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Wenn der Magen rebelliert: Was tun bei Gastritis?

 width=Magenschmerzen hat wohl jeder mal und meistens sind sie harmlos – mit ein bisschen Ruhe und Kamillentee ist der Spuk meist schnell wieder vorbei. Manchmal aber sind die Schmerzen heftig oder dauern lange an – dann kann es sich um eine Gastritis handeln, also eine Entzündung der Magenschleimhaut. Ist das der Fall, sollte man ein paar Dinge wissen:

Was ist eine Magenschleimhautentzündung – also eine Gastritis?

Im Magen wird die aufgenommene Nahrung durchmischt, zerkleinert und von Magensaft durchtränkt. Spezielle Zellen produzieren einen zähflüssigen Schleim, der die Magenschleimhaut mit einem dünnen Film überzieht. So wird der Magen vor der aggressiven Magensäure geschützt. Unterschiedliche Faktoren können dazu führen, dass die Schutzschicht angegriffen oder zu viel Magensäure produziert wird. Dies kann zu einer Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) führen. Entsteht eine akute Gastritis, heilt sie oft recht bald wieder ab. Eine chronische Gastritis hingegen zeigt sich schleichend und ist von Dauer. Aber auch eine akute Gastritis kann einen chronischen Verlauf nehmen.

Wie erkennt man eine Gastritis?

Die Symptome einer akuten oder einer chronischen Gastritis sind in der Regel gleich. Allerdings treten die Beschwerden bei der akuten Magenschleimhautentzündung plötzlich auf, während Betroffene einer chronischen Verlaufsform lange Zeit nichts von der Erkrankung spüren oder nur leichte Symptome haben. Infolge einer Gastritis kann auch eine Magenblutung auftreten. Dann färbt sich der Stuhl schwarz (Teerstuhl) und es kommt vor, dass Betroffene Blut erbrechen. Gastritis kann ebenso zu Magengeschwüren führen.

Häufige Symptome einer Gastritis:

  • Schmerzen im Oberbauch
  • Völlegefühl
  • Mangel an Appetit bis zu Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Häufiges Aufstoßen
  • Mundgeruch

Warum bekommt man Gastritis?

Die Ursachen einer Gastritis sind unterschiedlich. Eine akute Magenschleimhautentzündung wird oft durch übermäßigen Konsum von Alkohol oder Kaffee ausgelöst. Aber auch starkes Rauchen und scharfe Gewürze erhöhen das Krankheitsrisiko. Zudem kann die häufige Einnahme bestimmter Schmerzmittel oder Rheumamedikamente die Schleimhaut im Magen reizen. Ebenso gilt Stress als Verursacher einer Gastritis. Auch eine chronische Verlaufsform der Erkrankung kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Zu den häufigsten chronischen Formen gehört die Gastritis vom Typ B. Meist wird sie durch Helicobacter-pylori-Bakterien verursacht. Patienten erhalten dann oft eine Kombination mehrerer Antibiotika und Protonenpumpenhemmer. Die Helicobacter-pylori-Infektion lässt sich damit in der Regel erfolgreich bekämpfen.

Wie lange dauert eine akute Gastritis?

Da jeder Patient eine andere körperliche Konstitution mitbringt, kann man das nicht genau sagen. Eine akute Magenschleimhautentzündung heilt meist rasch von selbst innerhalb weniger Tage oder Wochen – vorausgesetzt man achtet auf eine magenschonende Ernährung und verzichtet einige Zeit auf alles, was die Schleimhaut reizt.

Was kann man bei einer Magenschleimhautentzündung essen?

Wichtig ist es, die Schleimhaut nicht noch stärker zu reizen. Daher sollte man auf Lebensmittel wie Kaffee, scharfe Gewürze und Alkohol vorübergehend verzichten. Ebenso auf fettreiche Nahrung sowie Rohkost. Besonders magenschonend sind Haferschleim, Zwieback, Suppen, Kartoffelpüree und Reis. Wer aufgrund der Gastritis-Beschwerden keinen Appetit hat, sollte unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Kamillentee ist gut, aber auch andere, den Magen beruhigende, Teemischungen werden empfohlen.

Welche Hausmittel helfen bei Gastritis?

Um die Beschwerden einer Gastritis zu lindern, hilft vielen schon das Auflegen einer Wärmflasche oder das Einkuscheln in eine wärmende Decke. Vorübergehend sollten Betroffene sich mit Schonkost ernähren. Haferschleim ist besonders vorteilhaft, da er die Magenschleimhaut schützt. Als Getränke eignen sich Tees und stilles Wasser. Häufig hilft auch Heilerde, da sie Magensäure bindet.

Wie wird man eine Gastritis wieder los?

Wer an einer akuten Gastritis leidet, kann meist durch einfache Anwendungen Linderung erfahren. Ein Tee aus Kamille, Pfefferminze und Süßholz reduziert oft schon die Beschwerden, ebenso eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf dem Bauch. Wird eine Magenschleimhautentzündung durch Stress ausgelöst, sollten Betroffene einen gang runter schalten, sich Ruhe gönnen und vielleicht einige Entspannungstechniken praktizieren. Auch Medikamente können zur Besserung beitragen. So werden unter anderem häufig Antazida, zur Neutralisierung der Magensäure, verordnet. Hinter den Beschwerden kann aber auch eine chronische Gastritis stecken, und da helfen Hausmittel dann meist nicht mehr weiter. Auf jeden Fall sollte man die Ursache der Symptome ärztlich abklären lassen, denn die Erkrankung kann auch einen ernsten Verlauf nehmen.

Welche Medikamente helfen bei Gastritis?

Führen Umstellungen in der Ernährung und Entspannungstechniken nicht zu einer Besserung, dann können gegebenenfalls Medikamente weiterhelfen. Das sind zum Beispiel:

Antazida: Die Wirkstoffe sorgen für eine Neutralisierung der aggressiven Magensäure.

H2-Rezeptor-Blocker: Mittel wie Cimetidin oder Ranitidin reduzieren die Produktion der Säure im Magen. Entzündete Schleimhaut wird vor weiteren Angriffen geschützt und kann sich erholen.

Protonenpumpenhemmer: Die Mittel reduzieren auch die Produktion von Magensäure, sollten aber aufgrund ihrer Nebenwirkungen nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit dem Arzt über längere Zeit eingenommen werden. Häufig werden Protonenpumpeninhibitoren (PPI) wie Omeprazol oder Pantoprazol verordnet.

Antibiotika: Die Medikamente wirken gegen krankmachende Bakterien. Daher werden sie im Fall einer chronischen Gastritis vom Typ B häufig verordnet. Meist erfolgt eine Kombination aus zwei oder drei antibiotisch wirkenden Arzneien zusammen mit einem Protonenpumpenhemmer. Die Medikamente sollten etwa sieben Tage lang eingenommen werden, um Helicobacter pylori erfolgreich zu bekämpfen.

Mittel gegen Krämpfe und Brechreiz: Der Arzt kann zudem krampflösende Medikamente (Spasmolytika) und auch solche gegen den Brechreiz (Antiemetika) verordnen.

