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Allein sein kann fein sein: Tipps gegen den Stuben-Koller

 width=Im Fernsehen, in den Zeitungen, in der Schlange vor der Bäckerei – immer noch ist Corona so ziemlich das einzige Thema, das uns und unseren Alltag beherrscht. Hoffen wir, dass sich die Lage schnell beruhigt und dass wir uns bald wieder mit vergleichsweise harmlosen Themen wie Heuschnupfen, Sonnenschutz und vielleicht sogar Reisetipps beschäftigen können. Jetzt aber scheint das alles irgendwie fehl am Platz, wir bleiben zu Hause und … langweilen uns?

Wochenlang – und im schlimmsten Fall alleine – zuhause zu bleiben,

ist für viele ein beängstigender Gedanke. Die Tatsache, dass wir auf unsere Hobbys verzichten müssen und Menschen meiden sollen, führt dazu, dass wir uns intensiv mit uns selbst beschäftigen müssen. Und das ist erstmal nicht immer ganz leicht. Aber es gibt hilfreiche Tipps, die uns helfen können, diese nicht leichte Zeit ohne Stubenkoller durchzustehen:

Routinen schaffen

Wenn wir unseren gewohnten Tätigkeiten nicht mehr nachgehen können, haben wir plötzlich sehr viel Zeit und wissen oft nichts mit uns anzufangen. Das birgt die Gefahr, dass wir einfach so in den Tag hineinleben und am Ende des Tages das Gefühl haben, eigentlich nichts erreicht und Zeit verschenkt zu haben.
Deshalb ist es wichtig, sich eine feste Tagestruktur zu schaffen. Also etwa immer zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen, jeden Tag jemanden aus der Familie oder einen alten Freund anzurufen oder immer nachmittags eine Stunde ein Buch zu lesen. Was man tut, ist dabei gar nicht so wichtig – entscheidend ist es, feste Ankerpunkte im Tagesablauf zu schaffen.

Sinnvolles tun

Für jeden Tag können wir uns kleine Ziele setzen, zum Beispiel das Wohnzimmer aufräumen, die Weihnachtsdeko ausmisten oder doch schon mal mit der Steuererklärung anfangen. Diese ungeliebten Aufgaben haben wir ohnehin ständig im Hinterkopf, nur haben wir normalerweise immer gute Ausreden parat, um sie noch ein bisschen aufzuschieben. Wenn wir jeden Tag eine kleine Aufgabe erledigen, dann wird dieser Stapel langsam kleiner, und so haben wir jeden Tag ein kleines Erfolgserlebnis – Balsam für die Psyche in schwierigen Zeiten.

Etwas Neues lernen

Schlimm ist das Gefühl, Zeit zu vergeuden – also etwa vor dem Fernseher zu hocken, während draußen der Frühling lockt. Deshalb hilft es, der kollektiven Zwangspause Sinn zu verleihen, mit der gegebenen Zeit etwas anzufangen, das einen Nutzen hat. Heutzutage kann man fast alles online lernen: Wenn Sie Programmieren oder vielleicht sogar eine Sprache lernen möchten, gibt es im Netz diverse Anbieter, die einfache und oftmals sogar kostenlose Kurse einstellen. Und wem die Buddenbrooks oder Krieg und Frieden immer irgendwie interessant, aber viel zu dick erschienen, dem sei gesagt: Die Gelegenheit ist günstig. Es gibt uns ein gutes Gefühl, die freie Zeit sinnvoll zu nutzen.

Positive Einstellung

Es klingt erstmal abgedroschen, aber unsere innere Haltung gegenüber einer Situation kann bereits enorm viel bewirken. Der Gedanke ans Alleinsein erscheint vielen zunächst beängstigend. Und assoziieren wir alleine sein mit vornehmlich negativen Gefühlen, fällt es uns schwer, die Situation zu ertragen.
Alleinsein muss aber gar nichts Schlimmes sein: Es bedeutet zunächst einmal nur, dass wir viel Zeit für uns selbst haben. Zeit, die im normalen Alltag meist zu kurz kommt. Wir sollten diese Zeit deshalb nicht nur als etwas Negatives wahrnehmen, sondern auch die angenehmen Seiten erkennen – weniger Stress zum Beispiel und die Gelegenheit, uns selbst ein bisschen besser kennen zu lernen.

Mal wieder telefonieren

Ganz klar: Keine SMS und keine Facebook-Nachricht können den direkten Kontakt ersetzen. Ganz wichtig, um den Kontakt zur Außenwelt zu halten, ist es deshalb, regelmäßig mit Familie oder Freunden zu telefonieren. Im besten Fall sogar per Videoanruf, denn so fühlten wir uns unseren Liebsten näher. Auch ganz altmodisch Briefe zu schreiben, kann eine tolle Möglichkeit sein, um Kontakt zu halten, denn Briefe sind natürlich persönlicher als eine WhatsApp-Nachricht und irgendwie ja auch etwas Besonderes.

Dinge tun, die glücklich machen

Es gibt viele Beschäftigungen für drinnen, die erstmal gegen Langeweile helfen. Aber vielleicht ist jetzt eine gute Gelegenheit herauszufinden, was wir wirklich gerne tun und was uns glücklich macht: Stricken vielleicht oder Backen, Lesen, Malen, Fotografieren (auch das geht in der Wohnung), die Pflanzen umsorgen, mit dem Haustier spielen oder die Musik laut aufdrehen und zum Lieblingslied tanzen. Oder doch noch mal mit dem Projekt Tagebuch starten? Vielleicht entdecken wir dabei noch Dinge, von denen wir bisher gar nicht wussten, dass sie uns Spaß machen.

Körperlich auslasten

Egal, ob wir normalerweise regelmäßig ins Fitnesstudio gehen oder eher zur Sofa-Fraktion gehören: Körperliche Betätigung ist nicht nur gesund, sondern auch wichtig für die Psyche. Einer der wichtigsten Tipps gegen Einsamkeit lautet deshalb: Nach Möglichkeit bewegen. Für den einen braucht es dazu 50 Liegestütze, anderen reicht ein bisschen Gymnastik. Und natürlich sollten wir auch an die frische Luft gehen, wann immer und solange es vielleicht noch möglich ist. Was auch immer wir tun – alles ist besser, als sich nur zwischen Sessel, Küchentisch und Bett zu bewegen.

Kommunikation mit den Nachbarn

Auch wenn wir die Wohnung nicht ohne weiteres verlassen können, um andere Menschen zu treffen – es besteht oft die Möglichkeit, Kontakt mit unseren Nachbarn zu haben. Durchs offene Fenster oder vom Balkon aus können wir uns oft ganz gut unterhalten, ohne uns zu nahe zu kommen. Und mit ein bisschen gutem Willen können wir uns sogar zu regelmäßigen „Balkon-Dates“ verabreden – und die Menschen um uns herum dabei vielleicht ganz neu kennen lernen.

Die Perspektive nicht aus den Augen verlieren

Klar, es ist eine anstrengende Zeit. Die gute Nachricht aber ist: Auch die geht vorbei. Nicht sofort und vielleicht auch nicht schnell, aber irgendwann werden wir wieder zur Normalität zurückkehren. Freuen wir uns auf die ersten Tage, an denen wir wieder raus können, ein bisschen Shoppen und vor dem Café in der Sonnen sitzen. Denn so wird es wieder sein. Halten Sie durch!

