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Alle (Früh-)Jahre wieder: Heuschnupfenzeit!

 width=Irgendwie klingt das Wort ja ganz niedlich: Heuschnupfen – da denkt man an Sommer und Landidyll, an Ferien auf dem Bauernhof, wo einen das Heu in der Nase kitzelt. Aber Heuschnupfen ist keine zu harmlose oder schlimmstenfalls lästige Krankheit, und wen es einmal erwischt hat, der findet es meist überhaupt nicht lustig. 

Was genau ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine Allergie auf eigentlich harmlose Pflanzenpollen, die sich hauptsächlich im Frühjahr bemerkbar macht, weil zu dieser Zeit die meisten Pollen unterwegs sind. Auslöser der Allergie sind jedoch nicht die Pollen selbst, sondern die Eiweißstoffe im Innern der Pollen, die vom menschlichen Immunsystem als feindliche Eindringlinge erkannt und deshalb nicht toleriert, sondern attackiert werden. Es kommt zu einer Abwehrreaktion des Immunsystems, wodurch Histamin in die Blutbahn freigesetzt wird, das dann letztendlich all die lästigen Symptome von Niesen bis Augenjucken auslöst. 

Wie macht sich Heuschnupfen bemerkbar?

Bemerkbar macht sich Heuschnupfen besonders durch verstopfte und laufende Nasen, durch  tränende und gerötete Augen, mitunter sogar durch Anfälle von Atemnot. Bei vielen kommt zusätzlich noch Müdigkeit hinzu, oder es können Kopfschmerzen auftreten. Im Laufe der Zeit können sich die Symptome verstärken und sogar zu chronischem Asthma führen. Deshalb sollte eine möglichst frühe Behandlung unbedingt in Erwägung gezogen werden – oft kann man sich so ganz schön was ersparen, der gang zum Arzt oder in die Apotheke sollte für jeden Heuschnupfen-Geplagten selbstverständlich sein. 

Darüber hinaus kann auch das Befolgen von ein paar einfachen Regeln schon helfen, das Schlimmste zu verhindern und die Pollenzeit zumindest einigermaßen glimpflich zu überstehen:
In der Innenstadt lüftet man am besten zwischen 6 und 8 Uhr.
Dann herrscht die geringste Pollenkonzentration in der Luft. Auf dem Land ist die beste Zeit zwischen 20 und 24 Uhr. Bei starkem Wind fliegen Pollen rund um die Uhr. Dann auf das Lüften verzichten.

 

 

Halten Sie ihr Schlafzimmer möglichst frei von Pollen,
die Kleidung ist oft voll davon. Ziehen Sie sich deshalb nicht im Schlafzimmer aus. Funktionieren Sie z.B. ihr Badezimmer zum Ankleideraum um. Und bitten Sie Ihren Partner, es Ihnen gleich zu tun.

 

 

Nutzen Sie den Regen:

Der Regen spült die Pollen aus der Luft, vorausgesetzt es regnet länger als 15 Minuten. Nutzen Sie die Zeit danach für einen ausgiebigen Spaziergang.

 

 

Nicht draußen trainieren:
Auch wenn es lockt – Sport im Freien ist für Allergiker schädlich. Schwere körperliche Anstrengungen im Freien sind in der Zeit des Heuschnupfens tabu. Sie atmen sonst zu viele Allergene ein und riskieren Atemnot und heftige allergische Reaktionen. Gehen Sie lieber in ein Fitness-Studio oder ins Hallenbad.

 

 

Reisen Sie den Pollen davon:
Wer kann, der sollte in der Hochsaison des Pollenflugs auf Reisen gehen. Im Gebirge oberhalb von 2000m ist die Luft praktisch pollenfrei. Auch die Luft am Meer oder in der Wüste ist pollenarm. Und im Süden ist der Pollenflug oft schon vorbei, wenn es in nördlicheren Gegenden erst richtig losgeht.

 

 

Rechtzeitig Medikamente einnehmen:
Antihistamina lindern die Symptome der Allergie wie Augenbrennen, Nasenfluss und Atembeschwerden. Am besten nehmen Sie die Medikamente schon vorbeugend, kurz bevor die Pollen zu fliegen beginnen, auf die Sie allergisch reagieren.

Wer A sagt, muss auch stop sagen: Zuviel Vitamin A kann schaden

 width=Vitamine, das hat sich ja inzwischen herumgesprochen, sind aus Sicht des Körpers eine feine, ja sogar eine lebenswichtige Sache. Und generell gilt dabei: Viel hilft auch viel. Vitamin C zum Beispiel wird vom Körper nur in benötigter Menge aufgenommen, alles andere wird einfach wieder ausgeschieden. Zu wenig davon ist also ein Problem – zu viel eher nicht.

Aber das ist nicht immer so: Vitamin A zum Beispiel kann bei Überdosierung schädlich sein. Zum Oberbegriff Vitamin A zählt eine Vielzahl von Stoffen, die im Körper ähnlich wirken. Am bekanntesten ist Retinol, außerdem gibt es Vorstufen von Vitamin A, sogenannte Provitamine, die der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Zu ihnen gehört beispielsweise Beta-Carotin (Provitamin A).

Vitamin A ist wichtig für die Wachstumsprozesse vieler Zellen

Vitamin A trägt ebenfalls dazu bei, Haut und Schleimhäute gesund zu halten. Wichtig ist Vitamin A auch für die Augen. Effektive  Vitamin-A-Lieferanten sind tierische Lebensmittel: Eine kleine Portion Leber zum Beispiel enthält bereits ein vielfaches der Tagesration. Butter und Käse sind ebenfalls reich an Vitamin A. In pflanzlicher Nahrung kommt Vitamin A häufig in Form von Beta-Carotin (Provitamin A) vor. Karotten enthalten besonders große Mengen an Beta-Carotin, aber auch mit anderem Obst oder Gemüse wie Spinat, roter Paprika, Tomaten, Brokkoli oder Aprikosen lässt sich der tägliche Bedarf gut decken. Der Organismus kann Beta-Carotin leichter aufnehmen, wenn gleichzeitig eine kleine Menge Fett dazu verzehrt wird, zum Beispiel in Form von Olivenöl.