Vitamin B12: Injektionen mit Vitamin B12 erhalten Patienten, die an einer chronischen Typ-A-Gastritis leiden.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Gesund oder nicht? Die Wahrheit über Saft

 width=Klar, auf den ersten Blick einleuchtend: Obst ist gesund, also sind Obstsäfte es auch. Wie gesund aber sind die fruchtigen Getränke wirklich? Und ist Saft immer gleich Saft? Oder gibt es Unterschiede? Hier ein paar Fakten:

Nicht nur frische Früchte,

auch Obstsäfte stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, denn: Saft ist eben nicht gleich Saft. Einmal pro Woche Fleisch, zwei- bis dreimal pro Woche Fisch, ansonsten viele Vollkornprodukte, Getreide, Nudeln, Hülsenfrüchte und Salat, dazu noch fünfmal am Tag Obst und Gemüse – so lautet die Empfehlung von Ernährungsspezialisten, wenn es um die Frage geht, wie wir uns möglichst gesund ernähren. Das ist schon mal ein strammes Pensum im Dienst unserer Gesundheit, und wenn man sich das Ganze etwas leichter machen will, dann nimmt man schon mal die Abkürzung – statt also Obst zu waschen, zu schälen und zu schneiden greifen wir zum Saft. Doch kann man Obst einfach durch Obstsaft ersetzen?“

„Jein“,

lautet die Antwort mal wieder. Denn: Einerseits haben zwar mehrere wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Obst und Gemüse die meisten positiven Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen haben, wenn sie frisch und mit ihren wertvollen Ballaststoffen über den Tag verteilt in fünf Portionen gegessen werden. Andererseits wissen wir inzwischen, dass man eine Portion Obst ruhigen Gewissens durch ein Glas Obstsaft ersetzen kann, und zwar am besten frisch gepresst. Das ist, mit einem kleinen „aber“, die gute Nachricht. 

Der Grund:

Beim Pressen verlieren sich zwar die Ballaststoffe (auch wenn Fasern übrig bleiben), doch die meisten der wertvollen Inhaltsstoffe, die im Obst stecken, gehen in den Saft über. Das sind zum Beispiel Vitamine und darunter insbesondere die Vitamine C und A, die das Immunsystem stärken. Das sind aber auch Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium, die den Nerven und Muskeln gut tun, sowie die sekundären Pflanzenstoffe Flavonoide und Phenole, die in besonders großen Mengen in Apfel-, Grapefruit-, Ribisel- und rotem Traubensaft vorkommen und nach neuesten Studien anscheinend sogar das Risiko senken können, an Alzheimer zu erkranken oder einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. 

Wichtig:

Frisch gepressten Saft sollte man sofort konsumieren. Steht der Saft länger herum, verflüchtigen sich mit der Zeit und durch die Einwirkung von Licht, Sauerstoff und Wärme manche Inhaltsstoffe, und der Saft verliert rasch an Gesundheitswert. Wer am Abend einen Saft trinkt, der in der Früh gepresst wurde und dazwischen vielleicht noch ungekühlt und bei greller Beleuchtung im Supermarktregal stand, der hat vielleicht noch ein schönes Geschmackserlebnis, aber für die Gesundheit bringt einem so ein Saft deutlich weniger als frisches Obst. Unterm Strich also gilt: Kann man machen, aber dann bitte schnell.

Die zweite Wahl: Zu 100 Prozent direkt gepresst aus dem Supermarkt

Kann man eine Portion Obst auch ohne Selberpressen (was ja auch nicht weniger Aufwand bedeutet als schälen, schneiden usw.) durch industriell hergestellten Fruchtsaft ersetzen? Auch diese Frage kann man nicht so ganz eindeutig beantworten. Denn der Gesundheitswert von industriell hergestellten Säften ist sehr unterschiedlich. Er hängt wesentlich von der Art der Säfte ab, wird durch die Inhaltsstoffe bestimmt und reduziert sich mit der Zahl der Verarbeitungsschritte.

Am besten für die Gesundheit ist fertiger Fruchtsaft,

der nach den Angaben des Herstellers zu 100 Prozent direkt gepresst ist und „ohne künstlichen Zuckerzusatz“ abgefüllt wurde. Gut ist, wenn der Saft lichtgeschützt in Tetrapacks oder einer dunklen Flasche abgefüllt ist und gekühlt gelagert wird, so bleiben nicht-stabile Inhaltsstoffe wie das Vitamin C länger erhalten. Durch die Lagerung gehen mit der Zeit Inhaltsstoffe verloren oder werden in Ihrer Wirkung abgeschwächt – gesund sind diese Produkte dennoch.

Ebenfalls überall im Handel erhältlich sind Fruchtsaftgetränke aus Fruchtsaftkonzentrat

Sie können frisches Obst allerdings nicht ersetzen. In einigen Ländern werden Fruchtsaftgetränke nicht mehr unter Fruchtsäfte und gleichartige Erzeugnisse geführt, sondern gelten als „Erfrischungsgetränke mit geschmacksgebenden Zusätzen“. Erlaubt ist der Zusatz von süßenden Stoffen, Geschmack- und Aromastoffen, Genusssäuren, Farb- und Konservierungsstoffen, Vitaminen, Molke, Magerjoghurt oder Malzextrakt. Auch wenn Fruchtsaftgetränken aus Furchsaftkonzentrat  Vitamine zugesetzt werden, sind sie für die Gesundheit tendenziell zu vernachlässigen – und bei hohem Zuckergehalt sogar nachteilig.

Ganz lecker, aber nicht gesund: Fruchtnektar

Fruchtnektar taugt nur noch wenig als Obstersatz. Nektar braucht nur einen Fruchtsaftgehalt von 25 bis 50 Prozent zu enthalten, wobei in Ananas-, Apfel-, Birnen-, und Pfirsichnektar mit 50 Prozent Fruchtsaftgehalt noch am meisten vom Obst steckt, in Johannisbeer- oder Mangonektar mit einem Fruchtsaftgehalt von 25 Prozent am wenigsten. Der Rest ist in jedem Fall Wasser und Zucker.  Manchmal wird dem Nektar Vitamin C zugesetzt. Der Zusatz kann sich aber je nach Lagerdauer und -temperatur – so wie bei allen anderen Säften auch – um bis zu 40 Prozent verringern. Was Frucht- und Vitamingehalt im Nektar vielleicht noch an Vorteilen für die Gesundheit bringen, wird durch den Schaden zunichte gemacht, den der hohe Zuckergehalt anrichtet. Auf Würfelzucker umgerechnet, stecken in einem Liter Mangonektar etwa 44 Stück.  Soviel Zucker macht den Nektar natürlich zur Kalorienbombe: Ein Liter Saft enthält knapp 600 Kilokalorien, was immerhin dem Viertel des Tagesbedarfs eines gesunden Erwachsenen mittleren Alters entspricht. Dementsprechend sind Nektare eher als Genussmittel zu betrachten, die in Summe nur wenig für die Gesundheit bringen.

Nichts Gutes tut man seiner Gesundheit schließlich mit Fruchtsirupen,

die aus Fruchtsaft oder -konzentraten, Aromastoffen, Pflanzenextrakten oder anderen geruchs- und geschmacksgebenden Substanzen hergestellt werden. Gesetzlich brauchen auch sie nur zehn Prozent Fruchtanteil zu enthalten, hinzugefügt werden dürfen unter anderem Aromastoffe, Pflanzenextrakte, Wasser und viel Zucker.

Das Fazit also:

Saft als Ersatz-Obst funktioniert, allerdings mit ein paar Abstrichen und sehr abhängig von der Qualität des Produkts. Selber pressen ist prima, Direktsäfte sind okay, normale Säfte besser als nichts – von allem anderen besser die Finger lassen.