Fakt oder Fake: Die häufigsten Corona-Irrtümer

 width=Wäre alles wie immer, dann sollten wir uns jetzt mit Dingen wie Frühjahrsdiät oder Sonnenschutz befassen – aber mit Corona bzw. Covid19  gibt es zur Zeit natürlich ein Thema, das alles andere überlagert. Überall findet man etwas dazu, und nicht zuletzt in Netzwerken wie Whatsapp, Twitter oder Facebook kursieren Gerüchte, Halbwahrheiten und eimerweise Tipps, wie man sich angeblich gegen das Virus schützen kann. Einige davon haben zumindest einen wahren Kern, andere sind blanker Unsinn oder sogar schädlich. Wahr oder nicht wahr: Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und natürlich nicht als Therapieempfehlung haben wir einige der gängigsten Thesen gecheckt.

Zwiebeln und Knoblauch essen

Klar, Knoblauch ist gesund ist  und hat sogar antimikrobielle Eigenschaften. Gegen eine Corona-Virusinfektion schützt er nach derzeitigen Erkenntnissen dennoch nicht, und auch aufgeschnittene Zwiebeln können Viren nicht aus der Luft oder dem Körper saugen.
Diese und ähnliche Tipps sind also eher falsch. Gefährlich wird es, wenn sich jemand durch Knoblauch geschützt fühlt und deshalb Regeln zu Abstand und Hygiene missachtet. Das Gute: Ein Döner mit Knoblauchsoße und extra viel Zwiebeln kann bewirken, dass die Leute freiwillig auf 3 Meter Abstand gehen.

Alle 15 Minuten einen Schluck Wasser trinken

Angeblich soll das Virus dadurch in den Magen gespült werden, bevor es in die Atemwege gelangen und dort eine Lungenentzündung verursachen kann. Dieser Rat soll angeblich von kanadischen Regierungsstellen kommen, die allerdings haben es inzwischen dementiert. Viel trinken ist zwar gut, und ausreichend Flüssigkeit hilft den Schleimhäuten, ihre Funktion zu erfüllen – eine Waffe gegen das Corona-Virus ist es aber nicht. Auch diese Empfehlung ist also eher ein Fake.

Salzwasser trinken oder mit Salzwasser die Nase spülen

Den Mund mit Salzwasser ausspülen oder salzwasserhaltige Nasensprays bzw. Nasenspülungen benutzen soll das Virus abwehren. Es gibt einige Hinweise darauf, dass regelmäßiges Nasenspülen mit Kochsalzlösung Menschen helfen kann, sich schneller von einer normalen Erkältung zu erholen. Es hat sich aber laut WHO bislang nicht gezeigt, dass Nasenspülungen oder auch das Gurgeln mit Salzwasser tatsächlich Atemwegsinfektionen verhindern können, und dementsprechend schützen sie auch nicht vor einer Ansteckung mit Coronaviren. Auch hier also: Fake.

Hände waschen

Händewaschen mit Wasser und Seife inaktiviert Coronaviren komplett. Die Seife zerstört die Fetthülle des Virus, und mit dem Wasser wird es anschließend von der Hand gespült. Tatsächlich ist das momentan eine der besten und einfachsten Möglichkeiten, die wir haben, um uns vor einer Ansteckung zu schützen. Sich gründlich die Hände zu waschen kann also die Ansteckungsgefahr reduzieren und ist also ein ganz klarer medizinischer Fakt.

Desinfektionsmittel verwenden

Handdesinfektionsmittel, das mindestens 60 Prozent Alkohol enthält, kann ebenfalls die fetthaltige Virushülle zerstören und zusätzlich Proteine des Virus zerstören. Allerdings sind Desinfektionsmittel von der Wirksamkeit her eher weniger effektiv als Händewaschen mit Wasser und Seife, weil hier kein grober Schmutz (in dem sich Viren und andere Keime festsetzen können) von den Händen entfernt wird. Desinfektion ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein gründliches Händewaschen nicht möglich ist. Dieser Ratschlag ist also ein medizinisch gesicherter Fakt.

Ein heißes Bad nehmen

Der Tipp, einfach mal ein schönes heißes Bad zu nehmen, weil das Virus bei hohen Temperaturen angeblich abgetötet wird, kursiert derzeit in Foren und Gruppen. Kurzer Check: Unsere Körpertemperatur liegt normalerweise zwischen 36,5 und 37 Grad Celsius,  ein heißes Bad ändert daran nichts. Zwar sind viele Viren hitzeempfindlich und werden ab einer Temperatur von etwa 60 Grad zerstört, weil bei dieser hohen Temperatur ihre Proteine zerstört werden. Allerdings gilt das auch für die Proteine in unseren Körperzellen, und ein so heißes Badewasser verursacht schon leichte Verbrühungen. Ein klarer Fall von Fake.

Alkohol trinken

Was gut für die Hände ist, kann doch auch nicht schlecht für unseren Mund und Rachen sein – klingt einleuchtend, ist aber in der Praxis nicht richtig. Alkohol in hoher Konzentration tötet zwar bestimmte Keime für einen gewissen Zeitraum im Speichel ab, allerdings hauptsächlich Bakterien.
Außerdem müsste man schon eine ziemlich hohe Konzentration von mindestens 60 Prozent trinken, um die Viren zu schädigen. Eine so hohe Konzentration allerdings führt eher zu Schleimhautreizungen und bewirkt dadurch möglicherweise sogar eher das Gegenteil, indem ein leichteres Eindringen des Virus in unsere Zellen ermöglicht wird.
Also: Fake.

Mundschutz tragen

Seit sich das Coronavirus bei uns ausbreitet, sieht man auch hierzulande immer mehr Menschen mit Maske. Allerdings: Mundschutz ist nicht gleich Mundschutz, es gibt verschiedene Arten. Der normale Mundschutz aus Papiervlies schützt den Träger nicht vor einer Infektion. Er kann vielleicht ein wenig dabei helfen, die Ansteckungsrate für andere Personen zu senken, weil man als Erkrankter damit andere nicht so leicht anniest oder anhustet.

Weiter sind sogenannte FFP-Masken erhältlich, die einen Filter eingebaut haben, mit dem sie bestimmte Partikel aus der Luft filtern können. Davon gibt es generell drei unterschiedliche Stufen:

FFP1: Schützt vor normalem Staub in der Luft, nicht vor Mikroorganismen.
FFP2: Schützt vor Nebel, Rauch und gesundheitsschädlichen Stäuben. Gegen Viren und Bakterien können sie in gewissem Rahmen und mit genügend Abstand zu Erkrankten ebenfalls schützen.
FFP3: Schützt vor giftigen, krebserregenden und radioaktiven Stoffen und auch vor Mikroorganismen – wie Bakterien, Pilzen und eben auch Viren.

Dass solche Masken vor einer Ansteckung schützen können, ist also ein medizinischer Fakt. Aber: Weil zur Zeit medizinisches Personal im Krankenhaus und der Arztpraxis immer weniger ausreichend Mundschutz zur Verfügung hat, um sich selbst vor einer Ansteckung schützen zu können, sollte man sich ernsthaft fragen, ob man einen solchen Schutz wirklich benötigt – wer kann, sollte lieber einfach zu Hause bleiben und Kontakte möglichst vermeiden. Das ist nach wie vor der sicherste Weg, sich und andere zu schützen.

Vorsicht, aber keine Panik: Was jeder gegen Corona tun kann

 width=Um was kann es gehen in einem Beitrag zum Thema Gesundheit im März 2020? Um Corona natürlich, was sonst. Und vielleicht gibt es auch schon die ersten, die leicht genervt die Augen verdrehen und denken „jajaja, ich hab’s ja begriffen – kann man jetzt mal über etwas anderes reden?“ 

Ehrlich gesagt:

Nein, eigentlich man das kann nicht. Auf die Gefahr hin also, dass die meisten es schon wissen, wollen wir als Apotheke und damit als Teil des Gesundheitswesens hier noch einmal kurz umreißen, um was es geht und die wichtigsten Tipps zusammenfassen, mit denen man sich und andere schützen kann.

