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Verheizen Sie Ihr Geld? Diese Tipps helfen Ihnen, Heizkosten zu senken

 width=Der Herbst steht vor der Tür und damit auch die nächste Nebenkostenrechnung. Gerade in der kalten, dunklen Jahreszeit drehen sich die Zähler besonders gierig – schließlich möchte man es hell, warm und kuschelig haben. Zum Glück gibt es einfache Möglichkeiten, Aufwand und Kosten fürs Heizen zu senken, ohne frieren zu müssen. Die 5 wichtigsten stellen wir kurz vor :

Wenn der Experte zweimal klingelt

Nur eine richtig eingestellte Heizung liefert effizienteste Heiz-Ergebnisse. Deshalb empfiehlt es sich, regelmäßig einen Heizungsexperten Ihrer Anlage auf den Zahn fühlen zu lassen. Diese kleine Wartung kostet nicht viel, erspart Ihnen Ärger und Geld und sorgt auch für eine längere Lebensdauer Ihrer Heizungsanlage – kleine Maßnahme, große Wirkung!

Auf die richtige Temperatur kommt es an

Ihr Schlafzimmer gleicht einer Sauna? Das fördert weder den Schlaf noch die Effizienz. Machen Sie es sich gemütlich, aber übertreiben Sie nicht – denn zu warme Räume begünstigen paradoxer Weise Erkältungen und gehen mächtig ins Geld. Generell gilt, dass alle genutzten Wohnräume auf rund 20°C (Stufe 3) und das Bad auf rund 23°C (Stufe 3-4) geheizt werden sollten. Im Schlafzimmer sollten hingegen kühle 16-18°C (Stufe 2-2,5) herrschen – das sorgt auch für das beste Schlafklima. Ungenutzte Räume kommen gut auf Stufe 1 (12°) durch den Winter. Also; Thermostat runter und Heizkostenersparnis rauf.

Hören Sie auf, am Rad zu drehen

Wer morgens ein wohlig warmes Badezimmer schätzt oder nach der Arbeit in eine Wohnung mit Wohlfühltemperatur kommen möchte, muss dafür nicht durchgehend heizen…schließlich sind die Räume ja den Großteil der Zeit ungenutzt. Mit digitalen Thermostaten lässt sich minutengenau steuern, wann die Heizung auf welche Temperatur heizen soll – ohne das per Hand regeln zu müssen. Bei vielen Modellen können Sie sogar unterwegs per Smartphone die Temperatureinstellung ändern – wenn Sie z.B. früher Feierabend machen oder länger arbeiten müssen. Mit dieser schlauen Technik für schlaue Köpfe vergessen Sie nie wieder die Heizung herunterzudrehen und heizen nur dann, wenn Sie es wirklich brauchen.

Werfen Sie Ihr Geld nicht zum Fenster heraus

Experten raten zum „richtigen Lüften“, doch wer möchte schon bei eisigen Temperaturen gern das Fenster aufmachen? Dabei ist es so wichtig! Und damit Sie nicht für Draußen heizen und drinnen frieren, gilt die richtige Formel wie folgt. Zweimal täglich Heizkörper aus, die Fenster – am besten gegenüberliegende Fenster – weit öffnen und 10 Minuten für ordentlich Durchzug sorgen. Danach Fenster wieder schließen und Heizung wieder aufdrehen. Dauergekippte Fenster sollten unbedingt vermieden werden, da dadurch die Wände auskühlen, viel Heizwärme ungenutzt verpufft und die Heizrechnung unnötig in die Höhe schnellt.

Zeit für etwas Neues

Zugegeben – der folgende Tipp fällt nicht in die Rubrik “einfach & günstig” – aber kann viel bewegen: Alte Heizkessel bringen oftmals nicht mehr die gewünschten Heizergebnisse und verbrauchen, an heutigen Standards gemessen, viel zu viel. Lassen Sie sich für alte Heizungen bei der nächsten Wartung einmal vom Fachmann durchrechnen, wie viel Energie und Kosten Sie mit einer Erneuerung sparen könnten. Manche Energieanbieter und Dienstleister bieten Ihnen dabei sogar sogenannte Contracting-Lösungen an: dabei zahlen Sie statt der neuen Heizung nur über einen bestimmten Zeitraum einen Aufschlag auf Ihre Heizrechnung und der Anbieter übernimmt sämtliche Wartungsmaßnahmen und deren Kosten. Der Effizienzgewinn durch neuere Technik reicht oft aus, um trotz des erwähnten Aufschlags direkt zu sparen.

BONUS: Jetzt wird’s kuschelig

Heizkosten lassen sich auch sparen, wenn Sie auch im Haus etwas wärmere Kleidung tragen. Und wenn es doch mal kälter wird, schnappen Sie sich einfach Ihren Schatz und kuscheln sich mit einem Tee unter eine warme Decke. Das spart nicht nur Heizkosten, sondern lässt auch Ihre Beziehung auf ihre Kosten kommen.

Flexibel bleiben: Mit regelmäßiger Gymnastik die eigene Beweglichkeit sichern

 width=Gymnastik – das klingt vielleicht erstmal etwas langweilig, irgendwie nach Turnstunde in den Siebzigern, außerdem kann Gymnastik ganz schön anstrengend sein. Aber Sportwissenschaftler und Mediziner empfehlen mit Nachdruck regelmäßige Leibesübungen, um die eigene Beweglichkeit bis ins Alter zu erhalten. Und wer einmal mit offenen Augen durch die Nachbarschaft streift, der kann Siebzigjährige beobachten, die sich mit Mühe gerade mal zum Briefkasten schleppen, während andere in diesem Alter am Wochenende mit ihren Enkeln Surfen gehen. Regelmäßige Gymnastik wird deshalb für Jung und Alt empfohlen, sie hält fit und mobil, lässt sich einfach und fast überall im Tagesablauf unterbringen und beugt vielen Problemen vor. Experten raten also: Streckt euch, reckt euch, dehnt euch. Warum Gymnastik so gesund ist, bei welchen Beschwerden das Training hilft, was Sie beachten sollten, lesen Sie hier:

Gymnastik – einfach, vielseitig und gesund

Den Begriff Gymnastik verbinden viele lediglich mit Übungen wie Kniebeugen oder Liegestützen, aber das Gebiet ist umfassender: Gymnastik kann entweder auf den ganzen Körper abzielen oder auf bestimmte Bereiche. Spezielles Bauch-Beine-Po-Training wird zum Beispiel oft von Frauen praktiziert, die ihre so genannten Problemzonen bekämpfen wollen – und hier gibt es dann Übungen, die explizit den Rücken, den Beckenboden oder die Venen kräftigen. Wer Probleme mit den Gelenken hat oder ein paar Hüftpolster zu viel mit sich herumträgt, kennt die Vorteile der Aqua-Gymnastik. Fitte machen Aerobic, andere lernen Yoga oder Pilates. Skifahrer trimmen sich mit Skigymnastik, Lädierte bekommen Krankengymnastik verordnet.