Soweit, so gut. Aber wann wird es denn problematisch?

Schauen wir uns die Stoffgruppe der Vitamine dazu mal etwas genauer an: Vitamine sind fast immer Stoffe, die der Körper dringend benötigt, aber bis auf wenige Ausnahmen nicht selbst herstellen kann, daher ist er auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Dabei unterscheidet man Vitamine erst einmal in zwei große Gruppen: In solche, die in Fett und solche, die in Wasser gelöst werden können. Während der Mensch wasserlösliche Vitamine in der Regel über die Nieren recht gut wieder ausscheidet (eben wie oben beschrieben Vitamin C), speichert der Körper Vitamine, die nur in Fett gelöst werden: Sie neigen deshalb eher dazu, sich anzureichern, wenn zu viel davon aufgenommen wird. Das betrifft die fettlöslichen Vitamine D, E und K – und eben Vitamin A. Diese Stoffe werden aus dem Darm vor allem dann gut aufgenommen, wenn zugleich Fett zugeführt wird.

Was passiert bei einem Mangel an Vitamin A?

Eine länger andauernde Unterversorgung mit Vitamin A kann ein trockenes Hautbild sowie Sehstörungen zur Folge haben. Da das Hell-Dunkel-Sehen gestört ist, kann ein Vitamin-A-Mangel zu Nachtblindheit führen. Außerdem steigt unter Umständen die Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege.

Was passiert bei einer Überdosierung von Vitamin A?

Erwachsene sollten täglich nicht mehr als drei Milligramm Retinoläquivalente aufnehmen – also zum Beispiel Vitamin A. Eine Überversorgung mit Vitamin A kann sich in Kopfschmerzen und Übelkeit äußern. Auf Dauer können zu große Mengen unter anderem die Leber schädigen. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass eine erhöhte Vitamin-A-Zufuhr die Knochen anfälliger macht für Brüche, was aber nicht zweifelsfrei bewiesen ist. Weil der Verdacht besteht, dass zu viel Vitamin A das Ungeborene schädigen kann, sollten Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch etwa auf Leber verzichten und sich zur Vitamin A-Zufuhr von Ihrem Frauenarzt beraten lassen. Auch Kleinkinder sollten Leber nur in geringen Mengen erhalten.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gilt für den Tagesbedarf an  Vitamin A:
Männer ab 19 Jahren eine empfohlene Tagesdosis von 1 mg, für Frauen 0,8 mg Schwangere ab dem vierten Monat haben einen erhöhten Bedarf, sie sollen täglich 1,1 mg zu sich nehmen, stillende Mütter 1,5 mg. Für Kinder werden je nach Alter zwischen 0,5 mg und 0,9 mg empfohlen.

Lassen Sie sich besser vom Arzt oder Apotheker beraten, bevor Sie zu Vitaminpräparaten greifen. Nicht immer ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll. Eine Überdosierung oder falsche Kombination von Präparaten könnte womöglich mehr schaden als nutzen. Für Schwangere gelten die Empfehlungen des Frauenarztes.

Gesundheitscheck: Alles super oder was?

 width=Eigentlich geht es uns prima: Wir sind fit, machen recht häufig Sport, ernähren uns einigermaßen gesund, Alkohol nur ab und zu und rauchen sowieso nicht – alles super also? Vermutlich ist es so – mit einer einigermaßen gesunden Lebensweise ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sich nicht nur gesund fühlt, sondern es auch ist. Und dennoch: Ein regelmäßiger Gesundheitscheck kann Risikofaktoren wie beispielsweise erhöhte Werte für Blutzucker, Blutdruck oder Blutfette feststellen. Bleiben sie unentdeckt, können sich daraus – manchmal ziemlich unauffällig – Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Gicht, Nieren- und Herzerkrankungen entwickeln. Wer seine Risiken kennt, kann gegensteuern – zum Beispiel mit Änderungen des Lebensstils oder auch mit Medikamenten. Ein ärztlicher Check-up bietet die Chance auf ein möglichst gesundes Älterwerden.

Ab dem 35. Lebensjahr steht Versicherten alle 2 Jahre ein Gesundheits- und Vorsorgecheck zu. Der Check ist freiwillig, niemand muss daran teilnehmen. Der Check-up kann Krankheitsrisiken aufdecken und damit von großem Nutzen sein – schlimmstenfalls ist er überflüssig. Er beinhaltet ein ausführliches Eingangsgespräch, Anamnese genannt, eine Ganzkörperuntersuchung, Blutdruckmessung, Urinprobe und Blutentnahme, um wichtige Parameter bestimmen zu können, sowie ein abschließendes Beratungsgespräch. 

Wichtig für den Arzt sind Informationen zu:

• bereits bestehenden Erkrankungen
• Einnahme von Medikamenten
• Operationen
• einem familiär erhöhten Risiko für bestimmte Erkrankungen
• aktueller Gesundheitssituation
• Ernährungsgewohnheiten, Alkoholgenuss, Rauchen
• Stresspegel und der Fähigkeit zur Stressbewältigung
• sportlicher Aktivität
• aktuellen Impfstatus
Es ist ratsam, sich bereits vor dem Arztbesuch ein paar Gedanken zu machen, um möglichst umfassend Auskunft geben zu können. Aus den Angaben und den Untersuchungsergebnissen kann der Arzt ableiten, was zu tun ist, um etwaige Risikofaktoren für Erkrankungen auszuschalten.