Erstens:

Es geht vor allem um Zeit. Auch wenn niemand genau sagen kann, wie die Pandemie sich entwickeln wird, ist es das wichtigste Ziel, die Ausbreitung von Covid19 deutlich zu verlangsamen. Gelingt das nicht und bleiben die Infektionsraten auf dem bisherigen Niveau, werden sich in ein oder zwei Wochen so viele Menschen angesteckt haben, dass diejenigen mit einem schweren Verlauf der Krankheit nicht mehr so versorgt werden können, wie es medizinisch notwendig wäre. Lässt sich die Ausbreitung wirksam bremsen, steht außerdem Zeit für die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten zur Verfügung.

Zweitens:

Es geht um Kontrolle. Das neuartige Coronavirus ist vornehmlich von Mensch zu Mensch übertragbar, der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese direkte Übertragung erfolgt, wenn Virus-haltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen – bei  Husten oder Niesen unseres Gegenübers zum Beispiel. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen, spielt aber vermutlich nur eine untergeordnete Rolle. Gründliches und häufigen Händewaschen oder auch Atemmasken können also helfen und mögen den Einzelnen im Zweifelsfall schützen können – die immer noch schneller werdende Verbreitung der Krankheit aufhalten kann auf mittlere Sicht aber nur der Verzicht auf den Kontakt mit anderen. Außerhalb des menschlichen Körpers kann das Virus einige Tage überleben: Findet es in dieser Zeit keinen Wirt, stirbt es ab. Die rigorosen Maßnahmen in China (sofern man sich auf die Zahlen verlassen kann) zeigen, dass es funktioniert, denn seit Wochen werden kaum neue Infektionen registriert. 

Drittens:

Es geht um Selbstdisziplin. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit wohl etwa 5 bis 6 Tage. Das ist recht lang, und deshalb kann man auch lange, bevor man sich selbst krank fühlt, andere Menschen anstecken. Deshalb kann man es nicht oft genug wiederholen: Zu Hause bleiben, andere schützen und sich selber auch.
Dummerweise sind wir Rudeltiere: Soziale Kontakte, Austausch, Besuche bei Verwandten und Freunden gehören gerade in schwierigen Zeiten zu unseren grundlegenden Bedürfnissen. Aber so verständlich das ist, so schädlich kann es sein – denn ein einzelner kann zu einem hundertfachen Überträger werden, wenn er zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Deshalb muss unsere Vernunft das Handeln bestimmen statt unseren emotionalen Bedürfnissen die Kontrolle zu überlassen.

Und viertens:

Es geht (auch) um Gelassenheit. Das Problem bei Covod19 ist eher nicht die Krankheit selbst, obwohl sie auch einen schweren oder sogar tödlichen Verlauf nehmen kann. Bei den meistens Menschen wird es sich wie eine normale Grippe anfühlen – Husten, Schnupfen, Abgeschlagenheit, vielleicht ein bisschen Fieber. Experten schätzen, dass rund 80 Prozent der Coronavirus-Infektionen mild, ähnlich einer Erkältung, verlaufen. 13,8 Prozent aller bestätigten Fälle verlaufen jedoch schwer, und 4,7 Prozent werden als kritisch eingestuft. 

Einfache Hygienemaßnahmen, wie sie auch zum Schutz vor Erkältungs- und Grippeviren empfohlen werden, sind: 

  • Abstand zu Erkrankten einhalten, mindestens einen, besser zwei Meter
  • regelmäßig und mindestens 20 Sekunden lang die Hände waschen, Seife nicht vergessen
  • nach engem Kontakt mit Erkrankten zusätzlich Hände desinfizieren
  • Händeschütteln und Umarmungen vermeiden
  • in Armbeuge husten oder niesen
  • das Gesicht nicht mit den Händen berühren oder über Augen, Mund und Nase reiben
  • benutzte Taschentücher sofort entsorgen
  • Türklinken und Fahrstuhlknöpfe nach Möglichkeit mit dem Knöchel oder dem Ellenbogen berühren, nicht unbedingt mit den Fingerspitzen.

Und noch einmal:

Vor allem möglichst wenig Kontakt zu anderen Menschen – denn solange es keinen Impfstoff gibt, lässt sich die Verbreitung nur auf diesem Weg so verlangsamen, dass eine optimale medizinische Versorgung aller gewährleistet bleibt. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an: Natürlich am besten am Telefon, aber auch in der Apotheke sind wir für Sie da. Bleiben Sie gesund!

Warum es im Freien gesund ist: Jetzt aber raus!

 width=Der erste Satz, den frisch gebackene Gymnasiasten in ihrer neuen Sprache lernen, ist oft: In Silva esse delectat – im Wald sein erfreut. Demzufolge wussten also schon die alten Römer, dass draußen sein einfach Spaß macht. Die heilende Wirkung von Grünflächen war auch den Ärzten im alten Ägypten bekannt. Sie verordneten ihren Patienten Gartenspaziergänge zur schnelleren Genesung. Und bereits im 18. Jahrhundert entdeckten Ärzte, dass Gartenarbeit gut für psychisch beeinträchtigte Menschen ist.
Heute ist auch wissenschaftlich belegt: Draußen sein ist nachweisbar gesund, wir sind von der Evolution einfach dafür konzipiert. Seit den 80er-Jahren wird dieser Gesundheitseffekt wissenschaftlich untersucht, und inzwischen mehren sich Studien, nach denen das Draußen sein sogar für Therapien genutzt werden kann. Bei der Beobachtung von Patienten nach einer Gallenblasenoperation fand man heraus, dass sie, wenn sie nach der Operation aus ihrem Krankenhausfenster ins Grüne schauen konnten, weniger Schmerzmittel benötigten. Ihre Wunden heilten zudem schneller, sodass sie die Klinik eher wieder verlassen konnten als die Patienten, durch deren Fenster nur eine Backsteinwand zu sehen war. Gestresste Büromenschen und Eltern von internetaffinen Kindern haben im Ernstfall also wissenschaftliches Rüstzeug an der Hand, um Argumente für Waldspaziergänge zu finden.

Dabei ist es nicht nur die Bewegung,

die uns gut tut – im Grünen sein allein reicht schon aus, um positive Effekte zu erzielen. Einen Beweis dafür erbrachte eine Studie kanadischer Psychologen: Sie teilten 150 Studenten nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen ein und ließen sie durch das Universitätsgelände laufen. Eine Gruppe durfte einen Weg unter freiem Himmel entlanggehen, die zweite Gruppe lief durch die Kellergänge der Uni zum selben Ziel. Für beide Wege wurden 17 Minuten benötigt, es regnete nicht und es herrschten herbstliche Temperaturen. Diejenigen, die an der frischen Luft laufen durften, waren am Ende deutlich entspannter und besserer Stimmung als die Gruppe, die durch die Gänge laufen musste. Die unter freiem Himmel entstandenen positiven Reaktionen begünstigten außerdem das Gefühl der persönlichen Verbundenheit mit der Natur, so ein weiteres Untersuchungsergebnis.