Mit gymnastischen Übungen kräftigen wir unsere Muskulatur,

gleichzeitig dehnen wir sie und bleiben dadurch auf Sicht beweglicher und mobiler. Muskeln, die wir selten oder gar nicht benutzen, werden schlaff und verkürzen sich mit der Zeit. Dadurch lässt die Leistungsfähigkeit nach, was wiederum zu Überlastungen und Verspannungen führen kann. Die Folgen sind oft: Schmerzen und eine  eingeschränkte Beweglichkeit.
Durch Gymnastik können wir gezielt die vernachlässigten Muskelgruppen stärken und wieder ein Gleichgewicht herstellen. Dehnen lockert die verspannten Muskeln, was uns dann auch insgesamt entspannt. Fitte und lockere Muskeln können besser ihre Funktion erfüllen. Wenn wir zum Beispiel stolpern, können wir mit einer trainierten Muskulatur besser die Balance halten und fallen meist gar nicht hin, wo ein untrainierter Körper den drohenden Sturz dann nicht mehr verhindern kann. Gymnastik macht denn Alltag einfacher: Wir können die Schuhe leichter zuschnüren und fangen die Gabel auf, bevor sie auf den Boden fällt.

Gymnastik ergänzt auch den Ausdauersport

Denn Joggen, Radfahren und Nordic-Walking stärken in erster Linie das Herz-Kreislauf-System, aber die Muskulatur wird dadurch nicht gedehnt. Gymnastische Übungen kräftigen und dehnen stattdessen die Muskulatur.

Von regelmäßiger Gymnastik profitiert erst einmal jeder Mensch, unabhängig vom Alter

Während jüngere allerdings meist ohnehin beweglicher sind, potenziert sich der Nutzen der Übungen mit zunehmendem Alter – wie oben im Gegensatz Briefkastengang vs. Surfwochenende beschrieben. Wer spezielle Beschwerden hat – etwa im Rücken, im Nacken, in den Schultern oder an den Knien – kann gezielte Übungen umsetzen, die genau Problembereiche ansprechen. Vor dem Trainingsstart sollte allerdings ein Arzt oder Physiotherapeut gefragt werden. Der kann erstens die Ursache der Beschwerden  feststellen und zweitens – unter Umständen – eine Physiotherapie verordnen, die dann die Krankenkasse bezahlt.

Auch bei Arthrose,

entzündlichen Gelenkkrankheiten oder Muskelbeschwerden sollte vorher fachlicher Rat gesucht werden, um festzustellen, welche Art Gymnastik am besten geeignet und damit am wirkungsvollsten ist.

Übungen kann man sich selbst beibringen,

allerdings sollte man immer ein wenig vorsichtig sein. Schmerzt es bei bestimmten Bewegungen oder ab einer gewissen Intensität, dann sollte man aufhören und es vielleicht am nächsten Tag noch einmal versuchen. Bleiben die Beschwerden, ist auch hier ein Gang zum Arzt empfehlenswert, denn manchmal stecken andere Probleme hinter Schmerzen in bestimmten Körperregionen, die sich durch Gymnastik nicht angehen lassen. 

Wichtig ist auch,

die Ziele gerade am Anfang nicht zu hoch anzusetzen – gymnastische Übungen wirken erst mit der Zeit und bauen aufeinander auf. Bei Vorturner im Fernsehen oder im Fitnessstudio sehen die Übungen vielleicht einfach aus, aber die eigenen , vergleichsweise untrainierten Muskeln können schon viel früher schwächeln. Geduld und Augenmaß sind wichtig: Die Übungen sollte man machen, so gut es gerade geht und ohne sich übermäßig anzustrengen, im Zweifelsfall sollte man die Einheiten abkürzen und wenn nötig ein bisschen lockerer ausführen. Der Erfolg in Form gesteigerter Mobilität kommt ganz bestimmt – vielleicht nicht gleich morgen, aber nach ein paar Wochen ganz sicher.

Wirklich verletzen können wir uns am ehesten,

wenn wir zu intensiv trainieren und uns überfordern. Wer sichergehen möchte, dass er sich nicht doch aus Versehen schadet, schließt sich am besten einer Gruppe unter fachkundiger Anleitung an. Positiver Nebeneffekt: Sport unter Gleichgesinnten kann zusätzlich motivieren.

Zähne gut, alles gut: Gesund beginnt im Mund

 width=Zähneputzen ist wichtig, wenn man schöne und gesunde Zähne haben und erhalten möchte – klar soweit, jedem bekannt und erstmal nichts neues. Dass Erkrankungen von Zähnen und Mundraum aber weitreichende Auswirkungen auf den Bewegungsapparat oder auch das Herz-Kreislauf-System haben können, wissen vielleicht nicht so sehr viele Menschen, und auch die Zusammenhänge von Mundgesundheit und chronischen Erkrankungen sind manchem vielleicht neu. Wir haben im Folgenden ein paar Fakten rund um das Thema „Gesund beginnt im Mund“ zusammengefasst:

Der menschliche Körper ist ein überaus komplexes System,

dessen Zellen, Gewebe, Organe und Subsysteme in vielfältigen Wechselwirkungen miteinander stehen. Daher wirkt sich die Erkrankung eines Bereiches – zum Beispiel eben eine Entzündung im Mundraum – oft auch auf andere Bereiche oder auch auf den gesamten Körper aus.
Zahnfleischentzündungen, Karies oder Entzündungen in der Mundhöhle äußern sich daher oft nicht nur mit lokalen Symptomen, sondern auch mit Schmerzen und anderen Krankheitsanzeichen in weit entfernten Körperregionen.

Als Teil der Mundschleimhaut übernimmt das Zahnfleisch (medizinisch Gingiva) wichtige Aufgaben:

Es umgibt die Zähne und ist durch unzählige Fasern mit den einzelnen Zähnen verbunden. Diese festen Verbindungen sorgen gemeinsam mit den Zahnwurzeln für die notwendige Stabilität der Zähne, die auch einem kräftigen Zubeißen standhält. Das Zahnfleisch wirkt wie ein Siegel um die Zahnhälse und verhindert das Eindringen von Speisebrei, Plaque oder Bakterien in den Bereich der Zahnwurzel und schütz so schützt vor Keimen und Infektionen. Gesundes Zahnfleisch weist eine zartrosa Färbung auf und blutet nicht beim Zähneputzen. An der Oberfläche sind leichte Erhebungen spürbar – auch in den Zahnzwischenräumen sitzt das Zahnfleisch stabil.
Der Begriff Mundflora bezeichnet den gesamten Bereich der Mikroorganismen im Mund. Einige Milliarden Bakterien und verschiedene Hefen leben im feuchten und wohltemperierten Milieu der Mundhöhle. Etwa zwei Drittel der oralen Mikroben befinden sich auf der Zungenoberfläche. Die Mundflora schützt in erster Linie vor Krankheitserregern, die sich in der Mundhöhle einnisten möchten und ist essentiell wichtig für eine gesunde und gut funktionierende Verdauung. Noch bevor die Nahrung in den Magen gelangt, finden bereits im Mund erste Verdauungsprozesse und biochemische Vorgänge statt. Deshalb ist es auch so wichtig, gut und ausgiebig zu kauen.