Nach der Anamnese,

beurteilt der Arzt den Bewegungsapparat, schaut beispielsweise auf Haltungsschäden, Beckenschiefstand und Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose). Mit dem Stethoskop horcht er Herz und Lungen ab, misst die Pulsfrequenz und überprüft, ob der Herzrhythmus regelmäßig ist. Hat er den Verdacht einer Herzrhythmusstörung, kann er zur weiteren Abklärung ein Elektrokardiogramm (EKG) anfertigen. Das wird er vor allem tun, wenn bei der Anamnese deutlich wurde, dass bei Belastung Brustschmerzen oder Atemnot auftreten. Die Blutdruckmessung kann Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall, für einen Herzinfarkt oder ein Nierenversagen ergeben. Viele Hausärzte kombinieren den Check-up 35 außerdem mit einem Hautkrebsscreening, das die gesetzlichen Krankenkassen unabhängig vom Check-up 35 ab einem Alter von 35 bezahlen, manche bereits ab dem Alter von 18 oder 20 Jahren.
Der Urin wird auf Eiweiß, Glukose, Nitrit sowie auf rote und weiße Blutkörperchen untersucht –  Glukose im Urin kann auf einen Diabetes hindeuten, rote Blutkörperchen im Urin auf Entzündungen, Infektionen, und selten auch auf Tumore. Auffällige Werte sind nicht immer Zeichen einer Krankheit, weisen aber den Weg zu Folgeuntersuchungen.
Im Abschlussgespräch informiert der Arzt über den Gesundheitszustand, das individuelle Risikoprofil und eine eventuelle weitere Vorgehensweise. Er zeigt auf, wie Risikofaktoren durch Lebensstiländerungen beeinflusst werden können. Falls weitergehende Untersuchungen nötig sein sollten, wird auch dies Thema des Abschlussgesprächs sein. Durch regelmäßige Vorsorge ist es möglich, spätere chronische Erkrankungen zu verhindern und so eine hohe Lebensqualität bis ins fortgeschrittene Alter zu sichern. Und diese Chance bei überschaubarem Aufwand sollte jeder nutzen.

Kalt, aber kräftig: Sonne im Vorfrühling

 width=Richtig warm ist es noch nicht draußen, das stimmt – aber die Tage werden wieder spürbar länger, morgens ist es schon ein wenig hell, wenn wir das Haus verlassen, und es gibt die ersten Schneeglöckchen in den Vorgärten. Die Indizien verdichten sich also: Der Frühling kommt! Und wenn wir dann, ausgehungert von den dunklen Monaten zuvor, mittags bei gutem Wetter ein windgeschütztes Plätzchen finden, dann genießen wir schon mal sowas wie ein erstes, kleines Sonnenbad. Und das ist auch sehr gut so – denn Sonnenlicht hat viele positive Einflüsse auf unseren Körper, von der Stärkung des Immunsystems bis hin zur deutlichen Stimmungsaufhellung. 

Dennoch ist bereits jetzt Vorsicht geboten:

Wir dürfen uns nämlich nicht von den im Vergleich zum Sommer noch sehr kühlen Temperaturen täuschen lassen. Weil die Landflächen und vor allem auch die Meere eine gewisse Zeit benötigen, um sich aufzuheizen, hinkt im Frühjahr die Temperaturkurve dem Sonnenstand hinterher. Die Sonne aber kann auch jetzt schon bei hellen Hauttypen Sonnenbrand verursachen. Auch wenn um diese Jahreszeit im klimatischen Mittel noch deutlich niedrigere Temperaturen als im Spätsommer erreicht werden, steht die Sonne bereits Anfang März genauso hoch wie Ende September – mit all den problematischen Auswirkungen auf unsere Haut, die zudem durch die langen Wintermonate jetzt noch besonders blass und empfindlich ist. 

Außerdem ist gerade in den Frühlingsmonaten die schützende Ozonschicht noch recht dünn, weshalb die UV-Strahlung bereits jetzt eine vergleichsweise hohe Stärke hat – der natürlich Filter in der Atmosphäre arbeitet noch nicht so richtig. Passender UV-Schutz sollte deshalb bereits bei den ersten Sonnenstrahlen wieder zum Pflichtprogramm gehören. Im Frühling nimmt zwar die winterbedingte Hauttrockenheit ab, und die Haut baut ihre natürliche Schutzschicht wieder auf und wird widerstandsfähiger. An die Sonne muss sie sich aber erst langsam wieder gewöhnen. Deshalb ist ein moderater Sonnenschutz bereits an den ersten sonnigen Frühlingstagen wichtig.

Auch die Augen sind noch im Wintermodus:

Wird es heller, ziehen sich die Pupillen zwar zusammen, um weniger Licht ins Innere des Auges zu lassen. Dennoch schadet es nicht, diesen Effekt schon im Frühling mit einer Sonnenbrille zu unterstützen – vor allem, wenn noch Schnee liegt oder ein See das Sonnenlicht besonders stark widerspiegelt. Zudem muss sich das Auge von den harten Wintermonaten erholen: Durch Heizungsluft drinnen und Kälte draußen ist die natürliche Schutzschicht des Auges oft ausgetrocknet und so anfälliger für Infektionen. Um die Augen vor der ungewohnten Helligkeit zu schützen, sollten insbesondere empfindliche Augen rechtzeitig mit einer zertifizierten Sonnenbrille geschützt werden.

Wie gesagt,

jetzt im Februar kommt uns das Thema Sonne noch einigermaßen fremd vor, aber auch jetzt kann zu viel Sonne schaden. Der direkte Zusammenhang zwischen übermäßiger UV-Strahlung und dem Risiko, später im Leben an Hautkrebs zu erkranken, ist inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen – unabhängig von der Jahreszeit. Bekommt nämlich die Haut zu viel UV-Strahlen ab, können die Zellen stark geschädigt werden. Vor allem die UV-B-Strahlung verursacht in den Zellen der Oberhaut DNA-Schäden, die bleiben und Hautkrebs auslösen können.
Deshalb sollte, wer jetzt schon mal die Sonne genießen kann, auch auf angemessenen Schutz achten: Zumindest eine Sonnencreme mittlerer Stärke und eine Sonnenbrille sollten dabei sein.