Es scheint also erwiesen:

Natur ist heilsam. Und natürlich lockt uns gerade jetzt, wenn der aufkeimende Frühling uns den ersten Hauch von Licht und Wärme schickt, die Natur ins Freie: Endlich wieder draußen sein, endlich wieder durchatmen. Das Problem ist, mal wieder, unser Alltag – unsere Gewohnheiten, unser Trott und der innere Schweinehund. Denn für die meisten von uns findet das Leben eher drinnen statt, im Büro, in der Schule oder vor irgendeinem Bildschirm. Für viele Menschen reicht es gerade mal für eine schnelle Mittagspause oder ein abendliches Stündchen auf der Terrasse, sofern vorhanden. Dabei ist die „Maschine“ Mensch eigentlich dafür optimiert, sich im Freien zu bewegen, Organismus und Psyche brauchen Bewegung, Luft und Sonne. Für manche muss dann die große Action her, teure Outdoor-Action-Wochenenden oder Extrem-Rafting in wilden Stromschnellen – aber es geht auch einfacher, denn schon das Riechen, Sehen, Hören und Fühlen von Natur hat einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Im Alltag können wir uns selbst immer mal vergessen und überhören die lauten Stimmen unseres Körpers. Er ruft nach Entspannung, Freude, Ausgeglichenheit – und eben nach Natur. Aber durch Termine und “Ich muss noch eben schnell… “ vergessen wir leicht mal, diesen Wünschen nachzugehen. Ein paar Tipps:

Ein softer Start in den Tag

Die Redewendung „mit dem falschen Bein aufstehen“ deutet es schon an: Der Start in den Morgen hat durchaus Auswirkungen auf den restlichen Tag. Eine entspannte und bewusste Morgenroutine kann deshalb Wunder bewirken. Dabei muss es nicht immer direkt eine 30-minütige Yogapraxis sein, um den Tag richtig zu beginnen. Es kann auch eine Tasse Tee oder Kaffee sein, die genüsslich und bewusst getrunken wird – und eben am besten draußen auf der Terrasse oder zumindest an einem Fenster mit ein bisschen Grün.

Ab und zu auf „Stopp!“ drücken

Wahrscheinlich kennt es jede/r von uns: Wenn’s stressig wird, sind es meistens die Pausen, die von unserer To Do-Liste gestrichen werden. Doch damit blockieren wir uns oft selbst, denn Pausen helfen uns, produktiver, kreativer und konzentrierter zu arbeiten. Deshalb: Aufstehen, durchatmen und einen kleinen Spaziergang durch den Park machen. Die Natur kann unseren Stress nachweislich senken, Farben, Gerüche und Geräusche lenken uns für eine gesunde kleine Weile von den Gedanken und Aufgaben ab, die noch zu erledigen sind.

Atmen

Noch etwas, das in unserem Alltag oft zu kurz kommt: Die Atmung. Bewusstes Atmen entspannt uns, kann Stress und Ängste lösen und uns beruhigen. Einige tiefe, ruhige Atemzüge helfen uns dann, wieder klar zu denken – und natürlich ist es besser, sich die Atempause in einer grünen Umgebung zu nehmen als an einer Hauptverkehrsstraße.

Mit Energie in den Frühling: Das hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit!

 width=Da draußen scheint, sprießt  und trällert es, dass es die reine Freude sein sollte – und trotzdem fühlen sich viele von uns gerade jetzt schlapp und müde. Die ersten warmen Tage im Jahr führen bei vielen Menschen zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kreislaufproblemen. Die berüchtigte Frühjahrsmüdigkeit ist den meisten ein Begriff: Wenn die Temperaturen steigen, fühlt sich jeder Zweite in Deutschland gereizt und abgeschlagen, müde und antriebslos.

Eingewöhnung:

Der Körper braucht erfahrungsgemäß etwa vier Wochen, bis er sich an die Frühjahrstemperaturen gewöhnt hat. Frühjahrsmüdigkeit entsteht, weil sich der Körper nur langsam an die veränderten Temperaturen anpasst. Etwa jeder zweite Deutsche erlebt das Jahr für Jahr.

Ursachen:

Die Ursache der Frühjahrsmüdigkeit ist noch nicht ganz geklärt. Fest steht aber, dass die beiden körpereigenen Hormone Serotonin und Melatonin an den Beschwerden wie Schwindel, Kreislaufprobleme oder Müdigkeit beteiligt sind.

Die Hormone Serotonin und Melatonin:

Serotonin ist für die Aktivierung des Körpers und für gute Stimmung zuständig. Das Hormon wird unter Lichteinfluss produziert. Die Lichtreize gelangen in den Hypothalamus, eine Hormondrüse im Gehirn, die die Serotoninproduktion steuert. Je mehr und je länger unser Körper natürlichem Licht ausgesetzt ist, desto mehr Serotonin kann er herstellen. Die vermehrte Sonneneinstrahlung im Frühling kurbelt also unsere Serotoninproduktion an. Mit der Steigerung von Serotonin wird gleichzeitig die Produktion von Melatonin gedrosselt. Das so genannte Schlafhormon sorgt dafür, dass wir in der Nacht erholsam schlafen können.
Die Bildung beider Hormone im Körper wird also maßgeblich über die Lichtmenge geregelt: Im Winter, wenn es draußen früh dunkel wird, heißt demnach die Botschaft an den Körper eher „Winterschlaf“, während das Frühjahrslicht „Aufwachen“ signalisiert. Das allerdings dauert ein wenig, und am Anfang der helleren Tage bleibt der Melatoninspiegel im Blut noch hoch – und macht uns müde.

Ein weiterer vermutlicher Grund:

Vor allem wenn die Temperaturen steigen, weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt, und auch das führt dazu, dass wir uns schlapp fühlen. Ebenfalls eine Rolle spielen wohl auch psychische Gründe, denn unser Geist und unsere innere Einstellung brauchen ein bisschen Zeit, um sich aus dem gemütlichen Wintermodus zu verabschieden. Irgendwie liegt man noch in die Wolldecke gemummelt auf dem Sofa, während man eigentlich schon etwas im Garten tun sollte… naja, nächste Woche reicht auch. Unter dem Strich kann man gegen die Wetterlage zwar wenig ausrichten, aber die typischen Beschwerden bei Frühjahrsmüdigkeit und auch der innere Schweinehund lassen sich mit ein wenig Sonne, Luft, Bewegung und der richtigen Ernährung in erträgliche Schranken weisen. Hier ein paar Tipps:

Entrümpeln

Der Frühling ist die ideale Zeit, um sich von Überflüssigem zu befreien und sich dadurch ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit zu verschaffen. Das kann zum Beispiel im Kleiderschrank stattfinden: Die dicken Winterpullis, Schals und Handschuhe werden für die nächsten Monate weggepackt, und Dinge, die man lange Zeit nicht getragen hat, sind jetzt langsam mal ein Fall für die Kleiderspende. Nach dieser Methode lassen sich nicht nur weitere Schränke und Schubladen, sondern auch Ihr Adressbuch oder Ihre Freundesliste in sozialen Netzwerken aktualisieren: Die Urlaubsbekanntschaft von vor zwei Jahren hat sich auch lange nicht gemeldet…

Farben und Düfte

Mit Farben lässt sich nachweislich unsere Stimmung beeinflussen. Das haben mehrere psychologische Studien belegt. Energie geben uns vor allem Gelb- und Rottöne. Sie müssen jetzt nicht gleich die Wände Ihrer Wohnung streichen – obwohl das natürlich auch eine Möglichkeit ist. Für einen Gute-Laune-Kick zwischendurch reicht aber auch schon ein bunter Tulpenstrauß, ein farbenfroher Desktop-Hintergrund auf dem PC oder ein Kleid in Sonnenfarben. Auch Düfte beeinflussen unser Unterbewusstsein und damit unsere Laune: Zitrone, Rosmarin und Basilikum beleben, Rose, Lavendel und Vanille helfen dabei zu entspannen. Verreiben Sie ein paar Tropfen ätherisches Öl zwischen den Händen, legen Sie diese vors Gesicht und atmen Sie tief ein. Oder geben Sie ein paar Tropfen ins Badewasser oder die Bodylotion.