Virenschutz und Handhygiene

 width=Handhygiene gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Sich die Hände mehrmals zu waschen und zu desinfizieren ist in diesen Zeiten besonders wichtig. Die meisten Menschen halten allerdings die alkoholische Händedesinfektion für hautschädigender als die Händewaschung. Dabei ist es gerade umgekehrt. Häufiges Händewaschen führt zu einer starken Beanspruchung der Haut, die Hände werden rissig und die Haut trocknet aus. Bei einer Händedesinfektion ist das nicht der Fall.  Auch hält  die keimreduzierende Wirkung der Händedesinfektion wesentlich länger an. Die richtige Desinfektion dauert 20 bis 30 Sekunden.

Richtiges desinfizieren:

Geben Sie eine ausreichende Menge Desinfektionsmittel in die hohle Hand. Dann reiben Sie sich die Hände so ein, dass die Handflächen und auch die Fingerzwischenräume gut benetzt sind. Dieser Vorgang dauert 20 bis 30 Sekunden. Lassen Sie das Desinfektionsmittel trocknen. So haben Sie eine sichere Wirksamkeit.

Welche Desinfektionsmittel wirken wirklich?

Nicht alle Desinfektionsmittel sind gleichsam wirksam. Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln, sowohl für den privaten Gebrauch als auch im gewerblichen Bereich ist in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen.

Es gibt unterschiedliche Desinfektionsmittel. Doch woran soll man sich orientieren, wenn man für zuhause Desinfektionsmittel einkaufen möchte?

Zuerst müssen Sie überlegen, ob Sie ein Mittel für Hände oder Flächen benötigen. Für Händedesinfektionen haben sich alkoholische Hände-Desinfektionsmittel durchgesetzt. Diese Mittel sind gut und schnell wirksam, rückstandsfrei und verdampfen schnell. Ein wirksames Desinfektionsmittel für die Hände sollte mindestens einen Gehalt von 62 Prozent Ethanol aufweisen. Achten Sie auch auf die Deklarierung: begrenzt viruzid ist wirksam gegen behüllte Viren; dazu zählen Coronaviren, inklusive SARS-COV-2.

Bei den Hände-Desinfektionsmitteln kann es aber auch zu Hautunverträglichkeiten kommen. Das hängt dann im Wesentlichen mit den Parfümen oder Farbstoffen zusammen. Sollte die Haut gerötet sein, greifen Sie auf ein anderes Produkt zurück. Auch da hilft Ihnen unsere Apotheke weiter.

Einfache Hygienemaßnahmen kurz zusammengefasst:

  1. Abstand zu Erkrankten einhalten, mindestens einen, besser zwei Meter
  2. regelmäßig und mindestens 20 bis 30 Sekunden lang die Hände waschen, noch besser desinfizieren
  3. nach engem Kontakt mit Erkrankten zusätzlich Hände desinfizieren
  4. Händeschütteln und Umarmungen vermeiden
  5. in Armbeuge husten oder niesen
  6. das Gesicht nicht mit den Händen berühren oder über Augen, Mund und Nase reiben
  7. benutzte Taschentücher sofort entsorgen
  8. Türklinken und Fahrstuhlknöpfe nach Möglichkeit mit dem Knöchel oder dem Ellenbogen berühren, nicht unbedingt mit den Fingerspitzen.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an: In der Apotheke vor Ort sind wir immer für Sie das! Bleiben Sie gesund!

Jetzt richtig schützen und … Die Sonne genießen!

 width=Na klar, Sonnenschutz ist wichtig, das haben wir inzwischen gelernt – wir tragen T-Shirts und Sonnenbrillen, wir meiden die Mittagssonne, wir cremen uns ein. Aber mit ein bisschen Vorbereitung können wir der Haut auch jetzt, zu Beginn des Sommers schon zu mehr Schutz gegen die UV-Strahlen verhelfen. Hier ist kurz erklärt, was wir tun können und was wir lieber lassen sollten.

Die Bilder gleichen sich jedes Jahr:

Eher blasse Nordeuropäer aalen sich an den Stränden des Mittelmeers, woraufhin deren Haut schnell einen verdächtigen Rotton annimmt. Und da hilft dann auf Dauer auch die beste Sonnencreme nichts, denn wenn unsere Haut nicht an UV-Strahlung gewöhnt ist, wenn wir quasi direkt aus dem Winterpulli in die Badehose wechseln – dann entsteht ein Sonnenbrand. Eine Gewöhnung an die Strahlung sollte idealerweise mehrere Wochen vor einem Sommerurlaub in der Sonne beginnen.

Vitamine schützen die Haut vor Stress

Jedes Sonnenbad stresst das Immunsystem und vor allem die Haut. Bei intensiver Sonnenbestrahlung entstehen Stoffe, die den Zellen eine vorzeitige Alterung bescheren. Wer seine Haut auf die Sonne vorbereiten will, sollte sie mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Ein gut aufgestellter Viaminhaushalt kann die Haut weniger anfällig für Sonnenschäden machen.

Am wichtigsten dabei ist Betacarotin,

die Vorstufe von Vitamin A (Retinol). Unser Körper kann Betacarotin in der Leber, im Fettgewebe, aber auch in der Haut speichern. Es fördert die Pigmentbildung, dadurch baut sich ein leichter Sonnenschutz von innen auf. Er ist zu schwach, um eine Sonnencreme zu ersetzen – dennoch trägt er zum Schutz bei

Karotten und Tomaten stärken die Haut gegen Sonnenschäden

Die von der deutschen Gesellschaft für Ernährung als höchste Tagesdosis empfohlenen von zwei Milligramm Betacarotin (reichlich in Karotten, Paprika oder auch Kohl) und das ähnlich wirkende Lycopin (in Tomaten) lässt sich am besten durch sommerliche Rohkost und Salate aufnehmen, optimalerweise ergänzt mit einem gutem Öl – denn Carotinoide werden mit Fett am wirksamsten aufgenommen.
Hohe Dosen an Betacarotin finden sich auch in speziellen Kapseln, die zum Beispiel als Präparate für „schöne Sommerhaut“ angeboten werden. In diesen Produkten, die als Vorbereitung der Haut auf Sonnenbestrahlung beworben werden, stecken meist alle als besonders effektiv geltenden Hautschutz-Wirkstoffe gegen die Schädigung durch die Sonne:
• Dreierlei Carotinoide (Betacarotin, Lycopin, Lutein)
• Vitamin D
• Vitamin C und Vitamin E
• Spurenelement Selen
• Pflanzenstoffe, etwa aus grünem Tee.

Hoch dosiertes Betacarotin hilft gegen Sonnenallergie

Hautärzte empfehlen hochdosiertes Betacarotin  jenen, die auf intensive Sonnenstrahlen mit Juckreiz, Ausschlag und Pusteln reagieren. Wer zu Sonnenallergie neigt, kann vor einem Sonnenurlaub Betacarotin-Tabletten einnehmen – drei Wochen in zunehmender Dosierung bis zur Maximaldosis von 100 Milligramm. Dadurch lassen sich die Symptome meist verhindern oder zumindest abmildern.

Gewöhnung an die Sonne – jeden Tag ein bisschen mehr

In jedem Fall sollten wir unsere Haut nicht nur innerlich stärken, sondern auch langsam an die starke Sommersonne gewöhnen. Ein heller Hauttyp sollte sich allerdings zunächst nicht länger als zehn Minuten am Tag der Sonne aussetzen. Diese Dosis sollte man dann langsam um ein paar Minuten steigern – und der Strandurlaub im Sommer sollte dann (und mit einem gutem UV-Schutz) nicht gleich mit einem Sonnenbrand beginnen.

Unsere Haut hat die Fähigkeit, sich selbst vor Sonnenschäden zu schützen

– zumindest ein wenig. Ist sie den UV-Strahlen ausgesetzt, baut sie eine pigmentierte Hautverdickung auf, die sogenannte Lichtschwiele. Diese gebräunte Haut braucht dann weniger starken UV-Schutz in der Sonnencreme beziehungsweise kann längere Sonnenbäder vertragen. 