Zauberstoff Zink: Das Allround-Talent im Stoffwechsel

 width=Es ist unersetzlich für das Immunsystem, die Wundheilung, für Haut und Haare und viele andere Dinge in unserem Körper: Die Rede ist von Zink, einem echten Multitalent für den Organismus und so einer Art Superheld unter den Spurenelementen. Denn ohne Zink oder mit zu wenig Zink funktioniert unser Stoffwechsel nicht richtig – und damit auch fast alles andere nicht.

Zink ist ein Spurenelement,

kommt also nur in sehr geringen Mengen im Körper vor. Trotzdem spielt es für den Stoffwechsel eine entscheidende Rolle, weil es ein wichtiger Bestandteil von zahlreichen Enzymen ist. Viele biochemische Prozesse im Körper könnten ohne Zink nicht ablaufen, das Spurenelement ist lebensnotwendig. Normalerweise enthält der Körper ungefähr zwei bis vier Gramm davon. Weil die Speicherung aber nur kurzzeitig möglich ist und der Körper das Spurenelement außerdem nicht selbst bilden kann, muss es über die Nahrung zugeführt werden.

Zink ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt,

wie zum Beispiel für den Eiweißstoffwechsel und Zellteilung von Bedeutung – und damit auch für Haut, Haare und Wundheilung. Für verschiedene Hormone ist der Körper ebenfalls auf Zink angewiesen. Das Spurenelement ist außerdem wichtig für die Spermienproduktion und das Immunsystem.

Die wichtigsten Zinklieferanten sind Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte –

darunter vor allem Austern. Rindfleisch und Leber von Rind, Kalb oder Schwein enthalten Zink. Wer es lieber ohne Fleisch mag, kann zum Beispiel zu Haferflocken, Käse (wie Edamer, Gouda und Tilsiter), Linsen, Sojabohnen, Nüssen, grünen Erbsen, Weizenmischbrot, Sonnenblumenkernen sowie Hirse, Weizenkleie und Eiern greifen. Zink aus tierischen Quellen kann der Körper etwas besser verwerten als solches aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Denn sie enthalten oft viel Phytinsäure, die die Aufnahme von Zink hemmt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät Frauen zu sieben, Männern zu zehn Milligramm pro Tag. Säuglinge brauchen je nach Alter ein bis zwei Milligramm pro Tag. Der Tagesbedarf von Kindern richtet sich ebenfalls nach dem Alter und ab 10 Jahren auch nach dem Geschlecht.

Weil Zink so viele Aufgaben im Körper erfüllt,

kann ein Mangel ganz unterschiedliche Beschwerden auslösen – darunter Appetitlosigkeit, Haarausfall, schlechte Wundheilung, Wachstums- oder Fruchtbarkeitsstörungen. Hinter solchen Problemen können aber auch andere krankhafte Ursachen stehen, ebenso wie ein Mangel krankheitsbedingt sein kann.

Eine wirkliche Überversorgung durch Lebensmittel ist kaum möglich

Wer allerdings Nahrungsergänzungsmittel überdosiert oder sich aus verzinktem Geschirr ernährt, riskiert Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Auf Dauer kann zu viel Zink die Kupfer- und Eisenaufnahme hemmen und dadurch die Blutbildung negativ beeinflussen. Große Mengen Zink können zu Vergiftungen führen.

Bekannt ist Zink vor allem für seine Aufgaben in unserem Immunsystem –

nicht umsonst sind entsprechende Präparate gerade in der Erkältungszeit beliebt. Tatsächlich hemmt das Spurenelement Zink im Laborversuch die Vermehrung bestimmter Erkältungsviren. Ob diese Ergebnisse bedeuten, dass Zink uns tatsächlich gegen Erkältungen wappnet, ist nicht restlos erforscht. Gut belegt ist aber, dass Zink die Dauer und Schwere einer Erkältung mindern kann, wenn man es mit dem Auftreten der ersten Symptome einnimmt.

Bevor man zu Präparaten greift,

sollte man sich allerdings bei Arzt oder Apotheker informieren, ob das im individuellen Fall sinnvoll ist und welche Mittel am besten geeignet sind. Einfach mal so ohne speziellen Grund Zinkpräparate zu nehmen, ist wenig ratsam – denn der Körper gewöhnt sich an die Zufuhr und kann unter Umständen nach dem Absetzen Defizite entwickeln, obwohl vorher alles in Ordnung war.

Der Fisch in uns: Warum trinken wichtig ist

 width=Schauen wir in unserem Stammbaum mal so richtig weit zurück, dann wird es feucht: Der Weg führt über Reptilien und und Amphibien direkt zurück ins Meer. Auch der menschliche Embryo ist erstmal ein Wassertier, seine Entwicklung erinnert an unsere aquatische Herkunft: Die ersten neun Monate verbringt der Mensch in einer mit Fruchtwasser gefüllten Fruchtblase. Die Flüssigkeit ist lebensnotwendig, denn sie schützt den Fötus vor dem Austrocknen und ist eine Art Stoßdämpfer gegen äußerliche Erschütterungen.
Ohne Nahrung kann der Mensch bis zu zwei Monate leben, ohne Wasser nur wenige Tage.

Unser Körper besteht zu circa 60 Prozent aus Wasser,

unser Gehirn sogar zu rund 80 Prozent. Durch Ausscheidungen und über die Haut gehen bei einem erwachsenen Menschen pro Tag rund 2,5 Liter verloren – also muss diese Menge auch wieder aufgenommen werden: 1,5 Liter über Getränke, den Rest nehmen wir in der Regel automatisch über feste Nahrung zu uns.

Gesunde Erwachsene sollten also mindestens 1,5 Liter Wasser täglich trinken,

besser wäre jedoch mehr: Die Faustregel für die richtige Trinkmenge lautet bei Gesunden 30 bis 40 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Wer also 50 Kilogramm auf die Waage bringt, für den wären durchschnittlich zwei Liter Wasser die angeratene tägliche Trinkmenge. Bei 75 Kilogramm wären es 2,3 bis 3 Liter. Wichtig: Wer chronisch krank ist – beispielsweise an Nieren- oder Herzkrankheiten leidet – muss die Trinkmenge eventuell reduzieren und das individuell passende Maß mit dem Arzt absprechen.

