle (Früh-)Jahre wieder: Heuschnupfenzeit!

 width=Irgendwie klingt das Wort ja ganz niedlich: Heuschnupfen – da denkt man an Sommer und Landidyll, an Ferien auf dem Bauernhof, wo einen das Heu in der Nase kitzelt. Aber Heuschnupfen ist keine zu harmlose oder schlimmstenfalls lästige Krankheit, und wen es einmal erwischt hat, der findet es meist überhaupt nicht lustig. 

Was genau ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine Allergie auf eigentlich harmlose Pflanzenpollen, die sich hauptsächlich im Frühjahr bemerkbar macht, weil zu dieser Zeit die meisten Pollen unterwegs sind. Auslöser der Allergie sind jedoch nicht die Pollen selbst, sondern die Eiweißstoffe im Innern der Pollen, die vom menschlichen Immunsystem als feindliche Eindringlinge erkannt und deshalb nicht toleriert, sondern attackiert werden. Es kommt zu einer Abwehrreaktion des Immunsystems, wodurch Histamin in die Blutbahn freigesetzt wird, das dann letztendlich all die lästigen Symptome von Niesen bis Augenjucken auslöst. 

Wie macht sich Heuschnupfen bemerkbar?

Bemerkbar macht sich Heuschnupfen besonders durch verstopfte und laufende Nasen, durch  tränende und gerötete Augen, mitunter sogar durch Anfälle von Atemnot. Bei vielen kommt zusätzlich noch Müdigkeit hinzu, oder es können Kopfschmerzen auftreten. Im Laufe der Zeit können sich die Symptome verstärken und sogar zu chronischem Asthma führen. Deshalb sollte eine möglichst frühe Behandlung unbedingt in Erwägung gezogen werden – oft kann man sich so ganz schön was ersparen, der gang zum Arzt oder in die Apotheke sollte für jeden Heuschnupfen-Geplagten selbstverständlich sein. 

Darüber hinaus kann auch das Befolgen von ein paar einfachen Regeln schon helfen, das Schlimmste zu verhindern und die Pollenzeit zumindest einigermaßen glimpflich zu überstehen:
In der Innenstadt lüftet man am besten zwischen 6 und 8 Uhr.
Dann herrscht die geringste Pollenkonzentration in der Luft. Auf dem Land ist die beste Zeit zwischen 20 und 24 Uhr. Bei starkem Wind fliegen Pollen rund um die Uhr. Dann auf das Lüften verzichten.

 

 

Halten Sie ihr Schlafzimmer möglichst frei von Pollen,
die Kleidung ist oft voll davon. Ziehen Sie sich deshalb nicht im Schlafzimmer aus. Funktionieren Sie z.B. ihr Badezimmer zum Ankleideraum um. Und bitten Sie Ihren Partner, es Ihnen gleich zu tun.

 

 

Nutzen Sie den Regen:

Der Regen spült die Pollen aus der Luft, vorausgesetzt es regnet länger als 15 Minuten. Nutzen Sie die Zeit danach für einen ausgiebigen Spaziergang.

 

 

Nicht draußen trainieren:
Auch wenn es lockt – Sport im Freien ist für Allergiker schädlich. Schwere körperliche Anstrengungen im Freien sind in der Zeit des Heuschnupfens tabu. Sie atmen sonst zu viele Allergene ein und riskieren Atemnot und heftige allergische Reaktionen. Gehen Sie lieber in ein Fitness-Studio oder ins Hallenbad.

 

 

Reisen Sie den Pollen davon:
Wer kann, der sollte in der Hochsaison des Pollenflugs auf Reisen gehen. Im Gebirge oberhalb von 2000m ist die Luft praktisch pollenfrei. Auch die Luft am Meer oder in der Wüste ist pollenarm. Und im Süden ist der Pollenflug oft schon vorbei, wenn es in nördlicheren Gegenden erst richtig losgeht.

 

 

Rechtzeitig Medikamente einnehmen:
Antihistamina lindern die Symptome der Allergie wie Augenbrennen, Nasenfluss und Atembeschwerden. Am besten nehmen Sie die Medikamente schon vorbeugend, kurz bevor die Pollen zu fliegen beginnen, auf die Sie allergisch reagieren.

Wer A sagt, muss auch stop sagen: Zuviel Vitamin A kann schaden

 width=Vitamine, das hat sich ja inzwischen herumgesprochen, sind aus Sicht des Körpers eine feine, ja sogar eine lebenswichtige Sache. Und generell gilt dabei: Viel hilft auch viel. Vitamin C zum Beispiel wird vom Körper nur in benötigter Menge aufgenommen, alles andere wird einfach wieder ausgeschieden. Zu wenig davon ist also ein Problem – zu viel eher nicht.