Auszeiten

Dem Alltag kurz zu entfliehen, gibt uns neue Kraft. Der Frühling ist perfekt für einen Städtetrip übers Wochenende: Die Temperaturen sind angenehm fürs Sightseeing, die Metropolen noch nicht überlaufen, Flüge und Hotels oft günstig. Oder gönnen Sie sich kleine Auszeiten über den Tag: Das gute alte Mittagsschläfchen ist besonders effektiv gegen Müdigkeit. Aber nicht länger als 30 Minuten, sonst fallen Sie in Tiefschlaf und der Effekt kehrt sich ins Gegenteil.

Essen

Die Natur hält jetzt saisonale, vitaminreiche Köstlichkeiten bereit, die unserer Gesundheit richtig gut tun: Spargel, Rhabarber, Bärlauch und andere frische Kräuter. Gegen die Frühjahrsmüdigkeit empfiehlt sich ein Tag in der Woche nur mit frischen, natürlichen Lebensmitteln: Spinat, Weißkohl, Radieschen, Feldsalat, Chicorée, Äpfel, Kartoffeln und Joghurt.

Luft und Bewegung

Unter Einfluss von Sonnenlicht und Sauerstoff produziert der Körper den Glücks-Botenstoff Serotonin und hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Das wirkt wie ein natürlicher Wecker. Und Sauerstoff gibt den Körperzellen Energie. Also morgens so schnell wie möglich: Vorhänge beiseite ziehen, Fenster öffnen, tief einatmen. Nutzen Sie zudem jede Gelegenheit, z.B. den Weg zum Bäcker oder zur Arbeit und die Mittagspause, für einen kleinen Spaziergang oder einen Ausflug mit dem Fahrrad. Bewegung im Freien versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und erhöht die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Außerdem wird das Herz-Kreislauf-System auf Trab gebracht.

Hinweise zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus

 width=Derzeit verbreitet sich das neuartige Coronavirus ‒ SARS-CoV-2 ‒ auch in Deutschland. Dieses Merkblatt gibt Ihnen grundsätzliche Informationen über die Covid-19 genannte Erkrankung, über Verhaltensregeln und über Maßnahmen, mit denen Sie das Infektionsrisiko für sich und andere vermindern können.

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Die Übertragung der Coronaviren zwischen Menschen erfolgt durch Speicheltröpfchen beim Atmen, Husten oder Niesen. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die anschließend beispielsweise das Gesicht und die Schleimhäute berühren, kann möglicherweise auch eine Übertragung stattfinden. Unklar ist noch, ob das Virus auch fäkal-oral übertragen werden kann. Man nimmt derzeit an, dass es nach einer Anste-ckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten können.

Welche Symptome können bei einer Erkrankung auftreten?

Die Infektion kann zu Symptomen eines grippalen Infekts führen, wie Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fie-ber. Bei einem Teil der Patienten kann die Erkrankung auch einen schweren Verlauf nehmen. Es kann zu Atemproblemen und zu einer Lungenentzündung kommen. Todesfälle gab es bislang vornehmlich bei Pati-enten, die älter waren und/oder chronische Grunderkrankungen hatten. Einigen Patienten litten auch unter Durchfall.

Wie kann ich eine Ansteckung vermeiden?

Wie bei anderen Atemwegerkrankungen können Sie durch einfache Hygienemaßnahmen, insbesondere Husten- und Niesetikette, Händehygiene und Abstand zu Erkrankten, das Risiko vermindern, sich oder an-dere anzustecken. Das heißt konkret:

  • Husten oder niesen Sie andere nicht an.
  • Husten Sie nicht in die Hand, sondern in ein Einmaltaschentuch, ggf. in Ihren Ärmel.
  • Halten Sie beim Husten größtmöglichen Abstand zu anderen und wenden Sie sich von Ihrem Gegenüber ab.
  • Benutzen Sie Einmaltaschentücher und entsorgen Sie diese möglichst sofort nach einmaliger Benutzung in dicht schließenden Müllbehältern.
  • Vermeiden Sie Händekontakt.
  • Vermeiden Sie Berührungen von Augen, Nase oder Mund.
  • Waschen Sie sich oft und gründlich die Hände, z. B. nach Personenkontakt, Benutzung von Sani-täreinrichtungen. Verreiben Sie die Seife 20 bis 30 Sekunden zwischen den Fingern.
  • Stehen Waschgelegenheiten nicht zur Verfügung, können die Hände mit geeigneten alkoholischen Lösungen, Gels oder Tüchern desinfiziert werden.
  • Lüften Sie Räume mehrmals täglich mehrere Minuten. Dies verringert die Zahl der Keime in der Luft und verhindert das Austrocknen der Schleimhäute.

Ist ein Mund-Nasen-Schutz sinnvoll

Es gibt keine ausreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung einer gesunden Person verringert. Nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation kann das Tragen einer Maske ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Im Zweifel werden zentrale Hygienemaßnahmen vernachlässigt.
Wenn eine an einer Atemwegsinfektion erkrankte Person in die Öffentlichkeit gehen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpf-cheninfektion zu verringern.
Für Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken gibt es derzeit allerdings Lieferengpässe. Ein Großteil der Produk-tion für den europäischen Markt erfolgt in China. Nicht zuletzt aufgrund des dortigen Bedarfs ist daher da-von auszugehen, dass auf absehbare Zeit nur eingeschränkte oder gar keine Lieferungen erfolgen.

  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich an Ihr zuständiges Gesundheitsamt[1] wenden. Dies gilt auch, wenn Sie keine Krankheitszeichen haben.
  • Wenn Sie sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenem Risikogebiet[2] aufgehalten haben, melden Sie sich unabhängig von Krankheitszeichen unverzüglich telefonisch unter Hinweis auf Ihre Reise beim zuständigen Gesundheitsamt.
  • Nach einem Aufenthalt in Regionen, die zwar kein Risikogebiet sind, in denen aber Covid-19-Fälle vorkommen, sollte man unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Kommt es innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise zu Fieber, Husten oder Atemnot, sollte der Arzt aufgesucht werden ‒ allerdings nur nach telefonischer Voranmeldung und mit Hinweis auf die Reise.

Gibt es eine spezifische Therapie gegen COVID-19?

Eine spezifische Behandlung gegen Covid-19 gibt es nicht. Man kann die Symptome lindern und unterstüt-zende Maßnahmen ergreifen. Derzeit gibt es auch keinen Impfstoff, mit dem sich Covid-19 vorbeugen lässt.

Wo finde ich weitere Informationen (Auswahl)?

Quellen:
https://www.abda.de/themen/informationen-zu-covid-19/

Links:
1 Gesundheitsamt nach Postleitzahl: https://tools.rki.de/plztool
2 Risikogebiete veröffentlicht das RKI unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

 

Morgens wie ein Kaiser … Frühstück – oder nicht?

 width=Die einen verzichten ganz darauf, die anderen halten es für unverzichtbar, damit der Start in den Tag gelingt: Das Frühstück. Tausende Studien sind zu dem Thema erschienen, Klarheit herrscht indessen noch immer nicht – denn sie ergeben ein so widersprüchliches Bild, dass die Frage „gesund oder nicht“ noch immer nicht beantwortet scheint. Kaum eine Mahlzeit steht deshalb in Wissenschaft und Gesellschaft so in der Diskussion wie das Frühstück, und es gibt unzählige Behauptungen und Empfehlungen zum Ob und Wie der frühen Mahlzeit. Werfen wir also einen Blick auf die Fakten.