Eine aus dem Gleichgewicht geratene Mundflora begünstigt Entzündungen,

die sich eben nicht nur auf den unmittelbar umgebenden Bereich im Mund, sondern auch in anderen Regionen des Körpers auswirken können, zum Beispiel:

Entzündungen im Mundraum können den gesamten Bewegungsapparat aus der Balance bringen. Häufige Symptome dabei sind:

• Spannungskopfschmerz
• muskuläre Verspannungen in Hals und Nacken
• Rückenschmerzen
• Hüft- oder Kniebeschwerden

Auslöser dieser und ähnlicher Beschwerden ist häufig die Schonhaltung infolge einer schmerzhaften Entzündung des Zahnmarks oder einer Kieferentzündung, bei der man nur noch auf einer Seite kaut. Dadurch entstehen muskuläre Dysbalancen und kleine  Fehlhaltungen, die sich auf die Wirbelsäule und das gesamte Skelett auswirken können.
Ein ähnlicher Effekt ergibt sich durch andere zahnmedizinische Probleme: sowohl durch eine Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer, die den normalen Bewegungsablauf beeinträchtigen, wie zum Beispiel auch eine Dauerbelastung beim nächtlichen Zähneknirschen (Bruxismus).
Die Abklärung einer möglichen zahnmedizinischen Ursache lohnt insbesondere dann, wenn die obig genannten Symptome über einen längeren Zeitraum auftreten und bisherige Untersuchungen (Allgemeinmedizin, Orthopädie, Rheumatologie etc.) keine Hinweise auf mögliche Ursachen für die Muskel- bzw. Gelenkprobleme erbracht haben.

Bei länger andauernden Entzündungen im Mundraum können sich Krankheitserreger ungehemmt vermehren,

zudem bildet das absterbende Gewebe zahlreiche Giftstoffe. Diese können über die Blutbahn in den gesamten Körper gelangen, und das wiederum kann unter anderem zu Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems führen: Die Entzündungserreger verringern die Elastizität der Blutgefäße und steigern damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Problematisch ist das vor allem deshalb, weil die Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems oft lange unentdeckt bleibt. Umso wichtiger sind die halbjährlichen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt, damit mögliche Entzündungen frühzeitig ausgeheilt werden können.

Ebenfalls eine gefährliche Wechselwirkung kann zwischen entzündlichen Erkrankungen im Mundraum und Diabetes mellitus auftreten:

Zum einen erhöht Diabetes das Parodontitis-Risiko, zum anderen beeinflussen die Entzündungserreger den Blutzuckerspiegel und fördern die Insulinresistenz des Diabetes-Patienten. Eine ähnliche Wechselwirkung lässt sich auch bei Rheuma und rheumatischer Arthritis beobachten: Entzündungserreger aus dem Mundraum können in die Gelenke gelangen – umgekehrt erschwert die eingeschränkte Mobilität von Kiefergelenk und Händen die Mundhygiene und vergrößert damit das Entzündungsrisiko.
Diabetes- und Rheuma-Patienten sollten allein deshalb besonders auf die täglichen Mundhygiene achten und regelmäßig zum Zahnarzt gehen. Zusätzliche Prophylaxemaßnahmen, insbesondere die regelmäßige professionelle Zahnreinigung, sind hier besonders empfehlenswert.

Gesundheit mit Geschmack: 10 gesunde Gewürze und ihre Wirkung

 width=Ohne Zweifel gehören Gewürze zu den schönsten Nebensachen der Welt: Natürlich kann man auch ohne, aber wer will schon Steak ohne Pfeffer, Kartoffeln ohne Salz oder Paella ohne Safran? Kulinarisch sind Gewürze nun mal von kaum zu überschätzender Bedeutung, und ganz auf sie verzichten möchte wohl wirklich niemand (auch wenn einer sparsame Verwendung durchaus sinnvoll sein kann). Neben ihrer kulinarischen Bedeutung sind Kräuter und Gewürze aber auch wichtig für verschiedene Gesundheitsaspekte.

Gewürze wirken zum Beispiel entzündungshemmend, können unterstützend für die Fettverbrennung sein und kurbeln außerdem den Stoffwechsel an. Selbst der Blutzuckerspiegel kann oft mit den richtigen Gewürzen stabilisiert werden. Auch können sie antiviral, antibakteriell und pilzbekämpfend wirken.
Mit Gewürzen verfeinern wir also nicht nur unsere Mahlzeiten, sondern können Entzündungen hemmen, viele Krankheiten lindern oder vorbeugen und zum Beispiel die Verdauung fördern. Und das, anders als bei Medikamenten, ohne große Nebenwirkungen, zumindest solange man es nicht übertreibt. Hier eine, zugegeben, etwas subjektive Topliste gesunder Gewürze und Ihrer Wirkung auf unsere Gesundheit:

Zimt

Wer Probleme mit dem LDL Cholesterinspiegel hat, sollte Gerichte zu sich nehmen, die mit Zimt gewürzt sind. Zimt ist ein außerdem das Gewürz, das den Blutzucker stabilisieren und den Triglycerinspiegel reduzieren kann. Zimt kennt fast jeder aus seiner Kindheit: Mit Zucker vermischt und auf frisch zubereiteten Milchreis gestreut, ist Zimt ein echter Genuss. Zimt wird aus der Rinde von Zimtbäumen gewonnen.

Ingwer

Ingwer ist eine Wurzel und wächst in den Tropen und wird in Vietnam, Indien, China, Japan und auch Australien angebaut. Wer viel reist und mit Reisekrankheit kämpft, kann sich vorsorglich immer ein Stück Ingwer in die Tasche stecken: Ingwer hilft bei Erbrechen und Übelkeit. Weil Ingwer anti-virale Eigenschaften hat, kann es auch bei Halsschmerzen und Grippe zum Einsatz kommen. Bei einer Erkältung wird der Ingwer in Scheiben geschnitten und mit ein wenig Honig und einer frischen Zitrone mit kochendem Wasser aufgegossen. Zudem regt Ingwer die Durchblutung an und hilft dabei, die roten Blutkörperchen mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Kurkuma

Kurkuma ist ein aus Indien stammendes Gewürz, das zum Beispiel helfen kann, uns vor Herzerkrankungen zu schützen. Zudem ist Kurkuma dafür bekannt, die Leberfunktion zu verbessern und entzündungshemmend zu wirken. Vor allem, wer gerne Reisgerichte isst, sollte auf Kurkuma nicht verzichten – sowohl des Geschmacks wie auch seiner Wirkung wegen.