Solarium taugt nicht zur Vorbereitung auf die Sommersonne

Die Lichtschwiele und eine lang anhaltende Bräune entstehen aber nur durch den kurzwelligen UV-B-Anteil im Sonnenlicht. Der langwellige UV-A-Anteil kann nur eine Sofortbräune erzeugen, die bald wieder verblasst. Aus diesem Grund sind die meisten Solarien eher ungeeignet, um sich vor dem Urlaub eine schützende Bräune zu verschaffen. Das Lichtspektrum einer Sonnenbank besteht normalerweise überwiegend aus UV-A-Strahlen – und zwar sehr viel mehr als in der Sonne. Die Solariumsbräune bietet daher keinen Schutz vor Sonnenbrand. Zudem greift UV-A auch die Kollagenfasern der Haut an.

Dass eine braun getönte Haut nicht automatisch Sonnenschutz bedeutet,

betrifft auch Selbstbräuner. Bei dieser Art von Hauttönung ist derselbe starke UV-Schutz nötig wie auf der nicht präparierten Haut. Es versteht sich von selbst, dass auch bei vorbereiteter Haut ein umsichtiger Umgang mit der Sommersonne der beste Schutz vor Schäden ist: Neben Creme mit ausreichendem UV-Schutz gehören auch Sonnenbrille und ein Hut, dessen Krempe möglichst das ganze Gesicht beschattet, dazu. Und die hochstehende Mittagssonne sollte man am besten meiden und die Siesta im Schatten verbringen.

Außerdem empfiehlt es sich,

den UV-Index am Aufenthaltsort zu checken, den die gängigen Wetter-Apps anzeigen. Der UVI misst die Intensität der UV-Strahlung. Sie hängt von der Jahreszeit, dem Breitengrad und der Entfernung vom Meeresspiegel ab. Der Index 1-3 (bedeckter Himmel) ist eher harmlos für die Haut, 4-7 erfordert guten Sonnenschutz, und ab 8 ist die Belastung sehr hoch. Da sollte man am besten gleich im Schatten bleiben.

Und zu guter letzt:

Billige Sonnenbrillen können den Augen schaden – denn sie verdunkeln zwar den sichtbaren Bereich des Lichts, worauf das Auge mit einer Vergrößerung der Pupille reagiert. Die schädlichen UV-Strahlen filtern sie aber nicht ausreichend, und durch die größere Linse des Auges können sie vermehrt Schaden anrichten. Am besten lässt man sich vom Optiker beraten. 

Richtig reagieren: Zeckenzeit!

 width=Zecken kommen mit dem Frühjahr, so sicher wie Narzissen und Holunderblüten: Sie sind nicht nur lästig und besitzen für viele Menschen einen hohen Ekelfaktor, die Spinnentiere sind durchaus auch gefährlich. Zwar können Menschen und andere Säugetiere die wenigen Milliliter Blut, die einer Zecke als Mahlzeit dienen, problemlos verschmerzen, allerdings können die kleinen Vampire mit ihrem Biss Krankheiten übertragen, die durchaus bedrohlich werden können. Vor allem Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verbreiten die Blutsauger unter ihren Opfern – und beide können so schwere Verläufe nehmen, dass man daran sterben kann.

Der beste Schutz vor Zecken und den möglichen folgenden Erkrankungen, wäre – na klar – sich gar nicht erst von einer Zecke beissen zu lassen. Das ist allerdings nicht ganz einfach, denn Zecken sind weit verbreitet, und wer viel draußen unterwegs ist, macht irgendwann fast zwangsläufig ungewollte Bekanntschaft mit den achtbeinigen Quälgeistern. Zwar kann man einige Regeln beachten, die durchaus schützen können, dennoch sollte man sich klar darüber sein, dass keine Methode zu hundert Prozent Sicherheit geben kann. Worauf es ankommt, welche Maßnahmen Schutz vor Zecken bieten und was zu tun ist, wenn es einen doch erwischt – das haben wir hier kurz zusammengefasst.

Am allerbesten:

Zeckenbisse vermeiden. Nicht immer ist das möglich, aber man kann dabei nachhelfen:
  • Den Aufenthalt im hohen Gras oder im Unterholz vermeiden.
  • Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen tragen, die Socken über die Hosenbeine ziehen.
  • Helle Kleidung tragen: So lassen sich Zecken leichter erkennen und können entfernt werden, bevor es zum Zeckenbiss kommt.
  • Insektenabweisende Mittel können helfen, sich vor Zecken und anderen Parasiten zu schützen.
  • Nach einem Waldausflug sollte das obligatorische Absuchen nach Zecken zur Routine gehören: Besonders genau sollte man an Kniekehlen, Bauch- und Brustbereich sowie in der Leistengegend hinschauen.  

Wenn es passiert ist: Schnell sein, aber keine Panik

Wichtig ist, schon festgesaugte Zecken so bald wie möglich zu entfernen − auf jeden Fall noch am selben Tag. Damit senkt man vor allem das drohende Risiko einer Infektion mit Borrelien, die am häufigsten in einheimischen Zecken auftretenden Krankheitserreger. Sie werden in den ersten 24 Stunden des Zeckenbisses mit eher geringer Wahrscheinlichkeit übertragen, danach aber steigt das Risiko einer Infektion stark an.

Um eine Zecke sicher und vollständig zu entfernen,

empfehlen sich erstens Ruhe und zweitens eine Zeckenzange oder etwas ähnliches. Im Zweifelsfall lieber warten, bis man ein geeignetes Werkzeug besorgen kann, bevor man es mit den Fingernägeln versucht. Folgendes sollte man generell beachten:
Befindet sich die Einstichstelle an einer schwer erreichbaren Stelle, eine zweite Person um Hilfe bitten; unkontrolliertes Drücken und Ziehen motiviert das Tier dazu, vermehrt Speichel in die Bissstelle abzugeben – und damit häufig auch mehr Krankheitserreger.
Egal ob die Zecke mit einem Werkzeug oder den Fingern entfernt wird: Möglichst hautnah zupacken, die Zecke nicht quetschen und langsam und kontrolliert herausziehen.
Die Einstichstelle nachkontrollieren: Bei zurückgebliebenen Resten der Zecke handelt es sich meist um Teile der Mundwerkzeuge, die mit der Zeit vom Körper abgestoßen werden. Ist allerdings (was selten der Fall ist) der komplette Kopf in der Wunde geblieben, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Die Einstichstelle mit Alkohol oder einer jodhaltigen Salbe desinfizieren.
Gründlich den Körper auf weitere Plagegeister absuchen, denn: Eine Zecke kommt selten allein.
Besonders wichtig: Sollte eine Rötung um die Einstichstelle nicht verschwinden oder sich sogar ausbreiten, einen Arzt konsultieren. Die Bissstelle sollte auch in den kommenden zwei Wochen immer wieder auf eine Rötung bzw. einen kreisrunden Rahmen hin untersucht werden – diese sogenannte Wanderröte ist ein sicheres Zeichen für eine Borrelien-Infektion, die vom Arzt mit speziellen Antibiotika behandelt werden muss. 