Nicht sinnvoll ist es,

die empfohlene Trinkmenge in großen Portionen runterzuschütten – Trinken auf Vorrat funktioniert nicht: Unser Darm kann nur etwa 500 bis 800 Milliliter Wasser pro Stunde aufnehmen, der Rest wird einfach wieder ausgeschieden. Ein kleines Glas pro Stunde ist also optimal. So versorgen Sie Ihren Körper nicht nur konstant mit Flüssigkeit – Sie kommen über den Tag verteilt auch auf die richtige Trinkmenge. Werden Sie sensibel für Ihr Durstgefühl, der Körper meldet sich im Normalfall frühzeitig.

Wie viel Flüssigkeit wir brauchen,

ist unter anderem abhängig von der Außentemperatur und unserer körperlichen Aktivität. Bei anstrengendem Sport oder großer Hitze brauchen wir schnell mehrere Liter – weil wir mehr schwitzen und so viel Flüssigkeit verlieren. Auch Durchfall oder Erbrechen entziehen dem Körper Wasser.

Mit zunehmendem Alter lässt das Durstempfinden häufig nach,

zu den Anzeichen zählen Mundtrockenheit und dickflüssiger Speichel, Verstopfung, Appetitlosigkeit sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Auch Verwirrtheit und geistige Ausfallerscheinungen sind mögliche Folgen, ein Flüssigkeitsmangel äußert recht schnell sich in einer eingeschränkten geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit.
Ein weiteres Zeichen für Flüssigkeitsmangel: Der Körper scheidet weniger Urin aus als üblich. Zudem ist der Harn dunkler gefärbt. Auf der sicheren Seite ist, wer täglich etwa einen bis anderthalb Liter Urin ausscheidet – was natürlich nicht so einfach nachzuvollziehen ist. Signifikante Abweichungen fallen aber meist doch auf, bei deutlich kleineren oder viel größeren Mengen über einen längeren Zeitraum sollte unbedingt Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Ein schneller Test zur Bestimmung des Flüssigkeitshaushalts funktioniert wie folgt: Man zieht eine Hautfalte hoch, beispielsweise am Unterarm: Bleibt diese nach dem Loslassen kurzzeitig stehen, statt sich sofort wieder zu verstreichen, sollte man davon ausgehen, dass bereits über einen längeren Zeitraum zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wurde.

Für ältere Menschen, aber auch für Säuglinge und Kleinkinder wird ein Flüssigkeitsmangel schnell gefährlich. Hier heißt es also: Rasch reagieren und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

Das ideale Getränk kommt schlichtweg aus der Leitung,

in Deutschland hat Leitungswasser meist sehr gute Werte und ist daher fast immer zu empfehlen.
Soll es etwas mehr Geschmack sein, eignen sich auch ungesüßte Tees. Übrigens: Teein- oder koffeinhaltige Getränke wie schwarzer und grüner Tee oder Kaffee helfen entgegen vieler Gerüchte durchaus, dem Körper Flüssigkeit zu ersetzen. An dem Gerücht, Kaffee oder Tee entziehe dem Körper Wasser, ist nichts Wahres dran.
Getränke mit hohem Zuckergehalt oder auch Alkoholhaltiges empfehlen sich weniger als Durstlöscher, denn sie liefern gleichzeitig sehr viele Kalorien. So gelten beispielsweise Fruchtsäfte als vitaminreich und deshalb gesund. Doch wer sie unverdünnt trinkt, nimmt ordentlich Kalorien auf. Tipp: einfach mit Wasser verdünnt als Fruchtsaftschorle genießen. Je weniger Zucker, desto besser die Flüssigkeitsbilanz.

Gesund durch die Kälte: Was wir im Winter brauchen

 width=Im Winter, wenn es kalt, nass und dunkel ist, ist unser Immunsystem besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Zum einen, weil wir mehr Zeit als sonst in geschlossenen Räumen verbringen: Hier verdichtet sich die Zahl der Keime, gerade wenn viele Menschen um uns sind. Außerdem sorgt die Heizungsluft für ein trockenes Klima, das die Schleimhäute austrocknet und Viren und Bakterien dadurch das Eindringen erleichtert. Zum anderen, weil der Körper mehr als im Sommer damit beschäftigt ist, die Körpertemperatur zu halten – ein Energieaufwand, der für die Immunabwehr dann nicht mehr zur Verfügung steht. Gerade in der kalten und nassen Winterzeit sind Vitamine deshalb für den Körper besonders wichtig: Eine ausreichende Vitaminzufuhr unterstützt wichtige Körperfunktionen im menschlichen Stoffwechsel. Dabei besitzt jedes einzelne Vitamin eine ganz spezielle Funktion und ist nicht einfach durch ein anderes ersetzbar.

Wichtige Wintervitamine sind:

Vitamin C: Schützt besonders gut vor Erkältungskrankheiten und hilft dem Immunsystem, sich gegen Infekte zu wehren.

Vitamin A: Fördert das Wachstum und die Bildung von Schleimhäuten, was das Eindringen von Erregern und Fremdstoffen in den Körper erschwert.

B-Vitamine: Tragen zur Bildung von Schleimhautzellen und Blutkörperchen bei, beugen Herbst-Winter-Depression vor, stärken Nerven, Immunsystem und den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel.

Vitamin E: Unterstützt die Bildung einer Schutzschicht für Haut und Haare

Vitamin D: Ist wichtig für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und hilft, vielen chronischen Krankheiten vorzubeugen. Außerdem scheint es von zentraler Bedeutung für ein funktionierendes Immunsystem.

Viele unserer Lebensmittel liefern uns genau die Vitamine, die der Körper jetzt braucht. Ernährungsexperten und Mediziner sind sich dabei weitgehend einig, dass die besten Vitaminlieferanten Obst und Gemüse sind, eine Ausnahme bildet allein Vitamin D, das der Körper zwar selbst produzieren kann, allerdings nur bei ausreichendem Sonnenlicht – und das ist im Winter natürlich auch meist Mangelware.