Basilikum

Basilikum kann dem Körper helfen, schädliche Bakterien wie Staphylokokken, Listerien und E-Coli zu bekämpfen. Es hilft außerdem, Blähungen zu lösen. Am häufigsten ist Basilikum in Asien und dem tropischen Afrika zu finden. Basilikum wirkt außerdem bei Darmerkrankungen und Arthrose. Auch wer Allergien hat, sollte die Wirkung von Basilikum nutzen. Basilikum eignet sich als Gewürz klassischerweise zum Bestreuen von Tomaten und Pastagerichten.

Gewürznelken

Gewürznelken wirken keimtötend und zudem antiseptisch – und weisen nebenher einen intensiven, pikanten Geschmack auf. Am häufigsten sind sie in den Subtropen und den Tropen verbreitet und zu finden. Wer schon einmal Zahnschmerzen hatte, hat auch sicher schon davon gehört, dass Nelken hier sehr wirksam sind. Gewürznelken eignen sich zum Beispiel sehr gut zur Verfeinerung von Rotkohl.

Kümmel

Wer Verdauungsprobleme hat, sollte es ruhig mal mit etwas Kümmel versuchen. Die Heimat des Kümmels sind die Mittelmeerländer und Vorderasien. Kümmel kann dabei helfen, den Blutzucker zu stabilisieren und verfügt über hohe Anteile von Vitamin C und Vitamin A. Zudem ist Kümmel für die Menschen geeignet, die Probleme mit ihren Eisenwerten haben. Kümmel eignet sich hervorragend für viele Kohlgerichte, und wer mit Chili kocht, sollte sich ruhig trauen, auch dort etwas Kümmel zu ergänzen.

Rosmarin

Rosmarin wächst im zentralen und westlichen Mittelmeerraum von Portugal bis zum Schwarzen Meer. In Rosmarin sind Wirkstoffe zu finden, die eine entzündungshemmende Wirkstoffe aufweisen. Wer gerne grillt, weiss, dass Rosmarin sich hervorragend eignet, um das Grillgut zu marinieren – gern auch in Kombination mit Olivenöl und Zitronensaft. Und wenn es kein Fleisch sein soll: Kartoffeln vierteln, mit Butterflocken belegen, etwas Salz und Rosmarin drauf streuen und ab in den Ofen zum Backen.

Thymian

Thymian ist ein Gewürz, das oftmals als Zusatzstoff in Hustenbonbons zu finden ist, aber auch in vielen Mundwässern zu finden ist. Die Inhaltsstoffe von Thymian sind hilfreich, wenn Bronchitis, Asthma oder Halsschmerzen auftauchen. Mit Thymian lassen sich außerdem Linsen oder Geflügelgerichte geschmacklich hervorragend aufwerten.

Oregano

Vor allem das im Oregano enthaltene Öl weist eine gut belegbare antibakterielle Wirkung auf und wirkt außerdem pilzbekämpfend. Auch seine antivirale Wirkung ist hilfreich für den Körper. Oregano ist eines der Gewürze, das sich zum Beispiel in Salaten oder unzähligen Varianten frischer Tomatensauce besonders wohl fühlen.

Knoblauch

Der Knoblauch gibt nicht nur jedem Gericht nicht nur einen kräftigen, unverwechselbaren Geschmack, er verbessert und fördert auch die Durchblutung, die unseren Körper wesentlich am Laufen hält. Knoblauch kann aber auch noch mehr: Auch der Darm kommt mit Knoblauch in Schwung, darüber hinaus kann Knoblauch den Cholesterinspiegel senken helfen und stärkend auf das Immunsystem wirken.
Beim Braten sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Knoblauch nicht allzu stark erhitzt wird – sonst wird das Gericht schnell bitter und ist für die Geschmacksnerven kein wirklicher Hochgenuss mehr. Knoblauch lässt sich übrigens recht leicht im Garten oder auf dem Balkon ziehen.

Perfekte Pausensnacks: Gesunder Start in die Schule!

 width=Es ist irgendwie kaum zu glauben, aber in den ersten Bundesländern geht die Schule wieder los. Sechs Wochen Sommerferien – das scheint endlos, wenn die freien Tage endlich beginnen. Aber wie schnell sind sie dann schon wieder vorbei, und der Alltag hat uns wieder – Kinder, Eltern und auch Lehrer. Die ersten Tage in der Schule sind oft nicht so einfach, denn unser Körper läuft noch im Ferienmodus, und schnelle Umstellungen sind oft mit Stress für Leib und Seele verbunden. Damit wir trotzdem fit und aufnahmefähig in den Tag starten, kann die richtige Ernährung helfen, beim Frühstück natürlich und auch beim Pausensnack.

Einige Nahrungsmittel haben einen besonders günstigen Effekt auf das Leistungsvermögen des Gehirns. Sie verbessern die Merk- und Konzentrationsfähigkeit, da spezielle Wirk- und Schutzstoffe enthalten sind. Diese Lebensmittel werden in letzter Zeit häufig unter dem Begriff Brainfood, also Hirnnahrung zusammengefasst, und dazu gehören zum Beispiel Hafer, Nüsse, Müsli, Fisch, Dinkel, Soja und Äpfel. Sie alle gelten aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als typische Vertreter des Brainfoods – und tragen wesentlich dazu bei, unseren Denkapparat zu unterstützen. Ein Früchtemüsli ist also ein idealer Vorschlag für das Frühstück, damit wir fit in den (Schul-) Tag starten.

Wichtig für das optimale Funktionieren unseres Gehirns ist darüber hinaus eine regelmäßige Energiezufuhr:

Für eine optimale Leistungsfähigkeit des Gehirns ist ein konstanter Blutzuckerspiegel wichtig, und damit sind wir beim Thema Pausenbrot. Denn eine ordentliche Zwischenmahlzeit am Vormittag hält die grauen Zellen frisch und lässt Kinder den Schultag hellwach und munter absolvieren. Gute Leistungen sind nicht nur eine Frage der Intelligenz. Wichtig ist auch, dass das Gehirn optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Studien zeigen: Das Frühstück allein reicht nicht aus, um bis mittags fit und aktiv zu bleiben – der Körper braucht zwischendurch neue Energielieferanten wie Vitamine, Calcium und Eiweiß. Aber auch der weltbeste Pausensnack ist unnütz, wenn er in der Tasche bleibt – deshalb ist es gut, die Kinder beim Speiseplan mitreden zu lassen und eine vertretbare Balance zwischen Schokoriegel und Kohlrabischnitzel auszuhandeln.

Es ist nun mal so:

Das gesündeste Pausenbrot ist ein Brot aus vollem Korn. Kinder mögen Vollkornbrot, wenn es fein vermahlen und saftig ist. Ihr Kind isst das nicht? Dann geben Sie ihm Sonnenblumen- oder Mischbrot mit. Achten Sie darauf, dass der Brotbelag nicht zu üppig ist: Fettarme Käse- und Wurstsorten liefern nicht nur weniger Kalorien, sie sind auch leichter verdaulich. Und in ihnen steckt mehr Eiweiß. Das braucht der Körper, um leistungs- und widerstandsfähig zu bleiben.