Neben der Infektion mit Borrelien,

die im Nachhinein behandelt werden kann, ist es vor allem die oben genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis, die Zeckenbisse gefährlich macht. FSME ist eine schwerwiegende Erkrankung und äußert sich meist als Hirnhautentzündung, sie kann schwere Folgeschäden nach sich ziehen. Medikamente gegen das FSME-Virus gibt es nicht – allein eine Impfung bietet Schutz. Da die FSME vor allem in sogenannten FSME-Risikogebieten in der Südhälfte Deutschlands vorkommt, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) Menschen in diesen Regionen eine vorbeugende Impfung. Im Gegensatz zur Borreliose ist die FSME aber eine eher seltene Erkrankung – erste Infektionen wurden aber inzwischen auch aus Norddeutschland und den Niederlanden gemeldet.

Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Bernsteinkette:

Alternative Mittel zur Zeckenabwehr gibt es als Hausmitteltipp immer mal wieder. In den meisten Fällen liegen allerdings keine wissenschaftlichen Studien vor, die eine Wirksamkeit belegen, und auch die
Erklärungsversuche der Wirkungsweisen sind selten schlüssig. Deshalb sollte die Regel gelten: Als Abwehrversuch gegen Zeckenbisse kann man diese Ratschläge gern beachten, einen Ersatz für Impfung oder Antibiotika können sie im Zweifelsfall allerdings nicht sein – denn die möglichen Folgeschäden wiegen zu schwer.
Für eine weitere Beratung stehen wir Ihnen jederzeit vor Ort zur Verfügung. Ihr Apothekenteam.

Wie hieß denn noch diese Krankheit …? Demenz – erkennen und vorbeugen

 width=Wohl fast jedem wird ein wenig mulmig bei dem Gedanken, mit dem Älterwerden irgendwann an Demenz oder Alzheimer zu erkranken – denn das, was wir sind, was wir wissen und gelernt haben im Laufe unseres Lebens, das macht uns schließlich aus, das macht uns zu einem guten Teil zu dem Menschen, der wir eben sind. Aber ist es schon ein erstes Anzeichen, wenn ich gerade mal nicht weiß, wo meine Brille ist? Muss ich mir Sorgen machen, wenn mir der Vorname der Tochter der Nachbarin nicht einfällt oder was ich noch auf den Einkaufszettel schreiben wollte? 

Natürlich nicht – oder jedenfalls nicht immer und sofort. Ohne einer fachlichen Diagnose vorzugreifen: Lassen Sie uns an dieser Stelle doch schon mal einen ersten Blick auf ein paar Fakten werfen, wenn es um das Thema Altersdemenz geht.

Natürlich:

Wenn Vergesslichkeit zunimmt, kann das auf eine beginnende Demenz hindeuten. Aber nicht immer, denn hinter einem nachlassendem Denkvermögen können auch andere Ursachen stecken. Im Alltag lässt unser Gedächtnis junge wie alte Menschen immer mal wieder im Stich, und auch wenn es manchmal nervig ist, erfüllt das Vergessen an sich durchaus wichtige Funktionen für die Gedächtnisleistung. Denn unser Gehirn filtert aus der Flut der Daten heraus, was für einen Menschen wesentlich ist, Unwichtiges wird aussortiert. So entsteht immer wieder Raum für neue Dinge, die wir uns merken können. Informationen, die das Gehirn lange erhalten möchte, gelangen ins Langzeitgedächtnis. Was nur kurzfristig benötigt wird, wie eben die Einkaufsliste, wird vorübergehend im Kurzzeitgedächtnis abgelegt … und dann wieder vergessen. Warum auch sollten wir uns daran erinnern wollen, was wir vor vier Wochen aus dem Supermarkt getragen haben? 
Die normale Gedächtnisleistung unterliegt je nach Situation und persönlicher Verfassung immer mal wieder größeren Schwankungen. Das Vergessen von Namen, von Gegenständen, von Vorhaben oder Terminen, von Lerninhalten oder von Gesichtern – all das ist erstmal normal und hängt von der Wichtigkeit der Information ebenso ab wie von unserer psychischen und physischen Verfassung. Und auch der Trainingsstand unseres Gehirns ist von Belang – wer sich jeden Tag Dinge merken muss, etwa im Beruf, ist dabei sicher im Vorteil gegenüber jenen, die einen Großteil ihrer Zeit vor dem Fernseher verbringen. Und auch Schlafmangel, erhöhter Stress, Zeitdruck, psychische Belastungen, aber auch positive Ablenkung, wie etwa Verliebt sein, können die geistige Leistungsfähigkeit kurzzeitig negativ beeinflussen. Positiv wirken sich zum Beispiel eine aktive, gesunde Lebensweise aus, ausreichend Flüssigkeit, genügend Nährstoffe und viel Sauerstoff.

Alarmierend wird es,

wenn sich deutliche mentale Leistungsstörungen abzeichnen, wenn die Gedächtnisprobleme über Monate anhalten und weitere geistige Ausfälle dazukommen. Zu den am meisten gefürchteten Ursachen zählen dann Demenzerkrankungen aufgrund von Hirnabbauprozessen, wie etwa bei der Alzheimer Krankheit, oder die sogenannten vaskulären Demenzen, bei denen Durchblutungsstörungen das Gehirn dauerhaft schädigen. Bei einer krankhaften Demenz gehen nicht nur Erinnerungen und Merkfähigkeiten verloren, sondern im Verlauf auch erlernte komplexe Fähigkeiten und Techniken, in fortgeschrittenem Stadium können  auch Körperfunktionen ausfallen. Erste Anzeichen sollten deshalb ernst genommen werden: Das Denkvermögen nimmt ab, der Gedächtnisschwund schreitet voran und die Persönlichkeit verändert sich nachhaltig – dann sollte fachlicher Rat eingeholt werden.

Warnzeichen für eine beginnende Demenz können unter anderem sein:

  • Besonders das Kurzzeitgedächtnis lässt auffallend nach.
  • Den Betroffenen fallen selbst alltägliche Wörter nicht mehr ein, sie verlaufen sich auch in bekannten Umgebungen, häufig wissen sie Uhrzeiten oder Tage nicht mehr.
  • Neues zu lernen fällt zunehmend schwer oder gelingt gar nicht mehr.
  • Geistige und praktische Fähigkeiten, die bisher noch problemlos abrufbar waren, bereiten plötzlich Schwierigkeiten: Der Mathematikprofessor schafft einfache Rechenaufgaben nicht
    mehr, der Hobbykoch lässt ständig den Reis anbrennen oder das Klavierspiel klappt nicht mehr.
  • Auch die Persönlichkeit verändert sich: Die Betroffenen sind entweder depressiv verstimmt, antriebslos, erschöpft oder unruhiger und aggressiver als früher. Ihr Urteilsvermögen lässt nach, sie regen sich über unwichtige Begebenheiten auf, bleiben bei erschütternden Ereignissen dagegen völlig ungerührt.
  • Der Alltag wird durch die Gedächtnisschwächen mehr und mehr beeinträchtigt. Angehörige und Freunde bemerken die Probleme eher als die Betroffenen selbst, die sie oft nicht wahrhaben wollen.
  • Oft kann (und sollte!) der Hausarzt mit relativ einfachen Tests feststellen, ob Anzeichen für eine Demenz vorhanden sind. Beim Neurologen oder in einer Gedächtnisambulanz folgen weitere umfangreiche Untersuchungen und Tests.
Aktiv bleiben, sich gesund ernähren, das Gehirn auf Trab halten, und sei es mit Kreuzworträtseln oder Sudoku – all das kann helfen, auch in höherem Alter geistig fit zu bleiben. Wenn aber über einen längeren Zeitraum Beeinträchtigungen erkennbar werden, sollte erster fachlicher Rat beim Arzt oder Apotheker gesucht werden. Der Verlauf vieler Formen von Demenzerkrankungen lässt sich mit geeigneten Therapien wenn schon nicht völlig stoppen, so doch zumindest effektiv verlangsamen. Aus Angst vor der Diagnose zögern allerdings viele Betroffene einen notwendigen Arztbesuch hinaus und versuchen, erste Warnzeichen zu ignorieren. Dabei birgt frühzeitiges Handeln gerade bei Demenzerkrankungen die besten Chancen, die Lebensbedingungen noch lange fast ohne Einschränkungen aufrecht zu erhalten.