Im folgenden Überblick finden Sie die effektivsten Vitaminlieferanten vom Wochenmarkt, vom Gemüsehändler oder aus dem Supermarktregal:

Vitamin C: Paprika, Kohlrabi, Kartoffeln, Zitrusfrüchte, Grünkohl, Feldsalat, Sauerkraut, Petersilie
Vitamine A:: Karotten, Blattgemüse, Salat, Kresse, Grünkohl, Aprikosen, Zuckermelonen
Folsäure: Grünes Blattgemüse, Spargel, Hülsenfrüchte
B-Vitamine: Nüsse, Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch, Grünkohl, Bananen, Sojabohnen
Vitamin E: Nüsse, Weizenkeim-, Sonnenblumen- und Sesamöl
Vitamin D: Makrele, Lachs und Eigelb sind die Nahrungsmittel mit dem höchsten Gehalt an Vitamin D.

Damit uns die Nahrung Ihren Vitamingehalt möglichst komplett zur Verfügung stellen kann, sollten ein paar Tipps zum schonenden Umgang mit Vitaminen beachtet werden:

Obst und Gemüse sollten nicht zu lange gelagert werden, denn dadurch sinkt der Vitaminpegel. Starkes Erhitzen sorgt dafür, dass die Vitamine ihre Wirkung verlieren, beim schonenden Zubereiten wie dämpfen oder dünsten bleibt der Vitaminanteil aber weitgehend erhalten. Beim Einkauf sollte man auch auf regionale und saisonale Produkte setzen, weil auf langen Transportwegen Vitamine verloren gehen können. Tiefkühlgemüse weist einen recht hohen Vitamingehalt auf, Dosengemüse hingegen büßt bei der Herstellung einen Großteil seiner ursprünglichen Nährstoffe ein.

Sind Vitamintabletten sinnvoll?

Die Frage ist umstritten:

Für gesunde Menschen, die im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung täglich Obst und Gemüse konsumieren, sind Vitamintabletten nach Meinung vieler Experten nicht notwendig. Doch bestimmte Personengruppen wie Schwangere, Hochleistungssportler oder ältere Menschen haben einen erhöhten Bedarf. Diese Gruppen sollten eine Nahrungsergänzung am besten mit ihrem Arzt besprechen.

Generell gilt in der Winterzeit:

Fit bleibt man meist schon durch eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und viel Bewegung an der frischen Luft.

Kuck mal: Alles für gesunde Augen!

 width=Sicher, wir können auch hören, riechen, schmecken und fühlen: Das Sehen aber sorgt für etwa 80 Prozent unserer Sinneswahrnehmung. Verantwortlich dafür sind, wer hätte das gedacht, die Augen: An dem, was wir sehen, macht sich so ziemlich unser gesamtes Bild von der Welt fest. Allerdings hat jeder Mensch ja nur zwei Augen, und deshalb sollte man gut auf sie aufpassen. Die gute Nachricht: Wir können im Alltag recht einfach dazu beitragen, unser wichtigstes Sinnesorgan zu schützen.

Solange unsere Augen ihren Dienst tun, beachten wir sie kaum. Aufmerksamkeit bekommen sie erst, wenn ihre Leistung nachlässt, wenn sie brennen, tränen oder jucken. Dabei würde es sich lohnen, den Augen etwas Gutes zu tun – bevor es Probleme gibt. Vitamin C zum Beispiel kann vor grauem Star schützen, Tageslicht Kinder vor späterer Kurzsichtigkeit bewahren und Entspannung den Augeninnendruck senken.
Unsere Sehkraft hängt wesentlich von einem gesunden Lebensstil ab, was zahlreiche Studien belegen. Ein paar einfache und hilfreiche Tipps für jeden Tag finden Sie hier:

Sonnenlicht: Brillen schützen vor UV-Strahlen

Viele denken an einen UV-Schutz für die Haut, nur wenige an den für die Augen. Dabei leiden sie genauso unter intensiver Sonnenbestrahlung. Wasser und Schnee zum Beispiel reflektieren bis zu 90 Prozent des Lichts und erhöhen das Risiko für Beeinträchtigungen – etwa für einen Augensonnenbrand, auch Verblitzung genannt.
Die größte Sicherheit bieten Sonnenbrillen mit ­einem Breitband-UV-400-Schutz. Sowohl UV-B- als auch UV-A-Strahlen können die Entwicklung von grauem Star, das Altern der Netzhaut und ein frühzeitiges Auftreten altersbedingter Makuladegeneration begünstigen sowie Tumore am Augenlid und an der Bindehaut verursachen. An sonnigen Tagen sollte die Brille deshalb so selbstverständlich sein wie Sonnencreme.

Das Sonnenlicht hat aber auch seine guten Seiten:

Aktuelle Studien zeigen, dass helles Tageslicht helfen kann, Kurzsichtigkeit vorzubeugen. Es hemmt bei Kindern das Wachstum der Augäpfel – und das ist gut. Denn ein zu langer Augapfel führt zu Kurzsichtigkeit. Experten empfehlen, dass Kinder täglich mindestens zwei Stunden im Freien verbringen sollten.