Dünn geschnittenes Gemüse hält das Brot saftig und sieht appetitlich aus. Ihr Kind mag lieber Joghurt oder Quark? Eine gute Wahl, denn darin stecken der Knochenstärker Calcium, wertvolles Eiweiß und Vitamine. Die Milchsäurebakterien bringen den Darm und von dort aus den ganzen Körper in Schwung. Obst und Gemüse gehören natürlich immer in die Brotbox. Am besten geputzt und klein geschnitten, denn Kinder essen doppelt so viel Obst und Gemüse, wenn es ihnen mundgerecht angeboten wird.  Und Kinder, die Süßes lieben, bekommen Beeren, Apfel-, Birnen- und Aprikosenspalten, kernlose Weintrauben oder andere Lieblingsfrüchte mit.

Ok soweit,

aber lassen Sie uns den Tatsachen ins Auge blicken: Kinder stehen nunmal oft eher auf Müsliriegel oder Milchschnitten als auf jedes noch so mundgerecht bereitete Gemüse. Laut Forschungsinstitut für Kinderernährung sind das nicht die idealen Snacks für die Schulpause: Die meisten enthalten zu viel Fett und Zucker und zu wenig Nährstoffe, sind also eher Süßigkeiten, die den Blutzuckerspiegel nur kurz ansteigen lassen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die „Besser-als-nichts“-Theorie, und auch da ist etwas dran – denn im Zweifelsfall ist ein Müsliriegel in der großen Pause immer noch besser als die Vollkorn-Gemüse-Schnitte, die am Nachmittag unberührt aus der Brotbox exhumiert wird.

Es sind also Kompromisse und Verhandlungsgeschick gefragt:

Riegel ja, aber auch Obst. Kinderquark ok, aber die Möhrchen werden auch gegessen, und so weiter. Die Kinder sollten auf jeden Fall beim bestücken der Frühstückstüte mitreden dürfen, denn damit erhöht sich die Chance, dass der Pausensnack letztlich auch gegessen wird.

Und nicht zuletzt:

Ans Trinken denken! Denn mindestens ebenso wichtig wie Energie und Nährstoffe ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, wenn der Denkapparat gut funktionieren soll. Optimal sind Wasser oder dünne Fruchtschorlen, manche Kinder mögen auch kalte Früchtetees oder Ähnliches.
Und bei aller noch so richtigen Ernährung bleibt uns ja außerdem die Gewissheit: Die nächsten Ferien kommen ganz bestimmt!

 

Wirkung ohne Wirkstoff: Der Placebo-Effekt

 width=Placebos sind eigentlich keine Arzneimittel, denn es sind Präparate ohne Wirkstoffe – und werden in vielen Therapien dennoch mit erkennbarem Erfolg eingesetzt. Meist handelt es sich bei den Scheinmitteln um harmlose Zuckerpillen oder Kochsalzlösungen.

In klinischen Studien haben Placebos üblicherweise die Rolle der inaktiven Kontrolle:

Während einer Gruppe echte Medikamente verabreicht werden, bekommt eine Kontrollgruppe Placebos. Am Ende werden dann die Wirkungen mit denen der Arzneistoffe verglichen. Und allein schon dieses Vorgehen macht deutlich, welche Auswirkungen der Placebos-Effekt haben kann – denn wenn es ihn nicht gäbe, bräuchte man ja auch keine Kontrollgruppe, die zwar Tabletten, aber keine Wirkstoffe aufnimmt. Weil aber allein schon das Einnehmen von Präparaten (oder eben Placebos) Auswirkungen hat, braucht man eine Vergleichsgruppe mit einer Scheintherapie.

Lange Zeit hieß es,

die Wirkung beruhe nur auf der Einbildung der Patienten. Das ist aber inzwischen eindeutig widerlegt: Der Placebo-Effekt ist ein messbarer neurobiologischer Vorgang. Dank moderner Untersuchungsmethoden lässt sich die Wirkung der Scheinmedikamente auf das Gehirn ziemlich genau nachverfolgen. Das Ergebnis: Tatsächlich sind Placebos auch selbst wirksam. Vergleicht man Patienten, die im Rahmen von ­klinischen Studien mit Placebos behandelt wurden, mit Patienten, die gar keine Behandlung erhielten, geht es denen mit Placebo-Therapie oft besser. Das ist für viele Indikationen immer wieder nachgewiesen worden und wird in der Wissenschaft inzwischen nicht mehr bestritten: Placebos können wie echte Medikamente Krankheitssymptome deutlich bessern, wenn der Patient an ihre Wirksamkeit glaubt.

Erklärt wird dieser Effekt wie folgt:

Der Patient erwartet, dass es ihm nach Einnahme einer Tablette besser geht. Er ist es so gewohnt, und er glaubt daran, dass ihm Arzt und Medikament helfen. In diesem Moment aktiviert die Psyche unsere körpereigene Biochemie: Das Gehirn befiehlt dem Körper, bestimmte Hormone auszuschütten, zum Beispiel bei Kopfschmerzen Endorphine, die als Schmerzstopper wirken. Dadurch werden die Schmerzen dann tatsächlich gelindert, auch wenn gar kein wirksames Medikament eingenommen wurde. Placebos können also keinen Knochenbruch heilen, wohl aber die dadurch entstandenen Schmerzen lindern, allein schon Hoffnung und Glaube können Nervenzellen und Hormone aktivieren.

Außerdem beeinflussen weitere Faktoren den Placebo-Effekt,

nicht unwichtig sind beispielsweise Persönlichkeit und Vorerfahrungen des Patienten. Hat er wenig Vertrauen in Arzt und Therapie, wird auch das Placebo schlechter wirken. Das Gegenteil ist meist der Fall, wenn er eine höhere Erwartungshaltung mitbringt. Dann hilft das wirkstofflose Präparat besser – Optimisten sind hier also klar im Vorteil. Diese Effekte gibt es nicht übrigens nur bei Placebos, sondern auch bei vielen echten Medikamenten und Therapien: Erwartet der Patient von einer Arznei eine Besserung seines Zustands, wirkt sie tendenziell auch besser.

Nocebo: Negativer Placebo-Effekt

Die Psyche beeinflusst also, wie Medikamente wirken – allerdings in beide Richtungen. So kann das Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen zum Teil auch auf negativen Erwartungen beruhen. Ärzte sprechen dann von einem Nocebo-Effekt, und auch dieser ist durch wissenschaftliche Untersuchungen inzwischen gut belegt: Studienteilnehmer zum Beispiel, die glaubten, ihnen würde Strom durch den Kopf geleitet, entwickelten prompt Kopfschmerzen – Strom floss allerdings dabei zu keiner Zeit. An einem anderen Experiment nahmen Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie teil: Ärzte injizierten ihnen reine Kochsalzlösung, gaben aber an, die Flüssigkeit beinhalte ein Allergen. Als Folge wies jeder vierte Proband allergische Symptome auf.