Ein Blick in die Evolutionsgeschichte des Menschen zeigt:

Unser Körper ist nicht grundsätzlich auf die Nahrungsaufnahme am Morgen angewiesen. Der Urmensch hatte in der Früh genügend Energie, um sich nach dem Aufwachen zunächst auf die Jagd zu machen, und erst anschließend wurde (wahrscheinlich das eben Erjagte) gegessen. Vermutlich lag das oft daran, dass morgens kein gut gefüllter Kühlschrank in der Küche stand und es einfach nichts zum Frühstücken gab. Dennoch: Auch heute noch ist unser Blutzuckerspiegel nach dem Aufwachen in der Regel für mehrere Stunden hoch, und ein Frühstück braucht es dafür nicht.

Weitgehender Konsens herrscht nur bei der Erkenntnis,

dass zumindest für Kinder und Jugendliche offenbar ein Frühstück wichtig ist. So zeigt eine Langzeitstudie schwedischer Wissenschaftler: Menschen, die in ihrer Jugend nicht oder kaum gefrühstückt haben, litten als Erwachsene stärker an Übergewicht und erhöhtem Blutzuckerspiegel als diejenigen, die morgens regelmäßig etwas gegessen hatten. Auch hier aber ist ein direkter kausaler Zusammenhang nur schwer zu belegen, und die Erkenntnis speist sich rein aus der Beobachtung. Aber davon abgesehen: Ist es denn nun gut für uns oder eher nicht, das Frühstück? Vier gängige Frühstücksweisheiten haben wir ein wenig unter die Lupe genommen:

Morgens wie ein Kaiser: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages

Das stimmt nicht unbedingt. Diese Aussage haben wir zahlreichen Studien zu verdanken, die – nicht wirklich überraschend – zum Großteil von der Lebensmittelindustrie finanziert werden. Kein Wunder, denn der Markt der Frühstücksprodukte boomt. Laut des Marktforschungsunternehmens Nielsen betrug dieser schon vor einigen Jahren ein Umsatzvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro, und weniger dürfte es nicht geworden sein.

Wer jedoch morgens den Körper mit einem schweren Frühstück vollstopft,

tut ihm sicher nichts Gutes. Denn gerade kurz nach dem Aufstehen ermüdet der Körper mit vollem Magen schneller, der Stoffwechsel braucht noch ein bisschen, um in Schwung zu kommen. Günstiger scheint es, morgens nicht zu viel zu essen und erst mittags die Hauptmahlzeit zu sich nehmen. Am schlimmsten scheint es allerdings, gleich beides auszulassen. Das nämlich reduziert den Energieverbrauch des Körpers und erhöht den Blutzuckerwert.

Morgens können wir alles essen – es wird sowieso im Laufe des Tages verbrannt

Definitiv falsch. Es stimmt zwar, dass das Frühstück unsere erste Energiequelle des Tages ist und der Körper davon zehrt. Jedoch ist die Auswahl der Produkte durchaus entscheidend. Lebensmittel wie Weißbrot oder gezuckertes Müsli lassen den Blutzucker schnell steigen und regen das Insulin an. Dadurch sinkt der Blutzucker nach kurzer Zeit wieder und bald meldet sich der Hunger zurück. Wirklich energiespendend und sättigend ist das nicht.
Ernährungsberater empfehlen deshalb: Vollkornprodukte, frisches Obst, griechischer Joghurt und Nüsse. Die versorgen den Körper morgens optimal mit Vitamin C, gesunden Fetten und Proteinen und halten länger satt.

Der Blutzuckerspiegel hängt also davon ab,

was morgens auf den Tisch kommt – die Produkte sind entscheidend und nicht, wann wir sie zu uns nehmen. Wer ganz auf Frühstück verzichtet, hat möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt mehr Appetit und nimmt dann die eingesparten Kalorien des Frühstücks durch eine größere Portion beim Mittagessen zu sich oder hagelt sich mit natürlich nicht empfehlenswerten Keksen und Schokoriegeln durch den Tag. Letztendlich kommt es auf nur die Gesamtmenge der Kalorien an, die du während des Tages gesammelt hast. Zu welchem Zeitpunkt man sie eingenommen hat, ist schlussendlich egal.

Pause zwischen Abendessen und Frühstück ist gesundheitsfördernd

Seit einiger Zeit ist das sogenannte intermittierende Fasten hipp – bei dieser Methode lässt man Mahlzeiten bewusst aus oder pausierst eine längere Zeitspanne. In einer Studie untersuchten Wissenschaftler 36 junge Männer, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg nach dem Abendessen ganze 16 Stunden geduldeten und erst dann die nächste Mahlzeit einnahmen. Wie die Forscher herausfanden, verbesserten sich bei den Probanden die Blutzucker-, Blutdruck- und Cholesterinwerte. Scheint also auf jeden Fall mal ein Versuch wert.

Fazit:

Viele Menschen essen morgens nur aus Gewohnheit. Dabei ist es bezogen auf die Gesundheit kein Muss, jeden Tag zu frühstücken. Je nachdem, wann wir das letzte Mal gegessen haben, meldet sich der Körper, wenn es wieder Zeit für Nahrungsaufnahme und eine neue Energiequelle ist. Man hat also nicht unbedingt etwas gewonnen, wenn man morgens mehr oder weniger zu sich nimmt. Genauso verhält es sich allerdings, wenn man nichts isst, obwohl man Hunger hat. Wie so oft ist es ratsam, auf den Körper zu hören – je mehr man sich beim einen Mal verbiegt, desto wahrscheinlicher gerät der natürliche Rhythmus ein anderes Mal durcheinander, und man isst tendenziell falsch und/oder mehr, als sinnvoll ist.

 

10 elektrische Geräte, für die junge Eltern dankbar sind

 width=Ein Baby dreht mal eben das Leben auf links – insbesondere, wenn es das erste ist. Neben Glück und Freude lernen frischgebackene Eltern auch gänzlich neue Herausforderungen kennen. Da sind Nervenstärke, Humor und Tipps von Oma und Opa gefragt – doch auch schlaue Elektronik kann dabei helfen, den Alltag entspannter und sicherer zu bewältigen und sich auf das Glück eines neuen Wesens zu konzentrieren. Wir stellen 10 kleine Geräte vor, die wirklichen Nutzen im Alltag junger Eltern bringen.

1. Digitales Nuckelthermometer – Fieber messen verliert den Schrecken

Haben Sie schon einmal versucht, einem Baby oder Kleinkind Fieber zu messen? Gefühlt müssen sie das als Eltern ständig, doch Wildpferde bändigen ist nichts dagegen – und präzise wird die Messung so auch nicht. Kennen Sie aber ein Baby oder Kleinkind, das nicht gerne seinen Schnuller mag? Bingo! Digitale Schnullerthermometer wie das von „Reer“ verknüpfen das Angenehme mit dem Nützlichen und liefern stressarm belastbarere Daten.

2. „Smart Baby Monitor“ – so geht Babyphon heute

Das Kind schläft endlich, nun kann das Erwachsenenleben zu seinem Recht kommen. Aber nur, solange Eltern wissen, dass das Kleine tatsächlich friedlich im Bettchen schlummert. Früher gab es das Babyphon – heute gibt es dafür smarte Geräte wie den „Smart Baby Monitor“. Er kombiniert Mikrofon und Kamera – sogar mit Nachtsichtgerät – mit Analysesoftware und einer App, die Eltern bei Zwischenfällen direkt auf dem Smartphone anruft. In diesem Fall können sie nicht nur live sehen, was los ist und mit dem Nachwuchs kommunizieren, sondern sogar aus der Ferne das Schlummerlicht einschalten oder beruhigende Musik abspielen.

3. Intelligente Windeleinlagen – Wickeln, wenn es nötig ist

Wickeln nervt und der Windelverbrauch eines Kleinkindes übersteigt jede Vorahnung. Umso besser ist es doch, wirklich dann zu wickeln, wenn die Windel auch voll ist, und sich unnötige Wickelakrobatik genauso zu sparen wie wunde Pos durch zu späten Wechsel. Smarte Windeleinlagen wie z.B. von „Diaper“ oder Alarm-Sensoren wie von „Windelalarm“ ermitteln, wenn die Windel (zu) voll ist und geben den Eltern Bescheid.