Ernährung: Ausgewogen sollte sie sein

Forscher haben herausgefunden, dass ein Vitamin-C-reicher Speiseplan das Risiko, an grauem Star zu erkranken, um ein Drittel senkt. Offenbar sammelt das Vitamin sich in der Augenflüssigkeit und verhindert eine Trübung der Linse. Tatsächlich spielen manche Vitamine für das Auge eine besondere Rolle, weil sie an regenerativen Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Das gilt vor allem für Vitamin C und A. Ersteres steckt etwa in Orangen, Brokkoli und Grünkohl, letzteres in Karotten, Leber, Fisch, Eiern und Spinat.
Wichtiger als Einzelstoffe ist aber eine insgesamt ausgewogene Ernährung. Übergewicht, schlechte Blutfettwerte, Diabetes, Gefäßablagerungen und Bluthochdruck beispielsweise sind Risikofaktoren für Augenkrankheiten, die sich über die Ernährung beeinflussen lassen

Alkohol: In Maßen

Wer ab und an ein Glas Wein oder Bier trinkt, braucht sich keine Gedanken um die Sehkraft zu machen, bei einem Bierchen am Freitagabend ist nicht gleich mit gravierenden Schäden zu rechnen. Anders bei Alkoholikern: Ihr Risiko für eine Linsentrübung durch grauen Star und für eine Makuladegeneration ist signifikant erhöht. Außerdem schädigt der alkoholbedingte Nährstoffmangel die Sehkraft.

Rauchen greift Sehnerv und Netzhaut an

Rauchen gilt als großer Risikofaktor für Augenkrankheiten, es vermindert die Durchblutung, fördert entzündliche Prozesse und lässt die Linse schneller altern. Das liegt einerseits an der schlechteren Blutversorgung von Sehnerv und Netzhaut, weil Tabakkonsum die Gefäße verengt. Zum anderen liegt es daran, dass die Giftstoffe aus den Zigaretten den Sehnerv und die Nervenzellen der Netzhaut angreifen. Außerdem haben Raucher oft einen erhöhten Augen­innendruck. Das alles summiert sich: Wer raucht, entwickelt zehnmal früher eine altersbedingte Makuladegeneration, bei der die Sehzellen in der Netzhautmitte absterben.

Früherkennung: Der Augenarzt bleibt unersetzbar

Egal, was auf dem Speiseplan steht und wie fleißig man Sport treibt: Die Vorsorge beim Augenarzt ist unerlässlich, etwa um schleichend verlaufende Krankheiten wie den grünen Star frühzeitig zu erkennen. Fachverbände raten gesunden Menschen, ab dem 40. Lebensjahr alle zwei bis fünf Jahre zur Früherkennung zu gehen. Wer erblich vorbelastet oder extrem kurzsichtig ist, raucht, unter Diabetes, Bluthochdruck oder viel Stress leidet oder eine längere Kortisontherapie hinter sich hat, sollte sich häufiger untersuchen lassen – egal, in welchem Alter.

Mehr Bewegung, bessere Augen

Der Berufsverband Deutscher Augenärzte empfiehlt neben einer gesunden Ernährung ein strammes Pensum von rund 60 Minuten Sport täglich. Egal ob Joggen, Radfahren oder ein flotter Spaziergang: Wer es schafft, sich jeden Tag mindestens eine Stunde zu bewegen, verringert das Risiko für grauen Star um 13 Prozent gegenüber Stubenhockern.

Entspannung: Schlaf und Übungen bauen Druck ab

Entspannungsübungen helfen, den Augeninnendruck zu senken und die Blutversorgung des Sehnervs zu verbessern. Das wiederum kann den Krankheitsfortschritt bei grünem Star hinauszögern. Ob Meditation, Musiktherapie, Hypnose, bestimmte Yoga-Praktiken oder autogenes Training – es eignet sich alles, was Stress und Ängste abbaut.

Gesundheits-Apps: Was können sie – und was nicht?

 width=Heutige Smartphones können ja so ziemlich alles – egal, ob es um Wohnungen, Diäten, potentielle Partner oder das Fernsehprogramm geht. Auch im Gesundheitsbereich stehen Nutzern inzwischen hunderte so genannter Apps zur Verfügung, die uns zu einer besseren Lebensqualität verhelfen sollen. Doch was können diese Apps wirklich? Welchen Mehrwert bieten sie und wo sind ihre Grenzen?

Vorweg:

App ist nicht gleich App, es gibt definitiv Qualitätsunterschiede, und die digitalen Helfer sollten natürlich nicht als Ersatz für den Besuch bei Arzt oder Apotheker gesehen werden. Was sie tatsächlich sein können: Unterstützende Mittel, um etwas für seine Gesundheit und seine Lebensqualität zu tun. Sie sollten also ergänzend und nicht etwa alternativ eingesetzt werden, weil sie die Praxis und den Gang zum Arzt nicht ersetzen können. Aber die Apps können, richtig eingesetzt, durchaus einen Überblick über die eigene Lebensweise verschaffen.

Gesundheits-Apps effektiv nutzen

Auch wenn Gesundheits-Apps nur bedingt einen Mehrwert für ein gesundes Leben darstellen, können sie doch Vorteile für den Nutzer bieten. Dies gilt vor allem für den Bereich der Vorbeugung, Fitness und Ernährung. Auch wer das Rauchen aufgeben möchte, kann eine passende App zu diesem Zweck nutzen und dadurch die Umsetzung erleichtern. Doch auch hier ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen, damit Blut- und Fettwerte gemessen werden können. Diese Aufgabe kann von keiner App übernommen werden, da der Hausarzt den Patienten als Ganzes sieht und nicht nur Teildiagnosen stellt, welche aus dem Zusammenhang gerissen werden. Daher kann eine App auch keine wirkliche Diagnose stellen und auch keine passende Medikation empfehlen. Ergänzend kann eine Gesundheits-App natürlich genutzt werden, am besten auch nach Absprache mit dem Hausarzt.

Vorsicht bei Medikamenten-Apps

Auf dem Markt werden auch sogenannte Medikamenten-Apps angeboten, die jedoch mit Vorsicht genutzt werden sollten. Bei Beschwerden ist es erst einmal alternativlos, einen Facharzt oder die Apotheke aufzusuchen und nicht auf eigene Faust mit Hilfe einer App willkürlich Medikamente einzunehmen. Kräutertees in normaler Dosierung können vielleicht angewendet werden, weil diese meist keine Nebenwirkungen aufweisen – jede weitere Selbstmedikation auf der Basis einer App verbietet sich jedoch. Medikamenten-Apps können sicher helfen, wenn es um Übersicht oder Erinnerungs-Funktionen geht – aber eine Medikation sollte nur nach Rücksprache mit dem Fachmann stattfinden.