Aber das ist nicht immer so: Vitamin A zum Beispiel kann bei Überdosierung schädlich sein. Zum Oberbegriff Vitamin A zählt eine Vielzahl von Stoffen, die im Körper ähnlich wirken. Am bekanntesten ist Retinol, außerdem gibt es Vorstufen von Vitamin A, sogenannte Provitamine, die der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Zu ihnen gehört beispielsweise Beta-Carotin (Provitamin A).

Vitamin A ist wichtig für die Wachstumsprozesse vieler Zellen

Vitamin A trägt ebenfalls dazu bei, Haut und Schleimhäute gesund zu halten. Wichtig ist Vitamin A auch für die Augen. Effektive  Vitamin-A-Lieferanten sind tierische Lebensmittel: Eine kleine Portion Leber zum Beispiel enthält bereits ein vielfaches der Tagesration. Butter und Käse sind ebenfalls reich an Vitamin A. In pflanzlicher Nahrung kommt Vitamin A häufig in Form von Beta-Carotin (Provitamin A) vor. Karotten enthalten besonders große Mengen an Beta-Carotin, aber auch mit anderem Obst oder Gemüse wie Spinat, roter Paprika, Tomaten, Brokkoli oder Aprikosen lässt sich der tägliche Bedarf gut decken. Der Organismus kann Beta-Carotin leichter aufnehmen, wenn gleichzeitig eine kleine Menge Fett dazu verzehrt wird, zum Beispiel in Form von Olivenöl.

Soweit, so gut. Aber wann wird es denn problematisch?

Schauen wir uns die Stoffgruppe der Vitamine dazu mal etwas genauer an: Vitamine sind fast immer Stoffe, die der Körper dringend benötigt, aber bis auf wenige Ausnahmen nicht selbst herstellen kann, daher ist er auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Dabei unterscheidet man Vitamine erst einmal in zwei große Gruppen: In solche, die in Fett und solche, die in Wasser gelöst werden können. Während der Mensch wasserlösliche Vitamine in der Regel über die Nieren recht gut wieder ausscheidet (eben wie oben beschrieben Vitamin C), speichert der Körper Vitamine, die nur in Fett gelöst werden: Sie neigen deshalb eher dazu, sich anzureichern, wenn zu viel davon aufgenommen wird. Das betrifft die fettlöslichen Vitamine D, E und K – und eben Vitamin A. Diese Stoffe werden aus dem Darm vor allem dann gut aufgenommen, wenn zugleich Fett zugeführt wird.

Was passiert bei einem Mangel an Vitamin A?

Eine länger andauernde Unterversorgung mit Vitamin A kann ein trockenes Hautbild sowie Sehstörungen zur Folge haben. Da das Hell-Dunkel-Sehen gestört ist, kann ein Vitamin-A-Mangel zu Nachtblindheit führen. Außerdem steigt unter Umständen die Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege.

Was passiert bei einer Überdosierung von Vitamin A?

Erwachsene sollten täglich nicht mehr als drei Milligramm Retinoläquivalente aufnehmen – also zum Beispiel Vitamin A. Eine Überversorgung mit Vitamin A kann sich in Kopfschmerzen und Übelkeit äußern. Auf Dauer können zu große Mengen unter anderem die Leber schädigen. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass eine erhöhte Vitamin-A-Zufuhr die Knochen anfälliger macht für Brüche, was aber nicht zweifelsfrei bewiesen ist. Weil der Verdacht besteht, dass zu viel Vitamin A das Ungeborene schädigen kann, sollten Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch etwa auf Leber verzichten und sich zur Vitamin A-Zufuhr von Ihrem Frauenarzt beraten lassen. Auch Kleinkinder sollten Leber nur in geringen Mengen erhalten.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gilt für den Tagesbedarf an  Vitamin A:
Männer ab 19 Jahren eine empfohlene Tagesdosis von 1 mg, für Frauen 0,8 mg Schwangere ab dem vierten Monat haben einen erhöhten Bedarf, sie sollen täglich 1,1 mg zu sich nehmen, stillende Mütter 1,5 mg. Für Kinder werden je nach Alter zwischen 0,5 mg und 0,9 mg empfohlen.

Lassen Sie sich besser vom Arzt oder Apotheker beraten, bevor Sie zu Vitaminpräparaten greifen. Nicht immer ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll. Eine Überdosierung oder falsche Kombination von Präparaten könnte womöglich mehr schaden als nutzen. Für Schwangere gelten die Empfehlungen des Frauenarztes.