4. Baby Shusher – über allen Wipfeln ist Ruh

Das Kind ist müde… so müde, dass es nicht einschlafen kann. Klingt paradox, ist aber normal. Wenn die Kehle heiser ist vom Singen und die Arme krampfen vom Umhertragen, hilft ein verrücktes Gerät, das etwas wie ein Salzstreuer aussieht: Der Sound-Generator „Baby Shusher“ produziert Klänge, wie sie das Kind im Bauch der Mutter gehört hat – und beruhigt damit übermüdete Schreihälse recht effizient.

5. Elektrische Babywippen – einmal Hände und Füße frei haben!

Auch junge Eltern müssen den Haushalt machen und auch mal von zu Hause arbeiten. Schwierig, wenn das Baby wach ist. Babywippen sind bewährte und sichere Lösungen, um das Kind außerhalb der elterlichen Arme mal zwischendurch unterzubringen. Doch wer wippt, wenn Mama (oder Papa) tippt? Elektrische Wippen wie von „MamaRoo“ haben natürliche, gesunde Bewegungsmuster einprogrammiert und übernehmen nicht nur diese Aufgabe, sondern spielen dabei auch beruhigende Geräusche ab.

6. Babyschrei-Analyse-Apps – sprechen Sie Säugling?

Doch auch Wippen und beruhigende Geräusche treffen nicht immer ins Schwarze. Schreit der Sprössling einfach immer weiter, geraten Eltern schnell ans Ende ihres Lateins… und ihrer Nerven. Hier helfen Apps, die wissenschaftlich fundiert und auf Basis großer Datenmengen aus den Mustern der Schreie herausfiltern, was das Baby vermutlich unzufrieden macht. „Baby Language“ ist eine der Besten und gibt Eltern sogar einfache Tipps, wie sie die Babysprache selbst anhand der Art der Schreie verstehen können.

7. Das Nachtlicht, neu erfunden – nimm das, Monster!

Monster unter dem Bett sind der natürliche Feind der elterlichen Nachtruhe. Nachtlichter sind der natürliche Feind der Monster. Aber sie stecken leider immer in Steckdosen – und die sind zum einen oft nicht am optimalen Ort, zum anderen möchte man nicht, dass die Kleinen daran herumfummeln. Lichter ziehen jedoch Patschehändchen magisch an. Abhilfe schafft „Boon Nachtlicht Glo“: Leuchtende Kugeln werden in ihren Haltern geladen und können dann von kabellos platziert werden, wo immer die Kleinen sie brauchen – zur Not auch im oder unterm Bett.

8. Luftbefeuchter – uneitle Lebensretter

Es ist das Horror-Thema aller jungen Eltern: der plötzliche Kindstod. Leider gar nicht so selten und nach wie vor nicht medizinisch erklärt, hält diese Sorge Mama und Papa nachts gerne wach. Es gibt jedoch Faktoren, mit denen man der Gefahr auf jeden Fall entgegenwirken kann. Neben Schlaf in der Rückenlage und im eigenen (Beistell-) Bettchen gehört dazu insbesondere, Räume recht kühl zu halten und trockene Heizungsluft zu vermeiden. Im Winter leichter gesagt als getan. Da sind häufiges Lüften und ein guter Luftbefeuchter geradezu Pflicht.

9. Nahrungszubereiter – werden Sie hip(p)

Lässt die Begeisterung für die Mutterbrust im Laufe des ersten Lebensjahres nach, beginnt die Zeit der Babybreis. Eltern wissen, was das bedeutet: pausenlos nachkaufen, die Lieblingssorte wieder nicht im Angebot, das halbleere Glas schmeckt nicht mehr und der Müll türmt sich auf. Da ist es oft smarter (und ohnehin nachhaltiger), dem Nachwuchs seinen Lieblingsbrei selbst zuzubereiten. Dafür kann man lange schnippeln, kochen und dann auch noch sterilisieren – oder einen Nahrungszubereiter wie z.B. von „babymoov“ nehmen, der all das im Null-komma-nix übernimmt.

10. Dampfsterilisator – klingt unsexy, hält gesund

Das Immunsystem von Babys ist höchst empfindlich – insbesondere nach den ersten Wochen, in denen das Kind noch seinen Schutz aus dem Mutterleib mit sich trägt. Blöd nur, dass es die größte Leidenschaft von Babys ist, alles zu befingern und auf den Boden zu werfen. Mal eben mit Leitungswasser abspülen reicht nicht, Desinfektionsmittel sind oft schädlich und abkochen killt so manches Material. Wohl dem, der einen Dampfsterilisator wie z.B. von „NUK“ hat. Hier lassen sich die verunreinigten Schnuller, Flaschen, Beißringe etc. einfach hineinstellen und werden auf Knopfdruck schonend, aber effektiv von sämtlichen Keimen befreit.

 

Kleine Tipps mit großer Wirkung: Schritt für Schritt gesünder

 width=Mehr Sport, weniger Fett, mehr Obst, weniger Koffein – wo immer (unter anderem in unseren Gesundheits-News)man Informationen über ein gesünderes Leben findet, da findet man auch diese und ähnliche Ratschläge. Und daran ist überhaupt nichts falsch, im Gegenteil: Eine bewusste Ernährung und regelmäßige Bewegung sind in der Tat der Schlüssel zu mehr Gesundheit und können helfen, viele unserer Zivilisationsleiden zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Das Problem ist häufig ein anderes: Denn auch, wenn wir uns vornehmen, von nun an wirklich gesünder zu leben, dann hat uns oft wenig später die Routine unseres Alltags schon wieder so im Griff, dass wir schnell in alte Gewohnheiten zurückfallen. Wenn wir zum Beispiel mittags Hunger bekommen, aber keine Zeit für einen gesunden Lunch finden, dann gehts eben doch mal zur Wurstbude rüber oder zum Dönerladen an der Ecke. 

Oft sind es weniger die ganz großen Vorsätze,

die wirklich etwas bewirken, sondern viele kleine Schritte, die wir dafür aber recht einfach und ohne große Kraftanstrengung in unseren Tagesablauf integrieren können – im Prinzip immer und überall umsetzbar. Dazu haben wir im Folgenden ein paar ebenso einfache wir wirkungsvolle Tipps zusammen gestellt.

1. Entspannen

Wenn wir Stress haben, reagiert unser Gehirn darauf mit Ausschüttung des Stresshormons Cortisol – es hält uns zwar wach, auch wenn wir eigentlich müde sind, gleichzeitig aber schwächt es unser Immunsystem und wirkt sich negativ auf den Stoffwechsel aus. Ein Trip in die Natur, mal einen Tag am Meer verbringen oder ein paar einfache Yogaübungen können oft schon kleine Wunder bewirken. Denn damit bekommen wir einen anderen Blickwinkel, die Gedanken bekommen eine andere Richtung und neue Impulse. Auf lange Sicht sollten wir die Stressfaktoren in unserem Leben erkennen und ausschalten.

2. Anders frühstücken

Anders als eine Mittagsmahlzeit zwischen zwei Terminen können wir unser Frühstück ziemlich gut selbst bestimmen, auch wenn wir dazu eine Viertelstunde früher aus dem Bett müssen: Eine wirklich gute und zeitlich unaufwändige Möglichkeit bieten Smoothies, die sich schnell im Mixer zubereiten lassen, lecker und gesund sind und den Körper schon mal mit einer robusten Grundausstattung an Vitalstoffen in den Tag schicken. 