Die tägliche Mikro-Schlacht: So arbeitet unser Immunsystem

 width=Vom Immunsystem ist nicht nur im Moment viel die Rede, sondern eigentlich immer dann, wenn unser Körper sich gegen körperfremde Organismen zur Wehr setzen muss. Denn tatsächlich versuchen ständig verschiedenste Erreger in unseren Körper einzudringen – allerdings fast immer ohne Erfolg. Normalerweise nämlich arbeitet die körpereigene Abwehr des Menschen so effektiv, dass  die meisten Infektionen völlig unbemerkt bleiben. Manchmal braucht die Körperabwehr etwas länger, und völlig ohne Beschwerden läuft der Prozess dann nicht mehr ab: Wir haben zum Beispiel Husten, Schnupfen oder Fieber. So lästig diese Symptome sind: Sie sind Teil des Abwehrmechanismus und dienen dazu, den Körper von Erregern zu befreien. Aber was ist das denn nun eigentlich, das Immunsystem? Und wo ist es? Was kann es, und was nicht? Und was braucht es, um seine Aufgaben optimal zu erfüllen? Wir haben zusammengefasst, wie die Körperabwehr im großen und Ganzen funktioniert – oder im Zweifelsfall eben auch nicht.

Immunsystem – was ist das?

Zum Immunsystem gehören Organe und Organteile, einzelne Zellen und auch diverse Botenstoffe. Wichtige Bestandteile sind zum Beispiel:
Die Haut und Schleimhäute, zum Beispiel von Nase, Rachen und Darm: Denn die bilden oft eine Eintrittspforte für die Erreger, und entsprechend finden hier bereits erste Abwehrreaktionen statt. Außerdem werden zum Immunsystem gezählt die Lymphknoten und Lymphbahnen, das Knochenmark, der Thymus und die Mandeln.
Auf Ebene der Zellen sind die verschiedenen weißen Blutkörperchen Protagonisten unseres Abwehrsystems, dazu zählen unter anderem: Granulozyten, Monozyten und Makrophagen, B-und T-Lymphozyten. Muss man sich nicht merken, aber alle diese Zelltypen haben letztlich die Aufgabe, Feinde im Körper zu erkennen, zu markieren und am Ende unschädlich zu machen.

Immunsystem – wie funktioniert das?

Im Wesentlichen gibt es drei Bereiche oder Stufen des Immunsystems: Anatomische Barrieren, die angeborene Abwehr und die erworbene Abwehr. 
Die erste Stufe bilden die anatomischen Grenzen nach außen: Ob Haut, Schleimhäute, Nasenhaare oder die Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut – als erste Instanz der Abwehr halten sie die gröbsten Angriffe von außen ab. Und auch die Magensäure gehört zu diesem System, sie macht Keime unschädlich, die über die Nahrung in den Körper gelangen. 

Wo das nicht reicht, greift die zweite Stufe:

Die sogenannte angeborene Abwehr, häufig auch als natürliche Abwehr bezeichnet. Sie besteht besteht aus den Fresszellen, von denen oben schon die Rede war – Makrophagen und Monozyten zum Beispiel, und auch im Blut gelöste Eiweiße mit eigener Abwehrfunktion zählen dazu. Die Abwehrzellen werden über chemische Botenstoffe angelockt und sind auch bei Wunden oder einem Infektionsherd schnell am Ort des Geschehens.
Diese Form der körpereigenen Abwehr wird auch unspezifische Abwehr genannt – denn eine Analyse vorab, um welchen Angreifer es sich genau handelt, findet nicht statt. Stattdessen wird nach der Hau-Drauf-Methode gearbeitet, Eindringlinge aller Couleur werden einfach von den Fresszellen umschlossen und nach und nach abgebaut.

Die dritte Stufe:

Um schneller auf wiederkehrende Bedrohungen reagieren zu können, gibt es, als dritte Stufe, die erworbene oder spezifische Abwehr. Wichtigster Bestandteil sind bestimmte weiße Blutkörperchen, die B-Lymphozyten. Sie entstehen im Knochenmark. Sie sammeln sich später in den Lymphknoten und der Milz, von wo aus sie dann im Fall eines Angriffs schnell einsatzbereit sind. Die Arbeitsweise ist wesentlich differenzierter als bei unseren Fresszellen von eben: B-Lymphozyten bilden genau passende Abwehrstoffe gegen eine bestimmte Art von Erregern – die sogenannten Antikörper. Diese Antikörper binden sich an den jeweiligen Erreger und markieren ihn damit, so dass er von den Fresszellen gezielt und effektiv unschädlich gemacht werden kann. B-Zellen merken sich die Beschaffenheit der jeweiligen Erreger – bei einer erneuten Infektion kann der Körper dann im Handumdrehen passende Antikörper produzieren und sich wirksam verteidigen. Diese Art der Abwehr muss jedoch erlernt werden, und in der Regel dauert es ein paar Tage, bis die spezifische Abwehr voll einsatzbereit ist – das ist die Phase, in der wir uns nach einer Ansteckung krank fühlen. Der Schutz bleibt dann aber durch das immunologische Gedächtnis über viele Jahre bestehen. Nach diesem Prinzip arbeiten übrigens auch die meisten Impfstoffe: Mit einem harmlosen Scheinangriff wird der Körper dazu gebracht, seine spezifische Abwehr aufzubauen – und ist dann, wenn eine wirkliche Erreger-Attacke erfolgt, schon bestens gerüstet. 

Immunsystem – was braucht es?

Man kann ziemlich einfach dazu beitragen, dass das Immunsystem seinen komplexen Aufgaben gerecht wird und uns vor Infektionen und Krankheiten schützt. Wichtig ist vor allem eine ausgewogene Ernährung, vor allem frisches Obst und Gemüse spielen eine wichtige Rolle – denn darin sind die für das Immunsystem essentiellen Vitamine A, C und E enthalten. Außerdem sollte sichergestellt sein, dass der Bedarf an Eisen und Zink mit der Ernährung abgedeckt ist, im Zweifelsfall auch über Präparate zur Nahrungsergänzung. Und ganz allgemein gilt, was auch sonst gesund ist – viel Bewegung, frische Luft und ausreichend Schlaf einerseits, und möglichst wenig Stress, Alkohol und Nikotin auf der anderen Seite. 

Frühlingsputz: von Hand oder vom Roboter – Sie entscheiden!

 width=Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und der Kalender steht bereits auf dem Monat April. Höchste Zeit, sich dem alljährlichen Frühjahrsputz zu widmen und die verstaubte Winterhöhle wieder auf Vordermann zu bringen. Und welches Gerät darf beim Großreinemachen nicht fehlen? Richtig, der Staubsauger. Der Klassiker des Putzequipments bietet gerade in diesen Tagen aber viel mehr als nur Staubfreiheit. Welche Evolutionsstufen es gibt und was sie in petto haben, das beleuchten wir heute in diesem Artikel.