Um den Placebo-Effekt bewusst einzusetzen und gleichzeitig den Nocebo-Effekt zu vermeiden, müssen zwei Vo­raussetzungen erfüllt sein: Erstens müssen Ärzte und Apotheker sich bewusst sein, dass die Art und Weise, wie sie über ein Medikament sprechen, über dessen Erfolgsaussichten mitentscheidet. Positive Effekte hervorzuheben, ohne mögliche negative Wirkungen zu verschweigen, ist eine Gratwanderung, die viel Einfühlungsvermögen erfordert. Dazu – und das ist die zweite Voraussetzung – braucht man Zeit. Zeit, um sich dem Patienten zuzuwenden, seine Bedürfnisse wahrzunehmen und darauf einzugehen.

Hohe Temperaturen, kleine Mahlzeiten: Richtig essen bei Hitze

Grünkohl, Gans oder ein ordentlicher Schweinsbraten bestimmen bei diesen Temperaturen wohl eher selten unseren Speiseplan. Von der einen oder anderen Grillwurst mal abgesehen sind es eher Salate, frisches Obst und Gemüse oder leichte Fischgerichte, die uns schmecken, wenn es draußen heiß ist – und das ist auch richtig so. Denn leichte Gerichte entlasten den Körper von schweißtreibender Verdauungsarbeit, die uns anstrengt und zusätzlich zur Hitze schlapp und müde macht.

Auf große Portionen und üppige Speisen aber haben die meisten Menschen jetzt ohnehin keinen Appetit – da reicht statt einer Mahlzeit auch schon mal der schnelle Griff in den Obstkorb oder ins Eisfach. Wenn es draußen heiß ist, ist leichte Kost in kleinen Portionen so ungefähr das beste, was man für den Körper tun kann. Geeignet sind Salate mit einem fettarmen Dressing, gedünstetes Gemüse oder Rohkostsalate, Obstsalat, Buttermilch, Quark oder auch mageres Fleisch oder gedünsteter Fisch.

Auch Kartoffeln, Nudeln oder Reis mit Gemüse sind als warme Mahlzeit oder kalt als Salat bei Hitze recht gut verträglich. Ach so, na klar – ab und zu ein Eis kann natürlich auch nicht wirklich schaden. Und wer dann noch fünf oder sechs kleine und leichte Gerichte über den Tag verteilt, entlastet seinen Körper zusätzlich.

Salz hilft dem Körper

Wichtiger als Essen ist es, bei Hitze ausreichend zu trinken, denn sonst drohen bei warmem Wetter schnell einmal Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Normalerweise benötigt der Körper anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit am Tag – an heißen Tagen oder bei großen Anstrengungen aber kann der Flüssigkeitsbedarf schon mal auf das Doppelte oder noch mehr ansteigen.
Am besten startet man schon morgens mit einem großen Glas Leitungswasser in den Tag, denn damit gleicht man den nächtlichen Flüssigkeitsverlust aus. Geeignet sind auch Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen, die am besten aus einem Teil Saft und drei oder vier Teilen Wasser gemischt sein sollten. Eine kleine Prise Salz im Wasser hilft außerdem dabei, den Salzverlust auszugleichen, falls man schwitzt – hier sollten Menschen mit hohem Blutdruck oder einer salzarmen Diät allerdings im Zweifelsfall den Arzt oder Apotheker konsultieren.

Auch wichtig: Auch wenn es verlockend ist, sollte man von eisgekühlten Getränken man besser Abstand nehmen. Sie helfen nur kurzfristig gegen das Hitzegefühl und können außerdem auf den Magen schlagen. Generell gilt: Getränke sollten weder zu heiß noch zu kalt sein. Sehr heiße Getränke bringen den Körper erst recht ins Schwitzen, bei sehr kalten Getränken wiederum bekommt der Körper den Impuls, zusätzlich Wärme zu erzeugen, was ja nicht gewollt ist und den Kreislauf belasten kann.

Neben dem Trinken helfen auch besonders wasserreiche Lebensmittel dabei, genügend Flüssigkeit aufnehmen – dazu zählen Melonen, Gurken, Tomaten und auch Beerenfrüchte. Generell bieten frisches Obst und Gemüse sich bei Hitze besonders an, um einerseits Flüssigkeit zu sich zu nehmen und andererseits den Körper möglichst wenig zu fordern. Viel Flüssigkeit ist außerdem in Speisen wie Gemüsesuppen oder Kaltschalen enthalten.

Wichtig: Besonders bei schnell verderblichen Lebensmitteln sollte man von Anfang an auf ausreichende Hygiene achten – besonders sensibel sind bei Hitze sind zum Beispiel Fisch, Geflügel und rohe Fleischprodukte wie Mett oder Bratwürste. Idealerweise sollte man man sie beim Einkauf zuletzt in den Einkaufswagen legen und damit möglichst lange in der Kühlung belassen. Wer sie dann noch in einer Kühltasche nach Hause bringt, sorgt dafür, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Und auch Käse, Milch und Milchprodukte sollte man bei hohen Temperaturen am besten in einer Kühltasche transportieren.

Außerdem ist es ratsam, im Sommer eher kleine Mengen einzukaufen und dann entsprechend schnell zu verbrauchen. Fleischgerichte sollte man zudem immer gut durchgaren und besonders bei Hitze mit Speisen vorsichtig sein, die rohe Eier enthalten.
Verzichten sollte man bei Wärme am besten ganz auf Gerichte, die mit rohem Fleisch zubereitet sind: Mett oder Carpaccio schmecken auch im Herbst, wenn es draußen wieder kühler ist.

Wenn sich plötzlich alles dreht… Schwindel kann gefährlich sein

 width=Erlebt hat es wohl jeder schon einmal: Man steht ein wenig zu schnell auf, man hat vielleicht gerade eine Grippe hinter sich oder der Kreislauf ist geschwächt, und dann dreht sich alles einen Moment lang. Schwindel, medizinisch Vertigo genannt, ist eine Störung des Gleichgewichtssinns: Wir verlieren die gewohnte Körpersicherheit, unsere Raumorientierung ist beeinträchtigt und wir haben ein Gefühl des Schwankens oder Drehens. Nicht selten treten nebenher weitere Störungen des Gleichgewichts auf, wie zum Beispiel Fallneigung, Übelkeit, Erbrechen oder uns wird sogar schwarz vor Augen. Diese Beschwerden entstehen, weil die an das Gehirn übermittelten Informationen der verschiedenen Sinnesorgane nicht miteinander in Einklang zu bringen sind.

Wann tritt Schwindel auf?