Apps können daher höchstens eine unterstützende Funktion einnehmen. Zum Beispiel dann, wenn Patienten von Ärzten oder Therapeuten bereits passende Übungen gezeigt bekommen haben oder wenn es darum geht, die allgemeine Fitness zu verbessern.

Ein paar Fragen, die man sich vor Installation und Nutzung einer Gesundheits-App stellen sollte, sind zum Beispiel:

Brauche ich die App wirklich?

Eine gute App sollte intuitiv verständlich und einfach anwendbar sein. Haben die Entwickler mögliche Anwendungsfehler bereits im Entwicklungsprozess erkannt und gebannt?

Ist die App in der eigenen Muttersprache verfügbar, beziehen sich mögliche Gesundheitsinformationen auf das Land, in dem man lebt, braucht die App immer einen Internetzugang, ist sie mit dem eigenen Smartphone kompatibel?

Was oder wie muss ich für die App zahlen?

Sind bestimmte Funktionen nur gegen Bezahlung nutzbar?

Kann ich der App meine persönlichen Gesundheitsdaten anvertrauen?

Fragt der Anbieter nur Daten ab, die für die Funktion der App notwendig sind und macht transparent, wofür diese verwendet werden?

Werden die Daten an Dritte weitergegeben?

Gibt es Sicherheitsvorkehrungen, wie Identifizierungsverfahren via Passwort und Nutzername?

Fazit:

Gesundheits-Apps können durchaus helfen, sind in der Regel aber mit Vorsicht zu nutzen, vor allem wenn es um Medikations-Apps geht und darum, vertrauliche Daten in das System zu geben. Die Apps generell ersetzen nicht den ärztlichen Rat oder gar eine Untersuchung und Behandlung. Ergänzend können die Apps aber effektiv eingesetzt werden, vor allem im Bereich Fitness, Ernährung oder etwa zur Rauchentwöhnung.

2019 erreichen Sie Ihre guten Vorsätze – mit diesen Apps

 width=Ein neues Jahr, ein neuer Aufbruch. Und was wäre so ein Jahresbeginn ohne die guten Vorsätze, die man sich jedes Jahr auf die Fahne schreibt. Doch viele Menschen lassen Ihre Vorsätze schnell wieder fallen, weil Ihnen die Unterstützung fehlt – es kontrolliert ja keiner die (Miss-)Erfolge, während der innere Schweinehund das beharrlichste Haustier ist. Damit Sie in 2019 Ihre Vorsätze mit viel Motivation und Unterstützung erreichen, stellen wir Ihnen 10 digitale Helfer vor. Also: „App die Plätze, fertig, los!“.

1) Das gute alte Tagebuch, neu gedacht

Einer der wichtigsten Tipps erfolgreicher Menschen ist, dass man Erfolge sichtbar macht. Dazu wird empfohlen, seine Ziele nicht nur aufzuschreiben, sondern auch die täglichen Erfolge in einem Tagebuch zu notieren. Apps, mit denen Sie täglich Ihren Fortschritt festhalten und nachverfolgen können sind „Journey“ und „Five Minute Journal“. Das sorgt nicht nur für eine erfolgreiche Routine, sondern hilft auch in schwierigen Momenten zu sehen, was sie bereits geschafft haben.

2) Endlich „Smoke Free“

Sie wollten schon lange mit dem ungeliebten Rauchen aufhören, aber haben bisher einfach nicht den Absprung geschafft? Kein Problem mehr – laut dem Versprechen der App „smoke free“. Basierend auf Ihrem bisherigen Rauchverhalten, konfrontiert die App Sie mit interessanten Fakten wie gespartem Geld oder der verbesserten Gesundheit und unterstützt damit Ihr Durchhaltevermögen. Übersichtlich, informativ und eine gute Sache!

3) Darf es etwas weniger sein?

Wer kennt es nicht: Nach den fetten Weihnachtstagen sollen nun endlich die Pfunde purzeln. Mit dem bisherigen Essverhalten kann es nicht weitergehen. Es muss gespart werden, und zwar an Kalorien. Eine Lösung bieten sogenannte „Calory Tracking Apps“ wie FDDB. Die App berechnet Ihren Kalorienbedarf aufgrund Ihres Gewichts, Aktivität und des Alters. Aus der Datenbank lassen sich dann täglich die genauen Lebensmittel und Kalorien Ihrer Mahlzeiten berechnen und Ihre Erfolge sichtbar machen. Kinderleicht und damit auch für „Abnehm-Anfänger“ bestens geeignet.

4) Lauf Forrest, Lauf!

Sie haben sich vorgenommen, sich im kommenden Jahr mehr zu bewegen? Dann ist das große Angebot an Fitness-Trackern, Schrittzählern oder Apps wie Runtastic und Strava genau Ihr Ding! Mit diesen lässt sich das tägliche Plus an Bewegung nicht nur ganz einfach nachvollziehen, sondern es kann auch mit Freunden geteilt werden. Das steigert nachweislich den Ehrgeiz und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dranbleiben. Erfolge wollen eben nicht nur erzielt, sondern auch gesehen werden.

5) Hoch die Gläser!

Während zur Weihnachtszeit oft das Glas gehoben und so mancher Glühwein verdrückt wurde, kommt ein wichtiges Getränk oftmals im Alltag zu kurz. Für alle die sich vornehmen im neuen Jahr mehr Wasser zu trinken, gibt es „Trink-Wecker“, die einen regelmäßig daran erinnert, ein Gläschen Klares zu kippen. Auch auf dem Smartphone herrscht mit Tracking-Apps wie „Trink!Wasser“ bald keine Ebbe mehr. Denken Sie daran: Wasser ist die Quelle des Lebens. Gönnen Sie der Leber eine Pause.

Egal für welchen guten Vorsatz oder welchen digitalen Helfer Sie sich entscheiden, wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten einen wundervollen Start in ein erfolgreiches 2019!