Der Klassiker, neu aufgelegt

Wer einfach nur staubsaugen möchte, wie er es von klein auf kennt, ist mit dem klassischen Staubsauger nach wie vor gut beraten. Denn die Hersteller haben die letzten Jahre nicht geschlafen und bieten dem Kunden eine Vielfalt an Varianten. So können Sie wählen zwischen  Modellen mit Beutel (leiser, allergikerfreundlicher) oder ohne (langfristig kostengünstiger, umweltfreundlicher). Darf es zum Beispiel ein Bürstensauger sein (empfehlenswert bei großen Teppichoberflächen) und wünschen Sie spezielle Pollen- oder Tierhaarfilter? Die Auswahl ist riesig und für jede Gelegenheit gibt es den passenden Staubsauger – wie Sie ihn von Oma kennen, nur so frisch wie nie.

Gerade für Pollenallergiker bricht jedes Jahr im Frühling wieder eine schwere Zeit an

Doch die Symptome lassen sich durch einige einfache Maßnahmen lindern. Ein Allergiker-Staubsauger kann helfen, die Raumluft in Ihrem Zuhause von Allergenen zu befreien. Das nützt nicht nur Pollen-, sondern auch Tierhaar- und Hausstaubmilbenallergikern.

Wählen Sie zwischen zwei Arten von Allergikerstaubsaugern: Trockenstaubsauger reinigen die Raumluft durch einen HEPA-Filter von Schwebstoffen. Wasserstaubsauger binden Staub und Allergene im mit Wasser gefüllten Staubbehälter besonders effektiv, allerdings sind sie auch etwas aufwendiger in der Wartung.

Akku-Staubsauger: nicht mehr Strippenzieher

Für alle Saugfreunde, die sich etwas mehr Mobilität und Bewegungsfreiheit wünschen, gibt es eine große Vielfalt an Akku-Staubsaugern. Egal ob als leichter Handstaubsauger oder vollausgestatteter Kompakt-Sauger: Hier kommt jeder auf seine Kosten. Wichtig: Beim Kauf eines solchen Gerätes sollten Sie unbedingt auf die Saugleistung (Watt) und die Akkulaufzeit achten. Wer zu billig kauft, wird leider oftmals enttäuscht auf beiden Gebieten und ärgert sich bei 5-10 Minuten Laufzeit über mäßige Saugergebnisse.

Wandstaubsauger: der Sauger als Teil des Hauses

Vorbei sind die Zeiten, als denen Sie Ihren Staubsauger mühevoll durchs ganze Haus tragen mussten – mit einem praktischen Wandstaubsauger-System. Die Technik dahinter ist denkbar einfach: Im Geräteraum des Hauses wird ein Zentralgerät installiert. Anschließend werden im Haus je nach Bedarf diverse Saugdosen (ähnlich einer Steckdose) verbaut, die versteckt in der Wand mit dem zentralen Sauggerät verbunden sind. Alles was Sie tun müssen: Ihren mobilen Saugschlauch an die Dose stöpseln und lossaugen – schleppen und anecken sind passé. Diese bequeme Lösung eignet sich besonders für Neubauten.

Integrierte Wischfunktion: zwei Seelen in einer mechanischen Brust

Für alle, die ihre Böden nicht nur staubfrei, sondern auf Hochglanz gewienert haben wollen, gibt es ebenfalls die passende Haushaltshilfe: Diverse Hersteller bieten Staubsauger mit integrierter Wischfunktion an. Während Sie im einen Moment noch ihre Böden oder Teppiche saugen, machen Sie per Knopfdruck (oder Wechsel des Saugkopfes) aus Ihrem Staubsauger einen Nasswischer für glatte Böden. Das spart nicht nur Platz im Schrank, sondern auch eine Menge Zeit, die Sie in der Frühlingssonne verbringen können.

Saug- und Wischroboter: dienstbare Geister

Wie schön wäre es, wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen und Ihre Böden wären jederzeit blitzeblank? Spätestens seit der Erfindung der autonomen Saug- und Wischroboter ist dieses Szenario kein Traum mehr. Die Roboter lassen sich normal an der Steckdose aufladen. Nach einer kurzen automatischen Vermessung des Raumes setzen sich die kleinen Helferlein dann im von Ihnen eingestellten Zeitraum und Wirkungsradius in Bewegung. Und dank Erkennungssoftware, umschiffen sie jedes Hindernis und sorgen im gesamten Raum für ein sauberes Ergebnis. Sie können sich dieweil zurücklehnen und genießen.

Doch es gibt noch mehr: Spezialsauger

So können Sie mittlerweile auch Ihren Ausblick in den Garten streifenfrei genießen dank sogenannten Fenstersaugern. Und für alle, die den Winter vor dem Kamin verbracht haben, sorgen Aschesauger dafür, dass der Staub der vergangenen kalten Tage das Haus verlässt. Zudem findet sich natürlich auch für jeden Boden – vom Flokati bis zum Industrieboden – eine spezialisierte Lösung.

Unsere Empfehlung: Schauen Sie ganz genau hin, welche Ansprüche Sie an Ihren Staubsauger haben, lassen Sie sich im Geschäft professionell beraten und finden Sie ihren neuen Frühjahrsputzhelfer.

In diesem Sinne: Gut Putz und bleiben Sie gesund!

Feiern auf Distanz: Tipps für ein gesundes Osterfest!

 width=Sollten Sie jünger als 10 oder 12 Jahre sein, dann müssen Sie an dieser Stelle eigentlich nicht weiter lesen – denn dann geht es für Sie beim Thema Ostern naturgemäß erstmal um Gelee-Eier und Schokohasen. Und das soll ja auch so sein, denn Ostern ist schließlich ein Fest, und das soll gefeiert werden – für die Kleinen mit Schokolade, für die Großen eher mit einem einem festlichen Braten und einer guten Flasche Wein. Aber während die Kids im Garten auf Beutezug gehen, bleibt die Frage: Was ist mit uns, die nicht mehr nur in einem möglichst großen Berg Zuckerzeug Erfüllung finden? Klar, den Braten und die Weinflasche könnte man natürlich zur Not im Garten verstecken … aber vielleicht haben wir noch einpaar Ideen für Sie, mit denen Sie das Osternest der Lieben im Erwachsenenalter noch ein wenig aufpeppen können. 

Deshalb:

Schauen Sie sich doch mal in der Apotheke um (mit dem gebogenen Abstand natürlich) und schnuppern Sie nach gesunden Aufmerksamkeiten für Ihre Lieben, für Nachbarn und freundliche Helfer, für die Pflegerin vielleicht oder für die Jungs, die jede Woche unseren Müll abholen. In Ihrer Apotheke finden Sie bestimmt ein paar Ideen Ideen, jenseits von Schoko-Eiern, Socken und Pralinen, und ein bisschen Gesundheit ist schließlich immer ein schönes Geschenk. 

Klar,

mit einem kleinen Osterpräsent wird man keinen wirklich Kranken heilen können – aber vielleicht ein wenig dazu beitragen, dass unsere Lieben gesünder bleiben, sich etwas wohler fühlen oder ihrem Äußeren ein bisschen mehr Glanz verleihen. Viele werden sich gerade in diesem Jahr besonders freuen, wenn der Osterhase etwas in Ihrem Nest platziert und merken, dass jemand da draußen an sie denkt. Und anders als an Weihnachten oder Geburtstagen, wo man sich ja schon mal in die Arme fällt, ist Ostern eigentlich das perfekte Fest auf Distanz – denn der Osterhase ist ja schon längst wieder verschwunden, wenn wir morgens aufstehen und in der Wohnung, im Garten oder auch an der Haustür kleine Überraschungen finden.