Auch gesunden Menschen wird hin und wieder schwindlig, etwa wenn sie zu wenig Schlaf hatten oder sich körperlich überfordert haben. Wer niedrigen Blutdruck hat, muss sich morgens beim Aufstehen oft etwas Zeit lassen, um sicher auf die Beine zu kommen. Eine neue oder falsch eingestellte Brille kann ein weiterer Grund für kurze Schwindelattacken sein, und nach der schon erwähnten Karussellfahrt ist vielen mulmig zumute, der feste Boden scheint zu schwanken. Einige Menschen erleben in der Höhe Schwindelgefühle oder während einer Reise, etwa mit dem Bus, Flugzeug oder Schiff.
Wer unter Schwindel leidet, ist bei weitem kein Einzelfall: Mehr als jeder zehnte Patient beim Hausarzt klagt über Schwindelgefühle, und im Alter nehmen solche Störungen des Gleichgewichtssystem häufig noch einmal deutlich zu. Der Leidensdruck der von Schwindelanfällen Betroffenen ist häufig hoch: Durch die Gangunsicherheit wirken sie wie betrunken und die Schwindelgefühle werden von Außenstehenden oft nicht ernst genommen. Patienten mit Schwindel sind zudem nicht fahrtauglich, weil jederzeit unvorhersehbar Schwindel auftreten kann, und allein das schränkt die Lebensqualität bei vielen erheblich ein. Erste Regel für Betroffene: Auf jedem Fall ein Mobil-Telefon bei sich tragen, um in Notfällen Hilfe holen zu können.

Wie entsteht das Schwindelgefühl?

Damit wir uns aufrecht halten und uns sicher in den unterschiedlichsten Lebenssituationen bewegen, arbeiten drei präzise aufeinander abgestimmte Sinnessysteme zusammen: Im Mittelpunkt steht das vestibuläre System, das Gleichgewichtssystem im engeren Sinn. Es umfasst das Gleichgewichtsorgan im Innenohr – in direkter Nachbarschaft zum Hörorgan – mit dem Gleichgewichtsnerv und den zuständigen Nervenbahnen im Gehirn. Dieses Netzwerk gibt an, in welche Richtungen wir uns bewegen. Seine Informationen zur Orientierung im Raum werden ergänzt von den Meldungen der Augen und des Tastsinns, die aufzeigen, wo wir uns bewegen. Das Gehirn verarbeitet die Informationen und setzt sie so um, dass alle Bewegungen aufeinander abgestimmt sind und wir uns ganz selbstverständlich im Alltag bewegen. Ist dieses Netzwerk gestört, tritt Schwindel auf.

Wie gefährlich ist Schwindel?

Schwindel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein häufiges Symptom vieler Grunderkrankungen – vielfach ist er neurotoologischer Natur, d.h. die Sinne betreffend wie z.B. das Gleichgewichtsorgan. Schwindel tritt in Form von wiederkehrenden Anfällen oder auch chronisch anhaltend auf. Wer immer wieder Schwindelanfälle erlebt, sollte den Haus- oder HNO-Arzt zur ersten Abklärung möglicher Ursachen aufsuchen. Wenn der Auslöser des Schwindels in einer Funktionsbeeinträchtigung des Gleichgewichtssinns liegt, wird der Arzt je nach Beschwerdebild an einen anderen Facharzt oder einen psychotherapeutisch-tätigen Kollegen überweisen.

Schwindel kann, muss aber nicht harmlos sein. Auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen sollte man, wenn:

Schwindel ohne ersichtlichen Anlass neu auftritt

Häufiger das Gefühl auftritt, dass auf festem Grund zu schwanken oder die Umgebung sich bewegt

Bei bestimmten (Kopf-)Bewegungen schwindlig wird

Schwindel oder Gleichgewichtsprobleme länger anhalten

Andere Beschwerden hinzukommen, wie etwa Übelkeit, Kopfschmerzen, Hörprobleme, Ohrgeräusche, Benommenheit, Herzstolpern oder Atemnot

Schwindel während einer (Infektions-) Krankheit auftritt

Wie man sie bettet, so halten sie: Früchte richtig lagern

 width=Der Sommer steht vor der Tür – und damit die Zeit im Jahr, die uns reiche Ernte an Früchten und Gemüse aus dem eigenen Garten oder zumindest vom Wochenmarkt beschert. Erdbeeren und Radieschen, Kirschen oder Kopfsalat stehen frisch und knackig auf dem Speisezettel, schmecken super und sind auch noch gesund. Allerdings: Viele Früchte verderben schnell, und gerade dann, wenn wir mit vollen Einkaufstaschen nach Hause kommen, stellt sich die Frage: Wohin damit? Küche, Kühlschrank oder Keller? Mit der richtigen Lagerung bleiben Früchte länger frisch und wichtige Vitamine besser erhalten. Wo und wie sie am besten lagern, wo sie am längsten halten und wie ihre Vitamine und Vitalstoffe für uns optimal bewahrt werden können, lesen Sie hier:

Vitamine sind oft stark temperatur- und lichtempfindlich und werden bei falscher Lagerung schnell zerstört. Und weil wir nicht alles sofort nach dem Ernten genießen können, sondern häufig für einige Tage einkaufen, ist es wichtig, Obst und Gemüse richtig aufzubewahren, damit es sich länger frisch hält. Nicht jedes Obst oder Gemüse aber verträgt dieselbe Art und Weise der Lagerung, vor allem kommt es auf die richtige Temperatur und auf die Luftfeuchtigkeit an.
Bei Obst und Gemüse handelt es sich auch nach dem Pflücken um lebendige Organismen, die atmen und Vorratsstoffe verbrauchen, und mit der richtigen Lagerweise lässt sich dieser Prozess verlängern. Ein Apfel zum Besipiel verbraucht nach und nach seine Wasserreserven, irgendwann wird er dann schließlich schrumpelig. In einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahrt allerdings lässt sich das Austrocknen hinauszögern – zum
Beispiel im Keller (außer im Heizungskeller, versteht sich).

Generell gibt es einen recht einfachen Trick, um zumindest grob zu bestimmen, wo eine Frucht am besten lagert:

Man sollte daran denken, in welchen Klimazonen Obst oder Gemüse heimisch sind, und schon kann man recht wenig falsch machen. Einheimische Sorten wie Brokkoli, Kohl und Rhabarber sind im Kühlschrank meist bestens aufgehoben, Südfrüchte wie Mangos, Bananen und Co. sind dagegen keine niedrigen Temperaturen gewohnt und gehören nicht in den Kühlschrank. Dort erleiden sie schnell so etwas wie einen Kälteschock: Das Zellgewebe kann dabei beschädigt werden, bei Bananen etwa bilden sich braune Flecken. Tropische Früchte sind deswegen am besten bei Zimmertemperatur aufzubewahren, und das gilt gemäß unserer Faustregel ebenfalls für südländisches Gemüse wie Tomaten, Zucchini oder Paprika.