3. Richtig atmen

Um im Alltagsstress schnell und unkompliziert ein wenig herunter zu fahren, kann man zum Beispiel verschiedene Atemtechniken anwenden: Effektiv und einfach ist die so genannte 4-7-8-Technik. Dabei atmet man durch die Nase ein und zählt dabei langsam bis vier. Dann hält man den Atem an und zählt bis sieben. Im letzten Schritt atmet langsam man durch den Mund wieder aus, solange, bis man bis acht gezählt hat. Drei oder viermal wiederholt bewirkt dieser Atemzyklus eine spürbare Reduzierung von Stress und Hektik.

4. Kurze Krafttrainings

Diäten sind oft eine Medaille mit zwei Seiten, denn sie reduzieren zwar Gewicht, bauen aber keine Muskelmasse auf. Effektiver ist ein Krafttraining, denn dadurch wird der Energieumsatz des Körpers angekurbelt, die Verbrennung steigt und Fett wird in Muskelmasse umgewandelt – die dann wiederum mehr Energie verbraucht. Für diese kurzen, dafür aber häufigen Einheiten muss man nicht ins Fitness-Studio – zweimal 10 Minuten pro Tag mit Situps oder Liegestützen machen aus uns zwar keinen Zehnkämpfer, sind aber bei regelmäßiger Wiederholung ziemlich effektiv. 

5. Wasser trinken

Ohne Wasser geht in unserem Körper nichts: Es regelt unseren Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, die Verdauung und den Nährstofftransport. Je nach Körpergewicht, Tätigkeit und Außentemperatur sollten es schon 1 bis 2 Liter am Tag sein, optimalerweise ergänzt mit ein paar Früchten wie Zitrone, Gurke, Kirsche oder Melone – sie alle gehören zu den basischen Lebensmitteln und tun unserem Körper gut. Ebenso geeignet sind Kräuter- oder Früchtetees, kalt oder warm getrunken.

6. Auf genügend Schlaf achten

Als erwachsender Mensch brauchen wir je nach Veranlagung etwa sechs bis acht Stunden Schlaf am Tag, um gesund zu bleiben. Ein oder zwei Nächte mit weniger und ein Wochenende mit etwas mehr schaden erstmal nicht, das steckt ein gesunder Körper recht gut weg – auf Dauer aber sollten wir unseren Organismus durch regelmäßigen und ausreichenden Schlaf unterstützen. Damit stärken wir nicht nur Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit, sondern auch eine ausgewogene Ernährung: Müdigkeit nämlich lässt den Körper nach kalorienreicher Nahrung verlangen, die er schnell verwerten kann, zum Beispiel Süßigkeiten oder Chips.  

Aktuell: So lässt sich eine Virusinfektion vermeiden

 width=Ohne in Panik zu verfallen, aber aus gegebenem Anlass haben wir den eigentlich vorgesehenen Beitrag vertagt und wenden uns außer der Reihe einem Thema zu, das die Schlagzeilen dieser Tage dominiert: Corona. Natürlich, China ist weit weg, in Europa sind bisher nur einige wenige Fälle des neuen Erregers registriert und unter ständiger Beobachtung – dennoch sind sich selbst Experten unsicher, welchen Verlauf die Krankheit in unserer reisefreudigen Zeit nehmen wird und welche Gefahren tatsächlich auf uns zukommen könnten. Anlass genug also, um ein scheinbar profanes Thema zu beleuchten, das andererseits höchst effektiven Schutz bieten kann: Denn kaum etwas ist so effektiv wie richtiges Händewaschen, wenn es darum geht, Viren und Bakterien abzuwehren. 

Der Grund ist simpel:

Türklinken, Lichtschalter, Telefonhörer – im Laufe eines Tages berühren wir mit unseren Händen unzählige Gegenstände. All das hinterlässt Spuren. Im besten Fall harmlose – wie Staub, Fasern und Schmutzpartikel. Andere dagegen können krank machen, Viren zählen dazu, aber auch Bakterien. Sind die Erreger erst einmal auf den Händen, haben sie leichtes Spiel: Wir reiben uns die Augen, fassen uns ins Gesicht und tragen die Erreger so unbewusst auf die Schleimhäute auf, von wo sie in den Körper eindringen können. Erkältungen, Grippe, aber eben auch Infektionen wie Corona werden oft über die Hände übertragen. Sie gelten als die Haupteintrittspforte für Infektionen aller Art. Und nicht nur das – die Infektion kann in beide Richtungen ablaufen: Wir stecken uns nicht nur selbst durch Keime an den Händen an, sondern infizieren auch andere Menschen, wenn wir selbst erkrankt sind. Da reicht es in die Hände zu husten und im Anschluss fleißig Hände zu schütteln. 

Händewaschen schützt in beiden Fällen,

indem Krankheitserreger einfach in den Abfluss gespült werden. Zumindest in der Theorie. Die Maßnahme mutet simpel an – doch mit einfachem Einseifen und Abspülen ist es nicht getan.

Wie also werden unsere Hände wirklich hygienisch rein?

Hier eine kleine Anleitung für richtiges Händewaschen: Fünf Schritte sollten es mindestens sein, damit das Händewaschen auch als gründlich gelten kann, heißt es auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Erstens: Gründliches Händewaschen braucht etwas Zeit
– Hände unter fließendes Wasser halten und die Temperatur so einstellen, dass sie angenehm ist.
– Die Hände im Anschluss gründlich von allen Seiten einseifen – Fingerspitzen und auch Fingerzwischenräume nicht vergessen. Flüssigseife ist hygienischer als Kernseife.
– Im Anschluss heißt es: reiben. Mindestens für 20 bis 30 Sekunden.
– Die eingeseiften Hände mit fließendem Wasser abspülen. Danach nicht mehr an den Wasserhahn fassen. Am besten lässt er sich mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen schließen.
– Die Hände im Anschluss gründlich abtrocknen – und auch hier die Fingerzwischenräume nicht vergessen. In öffentlichen Räumen sind Einmalhandtücher gut geeignet. Zuhause sollte es ein persönliches Handtuch für jedes Familienmitglied sein. 

Anders als viele Menschen glauben,

ist das Händewaschen mit besonders heißem Wasser nicht besonders effektiv, sondern strapaziert die Haut nur unnötig. „Die Wassertemperatur hat keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen“, schreibt dazu die BZgA. „Viel wichtiger sind die Dauer des Händewaschens und das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände.“ Jeder könne die für sich angenehme Wassertemperatur wählen. 

Sonderfall Händedesinfektion

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist in der Regel ausreichend, um einer Ansteckung vorzubeugen. Eine richtige Desinfektion der Hände ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll – zum Beispiel nach direktem Kontakt mit Erkrankten oder wenn abwehrgeschwächte Menschen im Haushalt leben. Und auch beim Betreten und Verlassen eines Krankenhauses sollten die Hände sicherheitshalber desinfiziert werden. 

Darüber hinaus gibt es einige einfache Tipps, wie man die Gefahr einer Ansteckung zumindest minimieren kann, sei es nun mit dem Corona-Virus oder einem simplen grippalen Infekt:

Abstandhalten zu Personen mit Symptomen einer akuten Erkrankung
Kein Hautkontakt mit Gegenständen, die viele andere Menschen berühren (also etwa Einkaufswagen, Türgriffe im Büro usw.)
Händeschütteln vermeiden

Wo immer möglich, keine größere Menschenansammlungen aufsuchen – also den Besuch im Fußballstadion lieber vertagen, Konzertsäle oder Kinos meiden und vielleicht sogar den Karnevalsumzug besser am Fernseher verfolgen.

Keine Panik also – aber ein wenig Vorsicht scheint zur Zeit ganz angebracht.