In Ihrer Apotheke stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wir haben bestimmt die eine oder andere Geschenkidee und  – wir haben geöffnet. 

Wir freuen uns auf Sie! In diesem Sinn: Frohe Ostern und bleiben Sie gesund!

Allein sein kann fein sein: Tipps gegen den Stuben-Koller

 width=Im Fernsehen, in den Zeitungen, in der Schlange vor der Bäckerei – immer noch ist Corona so ziemlich das einzige Thema, das uns und unseren Alltag beherrscht. Hoffen wir, dass sich die Lage schnell beruhigt und dass wir uns bald wieder mit vergleichsweise harmlosen Themen wie Heuschnupfen, Sonnenschutz und vielleicht sogar Reisetipps beschäftigen können. Jetzt aber scheint das alles irgendwie fehl am Platz, wir bleiben zu Hause und … langweilen uns?

Wochenlang – und im schlimmsten Fall alleine – zuhause zu bleiben,

ist für viele ein beängstigender Gedanke. Die Tatsache, dass wir auf unsere Hobbys verzichten müssen und Menschen meiden sollen, führt dazu, dass wir uns intensiv mit uns selbst beschäftigen müssen. Und das ist erstmal nicht immer ganz leicht. Aber es gibt hilfreiche Tipps, die uns helfen können, diese nicht leichte Zeit ohne Stubenkoller durchzustehen:

Routinen schaffen

Wenn wir unseren gewohnten Tätigkeiten nicht mehr nachgehen können, haben wir plötzlich sehr viel Zeit und wissen oft nichts mit uns anzufangen. Das birgt die Gefahr, dass wir einfach so in den Tag hineinleben und am Ende des Tages das Gefühl haben, eigentlich nichts erreicht und Zeit verschenkt zu haben.
Deshalb ist es wichtig, sich eine feste Tagestruktur zu schaffen. Also etwa immer zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen, jeden Tag jemanden aus der Familie oder einen alten Freund anzurufen oder immer nachmittags eine Stunde ein Buch zu lesen. Was man tut, ist dabei gar nicht so wichtig – entscheidend ist es, feste Ankerpunkte im Tagesablauf zu schaffen.

Sinnvolles tun

Für jeden Tag können wir uns kleine Ziele setzen, zum Beispiel das Wohnzimmer aufräumen, die Weihnachtsdeko ausmisten oder doch schon mal mit der Steuererklärung anfangen. Diese ungeliebten Aufgaben haben wir ohnehin ständig im Hinterkopf, nur haben wir normalerweise immer gute Ausreden parat, um sie noch ein bisschen aufzuschieben. Wenn wir jeden Tag eine kleine Aufgabe erledigen, dann wird dieser Stapel langsam kleiner, und so haben wir jeden Tag ein kleines Erfolgserlebnis – Balsam für die Psyche in schwierigen Zeiten.

Etwas Neues lernen

Schlimm ist das Gefühl, Zeit zu vergeuden – also etwa vor dem Fernseher zu hocken, während draußen der Frühling lockt. Deshalb hilft es, der kollektiven Zwangspause Sinn zu verleihen, mit der gegebenen Zeit etwas anzufangen, das einen Nutzen hat. Heutzutage kann man fast alles online lernen: Wenn Sie Programmieren oder vielleicht sogar eine Sprache lernen möchten, gibt es im Netz diverse Anbieter, die einfache und oftmals sogar kostenlose Kurse einstellen. Und wem die Buddenbrooks oder Krieg und Frieden immer irgendwie interessant, aber viel zu dick erschienen, dem sei gesagt: Die Gelegenheit ist günstig. Es gibt uns ein gutes Gefühl, die freie Zeit sinnvoll zu nutzen.

Positive Einstellung

Es klingt erstmal abgedroschen, aber unsere innere Haltung gegenüber einer Situation kann bereits enorm viel bewirken. Der Gedanke ans Alleinsein erscheint vielen zunächst beängstigend. Und assoziieren wir alleine sein mit vornehmlich negativen Gefühlen, fällt es uns schwer, die Situation zu ertragen.
Alleinsein muss aber gar nichts Schlimmes sein: Es bedeutet zunächst einmal nur, dass wir viel Zeit für uns selbst haben. Zeit, die im normalen Alltag meist zu kurz kommt. Wir sollten diese Zeit deshalb nicht nur als etwas Negatives wahrnehmen, sondern auch die angenehmen Seiten erkennen – weniger Stress zum Beispiel und die Gelegenheit, uns selbst ein bisschen besser kennen zu lernen.

Mal wieder telefonieren

Ganz klar: Keine SMS und keine Facebook-Nachricht können den direkten Kontakt ersetzen. Ganz wichtig, um den Kontakt zur Außenwelt zu halten, ist es deshalb, regelmäßig mit Familie oder Freunden zu telefonieren. Im besten Fall sogar per Videoanruf, denn so fühlten wir uns unseren Liebsten näher. Auch ganz altmodisch Briefe zu schreiben, kann eine tolle Möglichkeit sein, um Kontakt zu halten, denn Briefe sind natürlich persönlicher als eine WhatsApp-Nachricht und irgendwie ja auch etwas Besonderes.

Dinge tun, die glücklich machen

Es gibt viele Beschäftigungen für drinnen, die erstmal gegen Langeweile helfen. Aber vielleicht ist jetzt eine gute Gelegenheit herauszufinden, was wir wirklich gerne tun und was uns glücklich macht: Stricken vielleicht oder Backen, Lesen, Malen, Fotografieren (auch das geht in der Wohnung), die Pflanzen umsorgen, mit dem Haustier spielen oder die Musik laut aufdrehen und zum Lieblingslied tanzen. Oder doch noch mal mit dem Projekt Tagebuch starten? Vielleicht entdecken wir dabei noch Dinge, von denen wir bisher gar nicht wussten, dass sie uns Spaß machen.

Körperlich auslasten

Egal, ob wir normalerweise regelmäßig ins Fitnesstudio gehen oder eher zur Sofa-Fraktion gehören: Körperliche Betätigung ist nicht nur gesund, sondern auch wichtig für die Psyche. Einer der wichtigsten Tipps gegen Einsamkeit lautet deshalb: Nach Möglichkeit bewegen. Für den einen braucht es dazu 50 Liegestütze, anderen reicht ein bisschen Gymnastik. Und natürlich sollten wir auch an die frische Luft gehen, wann immer und solange es vielleicht noch möglich ist. Was auch immer wir tun – alles ist besser, als sich nur zwischen Sessel, Küchentisch und Bett zu bewegen.

Kommunikation mit den Nachbarn

Auch wenn wir die Wohnung nicht ohne weiteres verlassen können, um andere Menschen zu treffen – es besteht oft die Möglichkeit, Kontakt mit unseren Nachbarn zu haben. Durchs offene Fenster oder vom Balkon aus können wir uns oft ganz gut unterhalten, ohne uns zu nahe zu kommen. Und mit ein bisschen gutem Willen können wir uns sogar zu regelmäßigen „Balkon-Dates“ verabreden – und die Menschen um uns herum dabei vielleicht ganz neu kennen lernen.

Die Perspektive nicht aus den Augen verlieren

Klar, es ist eine anstrengende Zeit. Die gute Nachricht aber ist: Auch die geht vorbei. Nicht sofort und vielleicht auch nicht schnell, aber irgendwann werden wir wieder zur Normalität zurückkehren. Freuen wir uns auf die ersten Tage, an denen wir wieder raus können, ein bisschen Shoppen und vor dem Café in der Sonnen sitzen. Denn so wird es wieder sein. Halten Sie durch!