Ebenfalls wichtig bei der Lagerung:

Äpfel und Tomaten sollten getrennt vom restlichen Obst aufbewahrt werden. Sie nämlich setzen Ethylen frei – ein Pflanzenhormon, das den natürlichen Reifungsprozess in Gang setzt und die Früchte schneller verderben lässt. In der Nähe von Äpfeln bekommen andere Obst- und Gemüsesorten eine Überdosis Ethylen ab, und unter Umständen reifen und verderben sie schneller. Auch viele andere Obstsorten wie Aprikosen, Birnen oder Bananen geben dieses Pflanzenhormon ab.
Andererseits lässt sich diese Eigenschaft von Ethylen durchaus nutzen: Legt man eine Banane zu einem unreifen Apfel, beschleunigt man damit dessen natürlichen Reifungsprozess. 

Am besten schmecken Obst und Gemüse zweifellos frisch, dann enthalten sie auch die meisten Vitamine und Mineralstoffe – und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung. Aber die richtige Lagerung hilft, die vielen positiven Eigenschaften zumindest eine Zeit lang zu bewahren.

Zum Schluss ein paar Tipps zur Lagerung von bestimmten Früchten:

Äpfel: An einem kühlen und feuchten Ort aufbewahren, am besten im Keller. Nicht mit anderem Obst und Gemüse lagern.

Bananen: Sie mögen es am liebsten trocken. Außerhalb des Kühlschranks halten sich Bananen rund drei bis vier Tage.

Erdbeeren: Sind wie Himbeeren oder Brombeeren sehr empfindlich. Am besten schnell verzehren oder abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. So halten sie sich bis zu zwei Tage. Die Beeren sollten sich dabei möglichst nicht berühren, so können sich die ersten Schimmelsporen weniger schnell verbreiten.

Mangos: Wie die meisten Südfrüchte vertragen Mangos keine Kälte. Deshalb am besten in der Küche in einem Obstkorb aufbewahren.

Rhabarber: Am besten in ein Küchentuch einwickeln und im Kühlschrank lagern. Haltbarkeit: einige Tage.

Spargel: Ein sehr empfindliches Gemüse, das möglichst frisch verzehrt werden sollte. Er hält sich wie Rhabarber in ein Küchentuch eingewickelt am besten.

Tomaten: Nicht im Kühlschrank aufbewahren. Vom restlichen Gemüse trennen und an einem luftigen und trockenen Ort aufbewahren. Reife Tomaten halten sich rund fünf Tage.

Zucchini: Wie Tomaten gehören auch Zucchini eher nicht in den Kühlschrank. Sie bleiben möglichst lange haltbar, wenn man sie an einem schattigen, nicht zu warmen Platz aufbewahrt.

Heiß wie der Sommer: So grillen Sie gesund!

 width=Wenn man es nicht wüsste, dann könnte man es riechen: Wer an einem sonnigen Wochenende durch die Nachbarschaft streift, hat den Braten oft schon von weitem in der Nase und kann sicher sein – Sommerzeit ist Grillzeit! Wenn es abends noch warm und hell ist, sitzt natürlich lieber im Garten oder auf dem Balkon, wer einen hat – und alle anderen packen Grill und Getränke ein und machen sich auf den Weg zum Teich oder in den Park. Grillen ist lecker, gesellig und sogar gesund, wenn man auf ein paar Dinge achtet – die wichtigsten haben wir hier kurz zusammen gefasst:

Fleisch, Bratwurst und Fisch sind natürlich die Klassiker auf dem Grill und gehören für viele einfach dazu. Der Tipp:

Die leckeren Gemüse- und Salatbeilagen nicht vernachlässigen und schon mal genießen, bevor die Koteletts  fertig sind –  die „Highlights“ genießt man dann eher bewusst und in Maßen. Das ist gesünder und lässt finanziellen Spielraum zum Beispiel für Fleisch aus verbesserter Tierhaltung oder nachhaltig gefangenen Fisch.

Auch Käse gibt es in verschiedenen Varianten für den Grill:

Halloumi zum Beispiel – eine Grillspezialität aus Zypern, aus Schaf-, Ziegen- oder Kuhmilch. Großer Vorteil: Er behält auch beim Erhitzen seine feste Struktur. Zwar eignen sich auch andere Käsesorten zum Grillen – allerdings zerfließen sie meist bei Hitze und gehen dann aus der Form, was das Handling etwas schwierig macht. Käse und andere salzige Speisen sollten übrigens nicht in Alufolie gewickelt werden, weil durch das Salz Aluminium gelöst werden und unfreiwillig auf dem Teller landen kann. Wird Käse bereits in Aluschalen verkauft, sind diese in der Regel speziell beschichtet – im Zweifelsfall sollte man nachfragen. Um das Austrocknen zu verhindern, sollte man Fleisch, Fisch oder Gemüse erst nach dem Grillen salzen und außerdem das Grillgut dünn mit hitzestabilem Öl bestrichen werden.

Wichtig ist auch folgende Regel:

Gepökeltes gehört nicht auf den Grill! Beim Erhitzen von Kassler oder Räucherspeck, Fleisch- und Bockwurst oder Leberkäse können unter der Hitze aus dem Nitritpökelsalz krebserregende Nitrosamine entstehen.

Wer es ohne Fleisch mag,

findet im Handel heutzutage eine Fülle von vegetarischen Fleischersatzprodukten, von denen sich viele auch zum Grillen eignen. Aber auch die Gemüse- und Obsttheken bieten eine reiche Auswahl für das Grillfest: saftige Gemüsearten wie Zucchini, Auberginen, Champignons, Fenchel, Spargel, Maiskolben, Paprika oder Kartoffeln eignen sich prima zum Grillen und bereichern auch jeden Teller mit Bratwurst oder Nackensteak.
Tipp: Gemüse mit hitzebeständigem Öl bestreichen, dickere Sorten vorher in Scheiben schneiden oder vorgaren. Als Desserts vom Rost sind Äpfel, Bananen, Pfirsiche, Aprikosen, Ananas oder Mangos geeignet – nach fünf Minuten auf dem Grill entfalten sie ein ganz besonderes Aroma.

Rohe tierische Lebensmittel können krankheitserregende Keime enthalten:

bei gut gegrillten Steaks sind Bakterien aber kein Problem, Fleisch Wurst und Fisch sollten daher wirklich durchgegart werden. Außerdem sollten Fleisch, Fisch und Wurstwaren grundsätzlich nur zum Garen und nicht mehr zum Warmhalten auf dem Grill liegen, denn hier entstehen gesundheitsschädliche Stoffe – die so genannten PAK oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Damit das nicht passiert, das Grillgut möglichst in eine Grillschale legen – vorzugsweise aus Edelstahl und nicht aus Aluminium, siehe oben. Auch schwarze Stellen sollte man immer abschneiden.

Insgesamt gilt fürs Grillen:

Je schonender, desto gesünder. Die amerikanische Variante des „Barbecue“ bei mittlerer, indirekter Hitze ist dabei gesundheitsverträglicher als kurzes, scharfes Angrillen über offenem Feuer.